Juli 1654. 227
^st solchen betrachten oder wenigstens, wenn er seinen Siz nicht in der Schweiz nehmen könne, mitschriftlich correspondiren zu können. K. Den Anträgen deö Herrn Duräuö und den von den Kir-^udicnern von Bern, Basel und andern Orten darüber ausgestellten Gutachten stellte sich die Erinnerungdie frühern ähnlichen Versuche desselben Gelehrten und die Bcsorgniß entgegen, es möchte der Einig-^Mersuch zu neuer Erbitterung und Aergerniß führen; daher fand man angemessen, in diesem Ge-Mie nicht zu eilen, die Ansichten nicht bloß der evangelischen Städte, sondern auch anderer Orte ein-holen und gegen einander auszutauschen, Herrn DuräuS aber besonders persönlichen Besuch der übrigeu"dte anzuempfehlen. Dem Herrn Pell wird auf sein Verlangen auch zu Händen des ProtcctorS einh der mündlichen Eröffnung übereinstimmendes Schreiben zugestellt, mit dem Bcisazc, man befrcue sich^ durch Duräus unternommenen Werkes, besonders da es unter der Autorität des ProtcctorS stehe.' Die Gesandten der evangelischen Orte, vereinigt mit den Gesandten von Frciburg, tragen dem fran-i°>ischen Ambafsador vor, daß laut der ihm durch den Landschreiber zugestellten Erklärung Zürich, Bern,^ngeljsch Glaruö, Basel, Frciburg, Schaffhausen und Appenzell Außer-Rhoden, bevor sie über diendeserneuerung eintreten, zu erfahren wünschen, ob der König in Bezug auf den ewigen Frieden nnd" Hspirirten Bund die verlangte Satiöfaetion eingehen wolle; man möchte nun auf dieses gestellte Ge-H Antwort. Der Ambafsador erwidert: In Bezug auf den Zoll zu Lhon habe es bei der schon ange-genen Satisfaction sein Verbleiben; der ewige Bund sei dießfalls zweifelhaft und dazu allein aufFranz gestellt, nicht auch auf seine Nachfolger; auf dem Zolle zu Breisach haben die EidgenossenOesterreich keine ewige, sondern nur eine durch die Erbcinung bedingte Exceptio« genossen; sofern sie^ »üt Frankreich für Breisach und das Elsaß in eine Erbcinung eintreten wollen, werde der KönigHe ebenfalls zugestehen. Die Zahlungen anbelangend, so habe er bereits Anerbieten gemacht, übrigensder Bund alles „facilitiren;" wolle man denselben nicht, so sei man an der Hintcrstclligkcit selbstgewechselten Repliken und Dupliken verblieb der Ambafsador zwar auf seiner Meinung,^kte aber am Schlüsse der Verhandlung, daß wenn der Bund so widrig sei, man andere Tractatc
^ ^Haltung der Freundschaft aufrichten könne. Da man sich also mit dem Gesandten nicht verständigenvon der Abscndung eines Couriers an den König sich auch wenig versprechen durfte, ward man^ ^he, versuchsweise auf ein Jahr in gemeinsamen Kosten einen besondcru Agenten bei dem könig-^ Hof mit Fortführung der Unterhandlungen zu beauftragen. I. Auf Anregung Bern s und in Bc-^ Zürich und Bern ihren eigenen besondern Bund haben, Glaruö nur mit den fünf Orten,wallen und Basel mit zehn, Schasfhausen mit eilf, Appenzell mit zwölf Orten, seit der Reformation». .^Wischen Stände wieder enger unter einander und dazu noch mit Mahland, Burgund und mit demvon Basel verbündet seien, wird in Bedenken zu nehmen und heimzubringen beschlossen, ob man^"üelischer Seits zusammen zu einem Bunde und BundeSinstrument sich verbinden und diese Vcr-"3 der Vorberathung der vier Städte zuweisen solle,' wobei zu erörtern wäre, wie man mit und^ den übrigen Orten sich gegen einen äußern Feind verhalten und den zu Whl gemachten Abschied^ in Anwendung bringen könne; wie man ferner gegen einen inneru Feind in Angelegenheiten^^iigion und des Polizeiwesens sich zu gegenseitiger Hülfeleistung verpflichten wolle; wie man cnd-^i'ichendcm Aufruhr einander zu sichern und das Verkommniß von Stans zu erläutern ge-Um bei den eilf verschiedenen, in französischen Diensten stehenden Gardccompagniccn der cvan-