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Mai 1646.
Hausen. Johann Jakob Zicglcr, Bürgermeister; Matthäus Schalet), Statthalter. St. Gallen. Gcoli!Spindler, Seckelmeister. Mülhausen, vr. Johann Lukas Smielecius, Seckelmeister. Biel. Nikla^Wyttenbach, Burgermeister.
Glarns und Appeilzell-Alißerrhoden entschuldigen ihr Ausbleiben mit der in diese Zeit fallen^Regimentsbesetzung; die Büudner entschuldigen sich ebenfalls schriftlich, bitten aber, ihr Interesse auch wahzunehmen. I». Es wird ein Schreiben des französischen Ambassadvrs Caumartin verlesen, in welchem ^selbe sich vernehmen läßt, es sei, wie er vernommen habe, in den Orten beider Religionen die Frage h'cutiert worden, ob man, um in den Frieden eingeschlossen zu werden, Gesandte nach Münster und Os>^'brück senden wolle, und man habe es nicht nothwendig gefunden, weil der König von FrankreichFolge des Bündnisses schon die Verpflichtung habe, die Eidgenossenschaft einschließen zu lassen. Er bit^die Gesandten sich seiner Sorge anzuvertrauen und versichert, daß der französische BevollmächtigtMünster und Osnabrück die Rechte der Verbündeten Frankreichs zu wahren Nüssen werde. — Im Verladder Discnssion äußern zwar einige Gesandte Bedenken, Abgeordnete zu schicken, weil Caumartin lichsehe, wenn die Abordnung unterbliebe und ihm die Sache übergeben würde; andere sehen aber doch ^Nothwendigkeit der Abordnung ein; namentlich machen Basel und Mülhausen darauf aufmerksam, daß ^ihnen wegen der geistlichen Güter und Gefälle, der Exemtion vom Reiche und dergleichen sehr daran chgen sei, unter was für Bedingungen die benachbarten Orte durch den Traetat zu Münster in diese ohjene Hand kommen, und ob Basel und Schaffhausen immer wieder unter die Kammergerichte, Mülhalhunter die Landvogtei Hagenau gezogen werde solle. Durch eine solche Abordnung könnte, wenn etwas dtRegalien, Privilegien, Nechtsamen, geistlichen und leiblichen Freiheiten des einen oder andern evangelischOrtes Nachtheiliges sollte verhandelt werden, dagegen protestiert werden. Daher wird die Absenseiner Person in der evangelischen Orte Rainen für gut und thunlich befunden, auch wenn, wie hie lind ^verlaute, der Friede bereits geschlosseil sein sollte; denn dadurch würde mau doch bei der Nachkoulineiischentschuldigt sein. Um bei dein französischen Ambassador Empfindlichkeit und Ungunst, bei den katholisch'Orten „Eifer" und Widerwillen zu vermeiden, wird für nothwendig erachtet einerseits, daß die Gesandtvoil Bern und Basel aus ihrer Heimreise Caumartin besuchen, ihm die Beweggründe auseinandersetztwelche man für die Abordnung habe, und ihm die Sache empfehlen; andererseits, daß man die katholischOrte von dem Beschlüsse in Keuntniß setze. Zugleich soll auch durch Caumartin die Sache der königlichMajestät empfohlen werdeil. Als Abgesandte nach Münster lind Osnabrück werdeil, weil Basel und SchhHausen am meisteil Beschwerden haben, vorgeschlagen Beruhard Brand, Oberstzunftmeister von Basel, hHans Jakob Ziegler, Burgermeister von Schaffhausen, welchen Hans Kaspar Hirzel, Unter-Stadtschhhals Mitgesaudter und Schreiber beizugeben sei. Diese Personen sollen den 30. Mai sich zu Basel hfinden, um von da über Wesel nach Münster und Osnabrück abzureisen. Sie sollen mit Empfehllwhschreiben in der evangelischen Orte Namen versehen werden, particulariter an den Herzog von Longiihhauf allgemeinere Weise an die Bevollmächtigteil des Kaisers, der Krone von Schweden, Oesterreichs/ hChurfürsteu zu Brandenburg, des Landgrafen zu Hessen und der Generalstaaten. Alls der Durchreise fth'die Abgeordneten auch noch zu Breisach Empfehlungsschreiben von Generalmajor von Erlach sich lh^'lassen. Nebeil der allgemeinen Instruction und dem offenen von Zürich ausgestellteil Paßbrief wird »ojedes Ort ihnen eine besondere, seine Interessen betreffende Instruction mitgeben. Die Vertheiluug der Kosttkönnte also festgesetzt werden, daß Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen und St. Gallen von sechs gleichen Thh'