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5,2,b (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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Hu Absch. «I. S. 817

Verzicht und Bekhandtuus Kilian Kcj>lrinqs.

Landcsarchio Schwyz, Acten Thingcin.

Ist genannter Kilian Keßclring uf obbenanntc Sag güetlichen befragt und craminiret worden, wiedurch welchen ihme geoffenbaret worden, daß man Costenz uf dem eidtgnoßischen Boden belögcrn ivölle.

Bckhcnt, daß er von difem nüzit gwüst; waar sye es, daß man vor einem halben old ganzen Jar g^w ie die Schwedischen der Enden kommen wcrdcnt; ctlich von Zürich und sonderlich Haubtnmnn Ulrich dascst'ß^welcher allzyt by den Schwedischen gwäsen, habent wol von solchen Anschlägen Wüßenschaft getragen, und^ebenmcßig die Herren von Stein; dannc wann cd denselben nit sonderlich lieb und angenemb gwäsen,die Schwedischen der Enden nit durchkommen syn.

Bcrncrs güctlich hierüber befraget, bckhennt, er synes Thcils habe ia auch von discr Schwedischenetwas Wüßenschafft ghcbt, welchem aber er den ordinären Zyttunge» abgenommen, wo aber imc etwadarvon gercdt, müessc es durch Bogt Bärger bcschcchen syn.

Perncrs nach langmüetigcm bequemen Fragen ist er daruf an die Boltcr geschlagen und einTract ufgczogcn worden, doch ohne (stwicht, und ermahnet, solle die Wahrheit sagen.

Bekhennt hierüber, es habe vor Jaren, als man den Altar zu Adorfs ufgericht, vil und mancherlei) ^cursen undcr den evangelischen Religionsgnossen selbiger Enden crhabent, als wann man sy von ^gion trvben wolle, whln inen wegen Ucbung derselben vil Abbruch bcschcchen thüye. Es habe auch nit

der Entschluß vcrmbg Abschcidts vor Jaren, gehaltncr Eonferenz zu Frowcnfcld, Rcligionssachen imbcträfcndc, under den Evangelischen dasclbsten vilcrhand selzamer Reden und Gcdancken verursachet. ^

hie"

Bogt Bürger und er mit einander» ze Red worden, sye Bogt Bärger endtlichcn so wytt in disen

komen und geredt, daß, ivann in solchen Religionsspänen der Landtsfridcn nit möge zu ircm Jntent »D

werden, wvllent sy von Zürich che ein Krieg anfachen und Alles daran sczcn, auch endtlich uf solchesSchweden zu Hilst nemmcn. ^

Bckhennt vcrncr, daß er in disem Weisen von den Herren von Zürich nachcr irer Statt berüefft

welche syncs Berichts (nachdem er uf das Rhathuß dasclbsten beruft) begert, tvas er darsür halte, ^

Eostcnz ynncmmcn ivcrde. Hierauf er inen zu verstakm gäben, daß es, wie er vermeine, nit möglich st)" "

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schickt, von imc zu crfarcn, wie die Länder irer Macht halben beschaffen, wo sy liggcnt, und was ir

wyln zu tvcnig Bolck darvor sye ; er halte aber endtlich darfür, daß man imc inecr darumb nacher

Sy habent auch von imc sonderlich zu wüßcn begert, und innc angeredt, daß er in diser Zytt in ^Thurgöwern an sy begcren wölle, mit Pcrmäldcn, sy inen das Bolckh von Oelckh, und wöllches st' ^pcrschwyl habent, zu ircm Behälf zuschicken wöllent, im Faal ihnen von den Ländercn etwas widerfa'^".^ ^zugesetzt, oder so die Länder ins Thurgöw ziehen wurdcnt; hat dann den Beistand haben söllcn, ^Viacht zusamcnthun und sambtlichcn den Länderen cntgägcn und in Weg stechen wölken. Solchesimc von Bürgermeister Holzhalb von Zürich geredt worden. ^

Befragt, warumben er I'r. Roßleren und Anderer Sachen meer von Crüzlingen nit weg flühe"Wösten, als die Schwedischen schon ins Land gfallen, Antwort: Darumb begäre er die Gnad.Den 26 Octobris 1633 ist er güctlich widerumb examiniert worden.