September 1644.
1329
1G-A4.
Conferenz der V katholischen Orte.
Lnccrn. 12. und 13. September.
SwiUSarchw L»ccr». Äbsch.livminoieil. Bd.XXXIV. kol.212.
Gesandte: Lucern. Heinrich Fleckenstciu, Ritter, Schultheiß und Pannerherr; Jost Bircher, Ritter.^-Schultheiß und Stadthanptmann; Johann Jakob Svnnenberg, Ritter; Lndwig Meyer. Uri. KarlManuel von Noll, Ritter, Landammanu und Pannerherr; Johann Heinrich Zum Brunneu, Ritter, Alt-^ldauunann und Landshauptinann. Schwyz. Sebajtian Abybcrg, Landaiumann; Johann Jakob Jmlig,^ Paths. Unter walden. Sebastian Wirtz, Laudamrnanu und Pannerherr, wu Obwalden; Bartho-°»>äus Odermatt, Landaiumann, von Ridwalden. Z u g. Karl Wolfgang Wikart, Statthalter; Beat Jakob^igcr, des Raths.
^ Nach Verlesung der beiden letzten Schreiben von Zürich und eines Schreibens vom Landvogt desLegans, Hans Jakob Füeßli, an Luceru finden die Gesandten, daß Zürich seine Ansprüche und Forde-^"geu immer mehr steigere, indem es neuerdings einen Mitprotokollisten in Neligions- und Standessachcnden gemeinsamen Tagen verlange, Theilnahme an den Landschreibereieu und Beamtungen begehre,""b Tag (iL. October) und Malstatt bestimme, um andere die gemeinen Herrschaften betreffende Angele-rnten, welche es Neligiousbeschwerden nenne, zu behandeln, und beifüge, daß es, wenn mau wiederum"kschub verlangen sollte, bei den uninteressierten Orten sich beschweren und rechtlichen Austrag verlangensN Aus dem zweiten Schreiben Zürichs ersieht mau, wie sehr dasselbe seineu Landvogt Füeßli in Schutzr^ut, und daß dieser, darauf sich stützend, den Herren und Obern genug gethan zu haben vermeint. Wasbeiden Forderungen Zürichs betrifft, so wird in Beziehung auf die erste darauf hingewiesen, daß schon^ Zähren Zürich dieses Begehren rund abgeschlagen worden sei; was hingegen die verlangte Conferenz.^ifft, so ist Uri geneigt, dieselbe zu besuchen, um die Beschwerden anzuhören und dadurch, daß man sichGlider nähere, endlich Stühe zu bekommen. Den Gesandten der vier andern One lassen ihre Jnstruc-^>eu uicht zu, beizustimmen; sie stellen es ihren Herren und Obern auheim; diese aber seien von der"Hweudigkeit einer Conferenz, auf welche Zürich so nachdrücklich dringe, uicht überzeugt, und wollten sieals möglich hinhalten oder doch wenigstens die Malstatt an einen Ort gelegt wissen, wohin man° Parteien leicht und ohne große Kosten bescheiden könne. Die Gesandten der vier Orte beschließen einReiben in diesem Sinne an Zürich zu erlassen, und ersuchen Uri, sich anzuschließen. Dadurch glaubtZeit zu gewinnen, die Gegeubeschwerden zu formulieren und sich auf die Verthcidigung vorzubereiten," welchem Zwecke noch eine Zusammenkunft für nvthwendig erachtet wird. Den Landschreibern der Vvg-Thurgnu, Rheinthal und Baden wird befohlen, so bald als möglich alles das, was Zürich könnte'^gcugehalten werden, schriftlich aufzuzeichnen und an die Canzlei Lueern zu schicken. 1». Um mit Zürichi"'' zu gelangen, wird von einer Seite als Mittel die Theilnng derjenigen Vogteien vorgeschlagen,Alchen Religionen geübt werden, und dieser Vorschlag „memorialsweisc" in den Abschied genvm-v, «I. (S. u. Thurgau.) v. An Wallis wird das von. Lucern concipierte Schreiben abgeschickt,^"halt nicht angegeben.) t. Aus etlichen verrraulich eingelangten Berichten ersieht man, wie gefährlich^ "'it der katholischen Religion und den derselben Zugcthanen in den Bünden stehe, da die UnkatholischenNeuem ungescheut sich allerhand Gewältthätigkeitcn erlauben. Hätten die Obrigkeiten davon Kenntnis;
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