1472
Deccmber U>48.
Cvnferenz von Nri, Schwyz und Nidwalden.
Vrltmrct. 11»4ii, :j. Dccembcr.
lLandeAavchiv Nidwalden. Protokoll der Wuchenräthcn, auch Näth und Landleuthen, vom L.Decemler: Bo. iL. t'ol. 195.
„Uff das; unser E. von Schwytz von wegen des; bewüßten stritigcn Scwlißbergcr geschafft uff mordcrigentag ein zuosammenkunfft nacher Brunnen beschrybent, welche min Gn. H. auch besuochen lassen wollen mitdem bevelch, daß man nach luth des; zwyfachcn gesessenen Landrahts Rahtschlag by unseren satz- undobrnungen verbliben wolle und sich alligklichen von dem unserigen nit zuo lassen; jedoch wan unser E. vonSchwytz etwaß fürschlägen wüßent, söllent die abgesanten sy anhören, doch uff hindersichß bringen unsererG . . . Herren und Oberen; und sint zuo Abgesanten ernambset: Herr Landtamman Odermatt, Herr Landt-animan Arnoldt Stultz, Herr Landtamman und Pannerherr Peter Zelger und Herr Landtvogt Johann Mel-chior Leüw." — Ein Abschied hat sich nicht vorgefunden.
Confercnz der V katholischen Orte.
Lncevlt. 1648, 14. December.
StantSarchiv Liiccru. Absch. <w »nno ISi«. Bd.XXXVIIl. tdI.22S.
Gesandte; Lucern. Heinrich Fleckenstein, Nitter, Schultheiß und Pannerherr; Laurenz Meyer,Statthalter und Oberzengherr; Christoph Pfyffer, Statthalter und Stadtvenner; Ludwig Meyer, des Raths.Uri. Sebstian Bilgerin Zweyer von Evcbach, Nitter, Landammann und Landshanptmann, WalthartJmHof, Alt-Landammann; Johann.Karl Püntincr, Landschreiber. Schwyz. Georg Anfdermanr, Alt-Landamman; Wolf Dietrich Neding, Landshanptmann. Unter Wal den. Marquard Jmfeld, Ritter,Landammann, von Obwalden; Bartholomäus Oderinatt, Landammann, von Nidwalden, Zug. BeatZurlanben, Alt-Ammann; Wilhelm Heinrich, Alt-Ammann.
z». Es wird die „Beschwerde, Klage und Prätcnsion, auf welcher der Ueberlingische Cvmmandant wegendes bewußten von den Bregenzischen abgenommenen Marktschiffs unabsetzlich beharrt", zur Sprache gebrachtund berichtet, daß der Cvmmandant zu Bregenz dein Landvogt im Nheinthal anerboten habe, in Folge desnunmehr landkundigen Waffenstillstandes sich mit dem Commandantcn von Ueberliugen in Gütigkeit abzu-finden, daß aber der Letztere damit umgehe, gegenüber dem Prälaten von St. Gallen Arreste anzulegen.Es wird nun für gut erachtet, in einem Schreiben gegen Zürich die Hoffnung auszusprechen, daß mau inFolge des Friedensschlusses, in welchen die Eidgenossenschaft und der Prälat auch eingeschlossen seien, wegendieses überlingischen Schiffes unbehelligt bleiben werde. Sollte der Commandant von Ueberliugen von seinemVerfahren nicht ablassen, so halte man für nothwendig, nochmals an ihn zu schreiben, daß er die vonBregenz ans ihm angebotene freundliche Vergleichung mochte eintreten lassen. Dem Abt von St. Gallenwird Kenntniß davon gegeben. I». Lucern spricht sein Bedauern aus über den noch immer zwischen Uriund Nidwalden bestehenden Streit wegen der Steuer von den seelisbergischen jenseits des Sprcitenbachsgelegenen Gütern, zu dessen Beilegung Schwyz sich bereits in das Mittel gelegt hat, und ersucht die beidenOrte, sich zu; vergleichen. Uri dankt für diese eidgenvssichc Wohlmeinung, bemerkt aber, daß Sachen ein-