Juni 1653. 185
Eching, von Grafcnricd, Landammann Müller, Socin, von Dicßbach, Neukon»», Fäsch, Pchcr und
ktter Theil nahmen, wurden die Aussagen der Gefangenen vorgelegt und diejenigen Gefangenen, „welche
den Kricgöräthcn möchten oder sollten abgestraft werden," von denjenigen ausgeschieden, die man
Mithasteil in gleichem Grade um einen Beitrag zu den Kriegskosten anlegen möchte." Diese
^chandlungcn wurden, in Mitanwescnheit des Statthalters Schorns und LandammannS Bclmont von
^ )whz. sowie des Ammannö Zurlaubcn und des AmmanilS Trinklcr von Zug am folgenden Tage fort-
dcr ^ d>ic solothurilischcil Gefangenen wurde bewilligt, daß die ConfiSeation der Güter
An bcrurtheiltcn Gefangenen der Stadt Solothurn zugehöre, ihr auch die Büßung der übrigen
überlassen bleibe, dagegen an der dem General Wcrdmüllcr zu bezahlenden Kriegöanlagc
" Thalcrn'*) kein Abbruch stattfinden solle. Als dies; dem Herrn vom Staat mitgcthcilt wurde
shwcl ^ ^ ' sciilcr Prätcnston abgehe hoffe er, daß Solothurn der Forderung cnt-
>vcn>^" General von Erlach dagegen forderte Bestrafung der Buchcggbcrgcr, mit dem Znsaze, daß
En >>. " ^"rich zu Gefallen nachgebe dies; doch den Rechten der Stadt Bern auf Buchcggbcrg ohne
eil üün solle. ,»». Am 29. Juni ritten Statthalter Hirzcl ilnd Oberst Ncukomm der Kriegskosten
boii^' Wcrdmüllcr dagegen, Fcldzcugmeister Werdmüller, Oberst Ulrich, General
Ver»- ^ und Grafcnricd wohntcil etiler Confcrcnz bei, in welcher Oberst Zwcher über seine
"" Entlibuch rclatirte und die Schlußfolgerung zog, „cS werde zwischen Bern vnd Luecrn
sa»l ^rrespondenz vonnöten shil, wcnil mail die Entlibuchcr vnd Emmcutalcr wolle in der gchor-
.. . ^baltcn, also shcn jhrc bchdcrsytS Ilumoron Vnd auch die Situation der Landen nüwe Händel an-
^^^)eil beschaffen," Am Abend desselben TageS versammelten sich alle Ailwesendeil von den Orteil
wcch^' Luecrn, Schwhz, Zug und GlaruS, um, da die badensche Jahrrcchnung nicht gehalten
bt» bcn nach Badeil bestimmteit neuen Landvogt in Huldigung zu nehmen. «». Montags
Wae hielten die Kricgöräthc ihre erste Sizung, wobei, bemerkt Bürgermeister Wascr, „ich nit
Wech wollen." H», All demselben Tage, in Anwesenheit des Generals und des General-Majors
des Generals von Erlach, der Obersten von Dicßbach und von Morlot, des Obersten Zwcher,
tragt " ^icrs Mehcr von Luccril und des Herrn Fäsch erschienen, vom französischen Gesandten bcauf-
sielltc' Dolmetsch Vigicr uild Sccretär Brillac lind erhoben gegen die an Solothurn gc-
^i»f ^ ^Ütnfordcrungcn und gegen das iil Zofingen cingcschlagcile Proccdcre überhaupt Vorstellungen.
ihcil/^ mitgebrachte Schreiben und auf ihren mündlichen Vortrag wurde thcilö in schriftlicher,
Erwiderung geantwortet: Man habe sich über eine zu beobachtende Gleichförmigkeit
der solothurn habe sich gutwillig zur Auslieferung der Gefangenen verstanden; die Auslegung
das Ambaffador zu; daö Beste, was er thun könilc, sei, wenn erden Solothurncril
das - vorschieße: seine Einreden erzeugen nur neue Verwirrung. Besonders wurde hervorgehoben," ^olotbu— ^ -
Frai k. " ^ wenig befugt sei, gcsöndcrt voil den andern Orten eine'BundcScrncucrung mit
1 ^^zugchcil, als der Gesandte, sich desselben anders als inwrcollomlo anzunehmen. «>. Am
Ged: / wurden Jakob Stürmli von Williöau und Hanö Diener von Nebikon, iind zwar auf Luecrncr"tet. „ist t>e
wurde endlich ans 20,000 Krvnen redncirt.
mit dem Schwert hingerichtet. Einem Dritten wurde die Zunge gcschlizt. r Im Namen der
Cummc
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