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September 1647.
Worten. Den Katholischen soll das Schreiben mitgctheilt und die Uebcrgabc anheimgestellt werden. Dabeihat man die Absicht, die beiden Parteien zu einem gütlichen Vergleich unter sich selbst zu bestimmen, wobeijedoch die Katholischen „sich nicht vertiefen noch sich befahren lassen sollen". — Ans das Schreiben Zürichs,mit welchen: es das der unkatholischcn Bündner vom 22. Juli begleitet, und worin es ersucht, die Katho-lischen daselbst zu einen: Vergleich zu weisen, wird zu antworten sein, man könne für diesen Stand keinbesseres Mittel finden als die Einigkeit und ungestörte Religionsübung. Zürich möchte sich also bei seine»Neligionsgenossen dafür verwenden, daß sie sich zu diesen: Vorschlage bequemen und die beklagten Capucine:'zur Verantwortung kommen lassen. In: klebrigen wolle man mit ihnen gern Alles thun, wodurch derEintracht ausgeholsei: werden könne. Das wirksamste Mittel erblickt mau darin, wenn der Papst sichmit seiner Autorität vernehmen ließe und Geldmittel verschaffte, um die Beueficien ii: den büudnerische»Landen besser zu stellen, auch den Kronen Frankreich und Spanien diesen Stand väterlich empföhle.I». Weil die „gegen Erzherzog Ferdinand Karl entworfene Oeffnung der Stadt Constanz" und die ander»Verhandlungen, wodurch die Neutralität fiir Constanz, Zell, Reichenau und die arlenbergischen Herrschafte»gewönne:: werden soll, keinen Fortgang gewinnen und auf de»: Bodensee der freie Handel und Wandelfortwährend gehindert ist, so wird vorgeschlagen, in: Rainen gesammter Eidgenossenschaft eine zwiefache Ge-sandtschaft an den Erzherzog zu schicken, um sich über seine Absichten zu erkundigen. Die Gesandten vonUnterwalden und Zug, soweit nicht instruiert, werden ersucht, die Meinung ihrer Obrigkeiten hierüber be-förderlich Luceru mitzuthcilen. Dieses soll sich bei Zürich erkundigen, ob es und die übrigen Orte, wieverlaute, in gleichen: Vorhaben begriffen seien. Den Orten wird vorbehalten, „die Handlung erst nach Rati-fication der Obrigkeiten zuzugeben". Uebrigens ist man einhellig der Ansicht, dieser steten Besorgniß undGefahr nicht ausgesetzt bleiben zu wollen. Man wird auch darüber zu Nathe gehen, was für ein Entschluß»zu Gunsten der Stadt Lindau zu fassen sein möchte, v. Auf das Schreiben, welches die Schiedorte wegender noch schwebenden thurgauischen Streitigkeit jüngst von Baden aus haben ergehen lassen, soll in ähnliche»!Sinn, wie letztes Jahr, geantwortet werden. Wenn die Antwort darauf länger ausbleibt oder mißbeliebigausfällt, so könnte der Landvogt angewiesen werden, die ausgefällten Erkanntniße zu exequieren und dieBuße von den Uttwyleru einzuziehen und den Altar zu Lustorf zu setzen. Es wird auch für passend erachtet,Bern durch eine Gesandtschaft über dieses Geschäft gründlichen Bericht zu geben und ihn: vorzustellen, wieungütlich Zürich gegen die fünf Orte procediere. «K. Was wegen des schlechten Tractainentes des in: Her-zogthum Mailand dienenden Regimentes, sowie wegen der vielfältigen Forderungen der Obrigkeiten undParticulareu und der Ausstände auf letzter Jahrrechnung beschlossen worden ist, wird bestätigt. OberstCrivelli soll hievon benachrichtigt und beauftragt werden, alles Nothwendige dein Gubernator und denander:: königlichen Ministern vorzustellen und sich für wirkliche Befriedigung der Forderungen zu beinühen.Ist dicß ohne Erfolg, so soll er gegen alle Kosten und Nachtheile, welche den: König daraus entstehen könn-ten, protestieren. Alsdann soll aus des Regimentes Ansuchen und Kosten die projectierte Abordnung statt-finde::. Sollte auch diese nichts ausrichten, so wird es nothwendig sein, die Protestation zu wiederholenund zu sehen, „wie der Urlaub bestellt werden könne". Was alsdann weiter zu thun sein wird, darüberwerden die Obrigkeiten zu berathen haben, aber die Bestimmüng treffen, daß, wenn das Kriegsvolk denDienst verläßt, keiner der Hauptlente, die Freisahnen inbegriffen, sich gelüsten lassen dürfe, weitere Diensteanzubieten oder das Volk zu behalten, sondern ein jeder soll das seinige nach Hause führen. Es wird auchfür rathsam erachtet, vor Absendung der Gesandten an den König selbst zu schreiben und den Ambassador