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6,1,a (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680
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April 1653.

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Confevenz der V katholischen Orte.

Gersau. 2». April.

Staatsarchiv L»c«r». Mg, Atsch. Bd. XI.III, kol. 12S.

Gesandte: Luccrn. Ulrich Dullikcr, Schultheiß; Laurenz Meher, Statthalter; Landvogt LcodtgarNcr. U ri. Jost Püntiner, Laudauiinaun; Scb. Pcrcgrin Zwcpcr, Landeshauptmann. Schwhz.»rtiii Bclmont von Rickenbach, Landaiinnann; Georg Aufderinancr, alt-Landammann; Konr. Sebastian^>'g und Michael Schorno, beide Statthalter. U ntcrw aldcn. Marquard Jmfeld, Landammann"Obwalden; Jakob Christen, Landammann von Nidwaldcn. Zug. Georg Sidlcr, Ammann; Petern»kler, alt-Ammann.

Lucern eröffnet die Verhandlungen mit der Bemerkung, daß cincsthcilö die auf wohlgemeinteeutung der luecrnischcn Regierung von Zürich ergangene Ausschreibung einer allgemeinen Tagsazung,^wtheils die von dcil zehn luecrnischcn Acmtcrn neu angehobenen Unruhen und Anforderungen dieBcrathung der V Orte zuin Bedürfnisse gemacht haben, dankt für bereitwilliges Entgegenkommen^ trägt nach vorangegangener gegenseitiger Begrüßung weiter vor, was seit der leztcn Mitthcilung aus^ ^ und Solothurn sowie aus dem Entlibuch schriftlich eingegangen sei, wie besonders Luccrn die zehn"tcr aufgefordert habe, auf den folgenden Tag ihre Anwälte abzuordnen, damit ihnen auf den aller-iw von Wolthausen aus empfangenen Brief ordentlicher Bescheid erthcilt werden könne; denn obwohlmniug vorhanden sei, daß dabei Vorschläge auf die Bahn kommen werden, durch die man zu einemAgenden Austrag gelange, möchte Luecrn dennoch vorher die Ansichten derjenigen Orte kennen,

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unlängst so verdankenswerth dazwischen getreten seien. Die übrigen Gesandten, ihre frcund-

^ "che Dicnstwilligkcit bezeugend, eröffnen hinwidcr: In diesen Tagen seien fünf Ansschüssc aus^ Zehn Acmtcrn vor ihre Rathsversammlungen getreten und über ihr mündliches und schriftliches An-

^^tien verhört worden; nach dem ihnen hierdurch bekannt gewordenen Sachverhalte scheine ihnen das von^Ü^ffene Mittel gar erheblich, sofern die zehn Aemtcr es redlich meinen; da jedoch vielmehr das^ ^spiel zu verspüren sei, auch von denselben die Unterthanen anderer Orte mit herein gezogen, die"Seiten geschmäht, verkleinert und verschrieen werden, so möge man den Unterthanen zwar kcincö-die Gnaden mißgönnen, welche Luccrn zu gewähren geneigt sei, dagegen werde an der Substanz^.^lMgenen Spruchs festgehalten werden müssen; diesen Spruch zu schüzen seien die vier Orte jcden-

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und Williöau mit neuen gar ungebührlichen Artikeln aufziehe, dieser zwei Aemtcr halber daher zur>»äh Hoffnung zu schöpfen sei, werde es angemessen sein, der übrigen acht Aemtcr, nämlich mit cr-. - Moderation, ohne Acndcrung der Hauptbriefe, sich zu versichern. I». In Bezug auf die aus--> .^benc Tagsazung wurde der Ansicht von Nidwalden und Zug, die Orte hätten derselben wohl über-

erbötig und entschlossen, in der Meinung, daß Luccrn zur Beruhigung der Unterthanen diesem"che noch einen Revers beigeben möge; und da das Entlibuch von seinem alten Beginnen nicht abweichen

werden können, entgegen gehalten, man sei denn doch des guten Erfolgs der Unterhandlung mitZ^)u Aemtern noch nicht sicher; die Ausschreibung lasse sich der Zeit wegen nicht mehr rükgängig