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6,1,a (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680
Entstehung
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Februar 1654. 269

"v August angeregte Heimberufung des Stadtschrcibcrs Stockei aus England und über das die ErlassungZinsen vorschreibende kaiserliche Edict und seine Anwendung auf die in der Eidgenossenschaft sizcndcn^ubiger will man auf einer folgenden Konferenz in Bcrathung treten. Ii,, lieber den von Bern wegenr verpfändeten Kleinodien gegen Zürich gemachten Anzug ist mündlich zu berichten. I. Zürich und^ ^ffhaujen verständigen sich, daß ans das Gcvattcrschaftsgcsuch des Grafen von Candale jeder dieserandc zur Anfertigung von einem Paare vergoldeter silberner Schalen alsEinbindgcschcnk" 5V Guldentragen solle.

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Cunferenz der Orte Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug.

Brunnen. 27. Februar.

Landesarchiv Nidivalde».

Gesandte: Uri. Joh. Anton Arnold von Spiringcn, Landammann; Jost Püntincr, alt-Land«mmann;^ Jakob Stricker. Schwhz. Martin Belmont, Landammann; Wolf Dietrich Rcding, Pauncrhcrr,^^^ammailu; Joh. Caspar Ccbcrg, alt-Statthaltcr; Michael Schorns, alt-Statthaltcr; Caspar Ab-Landeshauptmann; Landvogt FranciscuS Bctschart. Unterwalden. Johann Jmfcld, Land-^>a»u von Obwalden; Jakob Christen, Landammann, und Joh. Melchior Leu, Statthalter, von Nid-^ ^ Zug. Georg Sidlcr, Ammann; Ulrich Schön, des Raths.

Gegenwärtige Confcrenz war von Uri angeordnet worden wegen des einseitigen Vorgehens ab^ Luceru's in der Bundcsunterhandlung mit Frankreich, die bereits bis zum Abschlüsse gediehen sei,»-ird ^ andern Orten davon Kenntnis gegeben worden sei. Diese eigenmächtige Handlungsweiseso mehr beklagt, als der in Frage liegende Gegenstand seiner Jmportanz wegen Zusammenhalten^ kve. Frankreich beabsichtige nämlich auch die in den leztcn Kriegen zu Händen genommenen Ländereinzuschließen, wie Elsaß, Artois, Roussillon, Catalonicn, Lothringen, Burgund und^ vc urehr. Würde man nun auf dieses Begehren eingehen, so würde man mit dieser Nachgiebigkeit^gljch Freundschaft, dagegen aber viele Feindschaften sich auf den Hals laden; denn bereits haben^Kaiser und der König von Spanien Vorstellungen dagegen erhoben. Zudem sei zu bedenken, daß^ saunten Gebiete thcilwcise zu Ländern gehört haben, mit denen man in Verdichtungsverhältnissen»ii/ Erbcinung, Bündnisse und Verständnisse. Hingegen sind die Orte zu Erneuerung des Bünd-« bereit, sofern cS sich innert den Gränzcn desjenigen von 1602 halte und lediglich auf die Defensivet werde; denn innerhalb dieser Gränzcn halten sie es für dem eidgenössischen Interessen nüzlich und

"UNg zu Ut. I» In einer sehr umständlichen, vom 15. Januar 1651 aus Lucern dalirten Proposition sucht der spanische^sandte Casati die Orte zu überzeuge», welch' einen cigcnniizigcn, wortbrüchigen und treulosen Verbündeten sie an Frankreich^beu, das Lug und Trug nicht scheue, wo es seinen Vortheil gelte; diese Behauptung sucht er aus der Vergangenheit mit Beispiele»i» belege,, und warnt demnach die Eidgenossen vor Frankreich und den Künsten seiner Diplomatie, namentlich des Gesandten^ ^ Barde, während er die Loyalität und Liberalität der Häuser Oesterreich und Spanicn hervorhebt.

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