1306 Januar 1644.
Demnach aber die Landtammanschaft Davos von einicher andern Herrschafft nit depcndirt, sodiesere Pundts-Landtainmanschafft auch in andern Hochgrichten von keinem im Ambt wesenden solcheAmman oder Landtamman, Richter oder Vogt, wellicher einicher anderer Herrschafft, gcist- oder weltlicheniemandts ußgenommcn, oder derselben Beambten mit sonderbahrcn Diensten und Special -EydtspfliW'zugethan were, obc die Wahl einen betreffen thete, nit mögeil angetretten oder bedienet, noch einfür einen Pundts-Landtamman erkennet werden, der sich nicht zuvor selbiger Amman- oder Landtam»'^schafft, Richter oder Vogtstell, auch deß darzu geleisteten Eydts genzlichen entsage und begebe, undgineinen Puudt') zu der Landtammanschafft den Ehdt, zu Handthabung gmeinen Pundts uud deßlaiidts Frey- und Gerechtigkeiten in allen Dingen, und was gedachtem Pundt noch wyters nothwcndigbedunken wird, geschworen habe, by wellichem Eyd dann er eiiizig und allein verbunden syn solle, und ^sonstcn auch by dieser Entsagiing und Begebuiig zu allen künfftigen Zyten, ohnvercnderlich zu verbüßhaben solle. Und einen glychen Verstand solle es auch haben in Erwchlung deß Landschrybcrs und Lc»^'Wehdels.
Hiermit aber, und uf daß die Wahl auch von freyer, lediger nud soviel müglich ohiigebuiidenerzugange, so verstehet es sich, daß die ehrsamen Rath und Gmeinden auch keine solche im Ambt weß'^Amman oder Landtamman, Nichter oder Bögt zu diesen Bottcu nit mögen verordnen, die verordnete ^ten aber die Wahl, so viel müglich, jederzeit uf die hierzu thugenlichste den Gerichten und gesambtenloblichen Pündten anstendig- und uüzlichsten Persohnen ohne Passion und Practicken, sonderii mit Ernst ^in der Forcht Gottes, auch wie in andern wvlbestellten Regiinentern üblich by geschwornen Eydcn vcruteil thuent. ,
Die Zeit und Ortr der Erwehlung betreffende, solle dieselbig uf Davos uf Mitten Aprilen bcsäl^aldo man den Abgeordileten alle pimdtsgnvßische Ehr und Treuw in allwegcn widerfahren lassen undwider weder mit Worten, noch Wercken handlen solle.
Umb daß aber durch die jährliche Abenderungen von Hochgricht zu Hochgricht der Laildtschryd^gcmeiiiem Pundt nit wol gedienct syn wnrde, so solle, wenii die Pundts-Landtammauschafft dem Umbg^^ilach uf die Landtschafft Davos koinpt, sy sich auch selbigen ihres Landtschrybers bedienen in gemein^Nameii, die übrigen Jahr aher zu den Abgeordneten gesambten Pundts stehen, sich auch deß LandtschOM'uf Davos zu bedienen, oder aber einen andern zu erwehlcn, ohne daß man an gewüsse Zyt, Ortt nHochgricht gebunden syii solle.
Den Landtweibel deß Puiidts betreffende, soll derselbig allwegen uß dem Hochgricht, do der Pu" ^Laiidtammaii genommen wird, anch, wie geinelt, erwehlt und beide der Landtamman und LandtwcV ^umb Vermydung willen küiiftiger Strytigkeiten von selbigem ihren Hochgricht selbs daßelbig Jahr in ^Ulikosten verlegt werden, do man es wegen der albereit von den Grichten erWelten Landtschrybers n>Landtweibels für das künftige Jahr, glych wie hievor deßelbigen Landtammail halber vermeldet word'"'auch vcrblybcil laßet. Im klebrigen aber, llnd ivyl iin Pundt die Landtschrybcrci alif denzu richten nit gut befunden worven, wird es billich syn, daß solcher auch von dem gmeinen Pundtsoldct werde.
Belangende das Archivum oder gemeine deß Pundts Schrieften, wyl daßelbig uf Davos bißhar gtseu, last man es aldort wytcr verblyben; und darnüt aber jedes der Hochgrichten darumben gcbührrWllssenschaft haben und dessen uf alle Begebenheiten sich bedienen mögen, sol dein Begehrenden ein or