Bellenz, Bollen; und Niviera. 1637. 1921
A»ll von Uri, welcher einer Katharina von Flüe von Unterwalden noch iinmer zu großem Acrgernißsenthalt in seinem Hause zu Molla gibt, soll aufgefordert werden, dieselbe aus seinem Hause zu entfer-»e», widrigenfalls man sie aus der drei Orten Gebiet verweisen werde. Ibid. u. Gio. Simon
u von Dangio in Bollenz, der Unholderei angeklagt, beklagt sich, daß er, obgleich er an der Marter seineSchuld erhalten habe, dennoch zu Bezahlung von 25 Kronen Kosten verfällt worden sei. Den Gesandten»»l die Jahrrechnung wird aufgetragen, den Proceß zu untersuchen, und »venu sich darin hinreichende Jn-^ ^ Gefangennehmung finden, so findet man für billig, daß er die Kosten bezahle.' Ibid.
Landvogt in Bollen; wird mehr Pünktlichkeit in Zusendung der verlangten Processe empfoh-lind. r. Die Gesandten sollen das Geld, welches die Landschaft Bollen; der Ursula Trogcr
^ bezahlen hat, vom Landvogt fordern und heimbringen. Berineint jemand besseres Recht darauf zu haben,^ wll er das Recht in den Orten suchen. Ibid. s. i>35. Da trotz dem Beschlüsse vom 9. September^ ^"terthancn der Stadl und Grafschaft Bellenz das Umgeld nicht bezahlt haben, hat Uri dieselben per'dorisch aus diese Conferenz eitieren lassen. Da sie aber ihr Richterscheinen durch vic Kürze der Zeitschuldigen und um einige Tage Aufschub bitten, wird ihnen derselbe gewährt, damit sie ihre angeblichenscheiten vorweisen können. Sollten die Abgeordneten ans nächsten Montag nicht erscheinen, so soll Uridm Läusersboten nach Bellen; schicken mit einem Schreiben, in welchem den Bellenzern ihr Ungehorsamd-len und zu verstehen gegeben wird, daß man am Montag darauf einen definitiven Beschluß fassen^ Absch. 834. u. Dem Martin Lorenz von Molla waren obrigkeitliche Stimmen ertbeilt
>vvrh»., ^
ton . Comniissarius ihm seine Strafe wohl anlegen, der Beklagte aber in die Orte appellieren
Ibi/ ^ bewenden und seht den Commissarius in guter Form davon in Kenntniß.
g/'. ^ Johann Joachim Püntiner, welcher nach Mailand gesandt worden war, um mit dem
ihr/'n^l'rovisiono zu unterhandeln, daß den Unterthanen der Bvgtcien gestattet werden möchte,le/ ^^"dlien von der Seite zu beziehen, von wo sie dieselben auf der Straße von Gravedona nach Bcl-»istberichtet, daß er das Gewünschte erlangt habe, und daß nur noch übrig sei, daß man^Panischen Angestellten an den Grenzen übereinkomme. Püntiner wird seine Bemühung verdankt;^hrc! ^ ^dterwalden wollen unter Ratisicationsvorbehalt ihm auftragen, die Sache noch völlig zu Ende zu»b es'" Abschied genommen. Ibid. o. Da Schwyz sich noch nicht erklärt hat,
»ach seinen dritten Theil bei den Kosten dieser im Rainen der drei Orte zu verbessernden Straße
billi betheiligen wolle, so wird ihm zu verstehen gegebeil, daß es im Falle der Ri.btbetheiligung
»ct// "n der Ruhung des Zolles derselben nicht participicren könne. Ibid. d. Abgcvrd-
»llich ^ ^Iddt und Grafschaft Bellenz weisen ihre Privilegien vor, die sie nach ihrer Ansicht von der Ber-^sel""^ ^ Umgeld zu zahlen, freisprechen; sie bitten, sie dabei verbleiben zu lassen. Räch Prüfung^a»l/" ^ Gesandten der Ansicht, daß die Bellenzcr des Umgelds nicht entlasseil werden können.Abin Obrigkeiten um so sicherer einen Entschluß zu fassen im Stande sind, werden denselben
vorgewiesenen Privilegien mitgetheilt und sie ersucht, aus ihren Archiven alle ans diese'viel/ ^'dstl'chen Briefe und Gewahrsame zlir Hand zu bringen. Wenn Alles erdauert wordeil ist, sollher ^vnferenz ausgeschrieben werden, auf welcher dann ein definitiver Entschluß zu fassen ist; vor-
djg . ^ ^"n die Unterthanen in den Orten nicht angehört werden; auch findet man es nicht nothwen-^lte>, ^ Conferenz Abgeordnete von Bellenz beschieden werden. Ferner sind die Bellenzcr anzu-
die Gesandten, welche dieses Handels wegeil lange Zeit aufgehalten worden waren, für die gehab-