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Juli 1644.
Verhandlungen der katholischen Orte.i»l». (S. n. Thurgan.) ««». sIX katholische Orte.) Der kaiserliche Agent Sebastian ^gerin Zweher von Evebach, Obervogt zu Kaiserstuhl, versichert die katholischen Orte des besonder» ^trauens des Kaisers, hält einen Vortrag ähnlichen Inhalts, wie vor der gemeinsamen Sitznng nnd f>>^einem besondern Schreiben noch bei, die katholischen Orte möchten sich die in den Bänden kundgebe»^Unruhen angelegeil sein lassen, durch welche sowohl die Eidgenossenschaft als die benachbarten osterreichis^Erblande in viele Ungelegenheitcn kommen könnten. Durch einen Ausschuß wird dem Agenten geaiünn'^nnd auch an den Kaiser geschrieben, daß man die Erbeinigung treulich halten und nichts verabsä»^werde, die Unruhen in den Bünden beizulegen, s VII mit Mailand verbündete Orte.) Der spa»ii^
Ambassador Casati beklagt sich darüber, daß eidgenössisches in französischen Diensten stehendes Kriegswiederum in die spanischeil Erblande eingefallen sei, lind der Gubernator von Mailand, MarkgrasVelada, beschwert sich über die von den ausgerissenen eidgenössischen Soldateil begangenen Excesse und ^langt deren Bestrafung. Dem Markgrafen spricht man in einem Antwortschreiben die Bereitwilligkeitdie Fehlbaren zu strafen, verhehlt sich aber auch nicht, daß die Soldaten gegen die Capitnlation, ^Bündniß und die Uebereinkunft, welche Karl Emannel von Noll und Johann Jmfeld im Januar 1l>4l 5schlössen hätten (dieselbe liegt beim Abschied), schlecht behandelt würden, und daß, wenn die Behaut^nicht der Capitnlation und dieser Uebereinkunft gemäß eingerichtet werde, die Herren und ObernKlagbaren von solchen Klagen zu helfen sich in andern Wegen entschließen müßten." In ähnlicheinspricht man sich durch einen Ausschuß gegen Casati aus Dem Oberst Püntiuer wird geschrieben, ^alles Ernstes darauf dringeil, daß die Capitnlation und die unlängst errichteten Tractate gehalten ^den. «Zay. (VI mit Savoyen verbündete Orte.) Der Hauptmanil der eidgenössischen Leibgarde bck^sich, daß man, wenn er die Garde gegen die Eingriffe in ihre Befreiung in Schlitz nehmen wolle, ilpn ^werfe, er habe dazu keinen Befehl. Er bittet daher um einen obrigkeitlichen Befehlsschein. Dieserihm, jedoch in allgemeinen Ausdrücken, gegeben, zugleich aber ihm bedeutet, er möchte mit der " ^möglichsteil Bescheidenheit Gebrauch davon wachen, rr. (S. u. Nhcinthal.) «8. (S. u. TlM^.
sVII katholische Drte nebst Glarus lind Appenzell-Jnnerrhoden.) Es wird ein Schreiben voinzu Chur, von Landrichter und Deputierten der Katholischen in den Bünde» verlesen, in welchem ^über das Verfahren der Unkatholischen nachdrücklich beklagen und erklären, daß, wenn ihnen nicht »ul 'l- ^an die Hand gegangen werde, sie sicherlich unterdrückt würden, wie denn den Katholischen zu Zizers, ^liud Triminis so sehr zugesetzt werde, daß sie anfangeil „das Herz falleil zu lassen"; daß die UnkathnlW^die Capuciner nicht nur nicht in das untere Engadin einziehen lassen, sondern auch die andernLande zu jagen entschlossen seien. Es wird geantwortet, der Abschied, der bei Anwesenheit der Gesandten i"errichtet worden sei, werde von den Gesandten nicht angenommen und den in Folge dieses Abschi^" ^breiteteil Gerüchten werde bald widersprochen werden. Es werden der Bischof und die Deputiertendie Katholischen zu eriunthigen mit der Versicherung, daß man nichts verabsäumen werde, waS ZU ^Unterstützung dienen könne. R»u. (S. n. Thurgan.) w. (S. u. Baden.) Die Gesa»^^
von Freibnrg ersucht im Namen ibrer Jesuiten Schwhz und Zug, dieselben möchten, wieUnterwalden nnd Solvthurn bereits gethan oder zu thun versprochen hätten, an die Erneuerung der ^einen Hagel zerschlageneil Wappen und Fenster in der Jesnitenkirche einen Beitrag geben. Das Amwird in den Abschied genommen.