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5,2,b (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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sammlen und hinweg zufüeren oder sonst dorinit handlcn. Domit aber kein Unordnungen in Neligionssach"'crwachsendt, so sollendt sh nit mehr dann als zwei Monat jedes Jars dorm bleyben. welichc uffgesagte drehso sh hinin gondt, sollendt abgetheilt werden und das ohne ires Haußvolck oder Haußgsindt, und die Edelle»'mögendt uff das Höchst mit sich nemmen zlven Diener, und wann sie in den Fall kommen seindt und an de»Orth, da sh ire Mieter und Geschafften habendi, sollendt sie sich vor dem Dorfmcistcr stellen, damit er e>»Müssen habe der Personen, so im Landt ankommendt und der Zeit irer Ankunfft, und soll inen nit gesta^'werden, aldo mehr zuo verbleichen, dann wie man inen hiezuv gibt; und diewehl sh aldo verblehbcndt, mögend'sh kein Uebung der catholischen römischen Religion zuowider weder heimlich noch öffentlich nit brauchenErgernuß geben, noch Büecher haben, die von der heiligen catholischen römischen Kirchen verbotten sindt. undsh darwiderhandlent, soll man wider sh procedieren nach Lut der Gerechtigkeit.

Zum «siebenten, das; zuo Guotem des allgemeinen Frhdcns, und dieweil in sinnlichen Handlungen alstdie Gwonhcit ist. und gcbürlicher Pflicht, so alle die. die sich dißerleh Geschafften annemmendt, zuo de'»Dienst Gottes und zuo der christenlichen Liebe habendi, wie ouch zuo Ruow des gesagten Thals, also die He»""des sbcrn Grauwcn Pundts und Andere, so diße Vertragspuncten anneminen werdent, irer Excellenz zuo ^fallen vcrheissent, ewigklich zuo verzüechen und vergeben alle vergangne Sachen, weliche sh gncdigklich ing'«"»'und insonderheit verzicchendt ohne einzigen Underscheidt des Zufalls oder Personen, weliches Standts oder 2^'sens sh seigendt, allen Landleüth und Jnwoncrn des Landts Peltlins und Graffschafft Wurmbs und de» '»'genommnen Landen, alle Feler, so sh bis dato begangen habendi, und verheißendt. daß in kein Wis noch ^derselbigen nit sol gedenckt, kein Proceß gemachet, noch in keiner anderen Gestalt procediert werden, so d'ß"Verzihung und Abloß zuowider sein möchte. Und wann Etliche under inen ußert dem Landt Veltlin und d"Graffschafft Wurmbs wohnen wellendt, inögendt sh nach irem Wolgefallcn wideruinb in das Landt PeltlinGraffschafft Wurmbs freh kommen alwegen, wann inen gefalt, und ire Mieter, Jnkommen und Frucht gemißt»uzen und bruchen, als tvann sh in dem Thal oder in der Graffschafft wohnen thettend.

Zum Achten. Man sol den Veltlinern, Wurmbscren und anderen ingenommnen Orten ire gesagte ^tuten, Privilegien, Nechte, Ordnungen und guote Sitte und Bruch, welicheMnen rechtmäßig und billicherzuogehörcndt, halten und uffsechen; es ist beschlossen, das; dicsclbigen in iren Krcfften sollendt verblehben.

Zum Neunten. Und diewhl zuo der Zit, daß die Waffen irer Majestet in das Peltlin kommen I>''^etliche Pesten aldo, wie auch in der Graffschafft Wurmbs und anderen ingenommen Orth erbouwet woede»'desglichen cttliche alte Schlösser sind bevcstiget, etliche Pläz mit Zusüz verwaret, und alldicwil bisharo diederen zwen Pündt sich nit erklärt habendi init dem Oberen Pundt einig zuo ston, so achtet man notwendig i»Sicherheit, Schuz und Schirm des Obren Grauwen Pundts und irer Amptslcüthen und auch zuo meh>^Krafft dißes gegenwärtig Vertrags, daß dicsclbigen Vestenen und Zuosäz verwahret blehbendt uff irerUncosten acht künsftige Jar lang, gerechnet von dem Tag, daß diße gegenwürttigc Vertrags-Artickcl vers'g^'verdenkt, mit allen notwendigen Sachen zuo Schuz und Sicherheit derselben Vestenen und des Volckes! ^sollendt auch nit schuldig sin einzigen Zoll zuo bezalen umb die Monition und Proviant, so zuo Erh'st"^derselbigen Vestenen und Pläzen nothwendig sind, und im sibcnten Jar der gesagten acht Jaren so sollendt

ehrlich Personen von jedtwederm Theil zuosammcn kommen mit vollmechtigem Gwalt beh dem Ehdt, gerecht

ienst "»ie

unpartheyisch zuo erkennen nach Gestaltsamme der Sachen und der Zeit, ob es fürderlich sige zuo Dienst »Sicherheit gesagtes Grauwen Pundts und zuo Erhaltung dißes gegenwürttiges Vertrags, daß man die

tung derselbigen Vestenen uff mehr Zeit verlengercn, oder ob man sh schlissen solle. Und so manthut zu beiden Theilen, das; gesagter Ursachen halben sh all oder theils sollendt geschliffen werden,

will"

erkendt werden, und also Ihre Maiestet verspricht sinnliches uffrecht und redtlich als ein wahrhaffter

sollendt sh abgeworffen und geschlißen werden, nachdem mit gemeinem Rath und Willen behdcr Theylen