1822 Mainthal.
Vögte von Luggarus und von Alainthal nebst Balthasar Beßler halten um Bestätigung ihres die Alp ^vairola betreffenden Spruches an. Weil aber der Großcanzler vyn Mailand berichtet, daß dieim Namen derer aus dem Eschcnthal ernannt seien, um mit den eidgenössischen Deputierten die Sache ^zutragen, so wird für das Rathsamste erachtet, daß die Gesandten auf der Jahrrechnung ^ LamsAusschuß ernennen, um mit jenen Delegierten die Sache auszutragen. Absch. 1636. m. 21?» lDiejenigen, welche 1644 auf dem Augenschein der streitigen Alp Cravairola gewesen sind, verlange" ^schädigung für ihre ausgelegten Kosten und ihre gehabte Mühe. Die Eschenthaler äußern sich bah"', ^möchte nicht sie dafür in Anspruch nehmen, da es sich dabei nicht um das utile dominium, lemdee"die Oberherrlichkeit handle. Die Gesandten, ohne Instruction, nehmen das Begehren in den A ^Absch. 1696. o. 218. (1647.) Um den schon lange zwischen Spanien und den regierenden Orteilden Streit wegen der Oberherrlichkeit der Alp Cravairola beizulegen, werden die . neuen und die alü" ^Vögte von Luggarus und von Mainthal an den streitigen Ort abgesandt, und es erscheinen daselbst""kölngliche Deputierte. Die Letztern sind blos bevollmächtigt, die in dein Marchinstrumente vonzeichneten Steine nachzusehen und, wo einer oder der andere verblichen wäre, mit den eidgenössisch^^gierten dieselben durch neue zu ersetzen und darüber ein Instrument zu errichten, wenn aber die vo»die Nutzung der Alp verlangen sollten, ihr Legehren blos in den Abschied zu nehmen. Unter ,»
ständen treten die beiderseitigen Delegierten zusammen, um die Schriften und Rechtsame beider ^erdauern. Nachdem dieß auf einläßliche Weise geschehen ist, wird beschlossen, an den Gubernator z" ^land zu schreiben, er möchte künftiges Jahr bevollmächtigte Anwälte an den streitigen Ort schicke",von eidgenössischer Seite Deputierte mit hillreichender Vollmacht erscheinen würden. — Es wird ^ Alizeichniß der Kosten, welche in dieser Sache bereits aufgelaufen sind, dein Abschiede beigelegt ""dund Weise, wie dieselben gedeckt werden sollen, bestimmt-, namentlich solleil die Gefaildten künftig " ^werden, ob nicht die Gemeinde Campo auch einen Theil zu zahlen übernehmen soll. Absch. ^
(1647.) In Betreff des Streites zwischen der Gemeinde Cainpo und den anstoßenden Eschenthaler"der im Alainthal gelegenen Alp - Cravairola ist 1643 von den ennetbirgischen Gesandten nach ^ ^nenem Allgenschein ein Urtheil gefällt werden. Dasselbe wird bestätigt und in Abschrift dem sp"'"'sandten mitgetheilt, damit dem Senat zu Mailand, dem Podesta im Eschenthal u. s. w. der ^Bericht insinuiert werde. Absch. 1133. r. 220. (1648.) Da Graf Casati von dein Magistrate ^land ein Schreiben erhalten hat/ in welchem derselbe sich über dem.1643 wegen, der Alp Crava>r ^gangenen Spruch beschwert, will man sich, um den Streit einmal völlig zu beendigen, nicht weige'-^zvollmächtigte an Ort und Stelle zu schicken, uin zu versuchen,.ohne bedeutende Abänderungzu Befriedigung beider Theile ein Uebereinkommen zu treffen. Der Magistrat zu Mailand antw"er ebenfalls Bevollmächtigte an den streitigen Ort absenden, aber den Streit von 'Neuem erda"^"wolle, ohne den ergangenen Spruch zu berücksichtigen, dessen Ungerechtigkeit den Gesandten zu ' ^ ^ Sl-zustellen Casati den Auftrag habe. Die Gesandten, so weit nicht instruiert, nehmen die Sache wschied. Absch. 1156. a. 221. (1648.) Da der Streit wegeil der Alp Cravairola große ^sacht hat und manche Personen ihr baares Geld ausgelegt haben, wird gut erachtet, daß dumeinde Campo, welche bei dem Streite am meisten interessiert ist, dem Landvogt auf künftige"266 Kronen entrichten soll, welche derselbe unter die Ansprechet nach Proportion zu vertheilen hat222. (1648.) Der spanische Gesandte, Graf Franz Casati, hat wegen der Alp Cravairola eine