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Bluotsverwandtnuß oder Schwogerschafft Wüssent und derselben Bericht irem Pfarrherren oder Prcdicantcn odc'derselben Obrigkheit zuovor und ehe die Einfüehrung beschicht und die Hochzeit gehalten Wirt, nit anzeigt^lvöllen wir nach irem Verdienen straffen, und welcher oder welche also das ander aus Befelch Obrigkheit rdcrsonst für das geistlich Gericht füchrt und ladt, soll der Obrigkeit zchcn Pfund Pfenning vertrösten der Gcst^und dersclbig Thcil im Rechten verlürstig, daß dieselben jinj zehen Pfund Pfenig zur Straff verfallen st'"sollen,
18.
Item diewcil auch der Ehebruch bei Weibs- und Manspcrsohncn und Hurcy vor der Hochzeit leideretlichen Orthcn einrcißcndt, haben wir angesehen, wo der erfunden, daß man den oder dieselben mit der ^fenkhnuß oder sonst umb Gelt je nach der Sachen Gelegenheit straffen Wirt.
19.
Item so ist auch unser Gebott, daß kein Gerichtsgnoß oder Jnsäß, jung noch alt, weder inner- noch uiwhalb der Gerichten umb Haller noch Pfening, wie auch umb kein Ucrthcn oder Anders spilcn noch wctb"'darzuc ohne Erlaubtnuß mein, Landtvogts, oder unser, Abbts Pii, Bogts zue Roscnberg, Blatten und Am»»'""zuc Altstetten, niemandts mehr tantzen jsollej ivcdcr an öffentlichen Hochzeiten, Kirchwphcncn, noch sonst in kcu""Weg. Eß soll auch niemandts mehr sonderlich zue discn sorglichen Zeiten und gefährlichen Lcüsfen, naä'd^man das Ave Maria gclcüthct, schießen, trommcnschlagen noch pfciffen, auch kein unzimblich Geschrei odcru»^ungcfücgtc Sachen ncchtlichcr Weiß auf der Gaßcn und umb die Heuser, wie dann bishero insonderheit ^der Jugcnt beschchcn, brauchen, also daß sich Keiner mehr als zuc Sommerszeit bis umb 9 und Winten,bis umb acht Uhren auf der öffentlichen Gaßcn finden lassen solle.
20.
Desgleichen soll auch Keiner kein Liccht ohne ein Laternen auf der Gaßen tragen, kein Licchtstubctenhaben dergestalt, obschon die Weiber und Mcidtlin zue einandercn in die Licchtstubetcn gchendt, sollen doch-oben auch darvon gcschribcn steht, den Knaben und Manspcrsohncn darin zuckhommen, auch trinkhcn und da" ^vcrbotten sein, und welche Pcrsohncn solches alles nit hielten, soll jede, so oft es beschicht, umb einPfenning, desgleichen die das in ihren Heilseren zuegchen ließen, die Wirth, so inen Wein gcbent undSpillcüth, so inen zum Tantz sauf j machcnt oder Wider vorgeschribnc Ordnung pfciffcndt oder trommensa'umb 3 Pfund Pfenning gestrafft werden.
21. ^
Jtein es solle auch ohne Erlaubtnuß, wie sinj hicncchst vorgcschribncn Artikhlcn gemeldet, nicmandt
anderen umb das Gueth Jahr singen, noch zue Faßnacht bei einandercn das Kttechlin holen, es gcsästtstmit vorgchndcm Laden, bch der Buoß von jeder Pcrsohn ein Pfund Pfenning.
22.
Und nvchdem lvir berichtet, daß Frömbd und Hciinbsch den Jnscssen im Rheinthal etwan bar Gelt, ^gleichen auch Korn, Wahren und eßige Spciß auf Wein leihen, und wicwol sie das Korn, Wahren und ^ ^Speiß vil in höchercm Werd anschlagen, dan man sonst dieselbige umb bar Gelt gibt, nemmendt sie ^Summa dem gemachten Anschlag nach alsbaldt den Zinß. darmit der arme Alan übel beschwert wird,
Darumb haben lvir im selben Fahl bester Meinung angesehen, welcher einem Einseßcn einSumma Gelts, Wahren, Korn oder cssigc Spciß gibt, die nit höher anszcjschlagcn, dann die Wahr zuc ^ ^,,iwan crs ußgibt, bar Gelt gölten; so mag einer von derselben, so crs vor Wicnechten außlcicht, in der >u