September 1643. 1289
Nach gegenseitiger Begrüßung wird der Bund von 4475 mit den Erläuterungen von 1500 und 1501"G denen des laufenden Jahres verlesen und dann einerseits von Schultheiß, Rath und Bürgern, ander-es von den Gesandten aus Wallis beschworen und darüber eine Urkunde ausgestellt. Die Gesandten vonWallis sind instruiert auf diesem Tage Folgendes vorzubringen: Seit der Errichtung des Vnndcs seien'«chrerc Erläuterungen durch gemachte Tractatc beschlossen worden, welche bei den BundeserneuerungenNiemals vorgelesen würden so daß sie nur Wenigen bekannt seien; Wallis wünsche, daß dieselben deinBl.ndc inseriert werden Es wird ein Project vorgelegt. (Dasselbe findet sich im Staatsarchiv Bern. WallisBücher ^ Nr 2 S 233 ff) Beide Parteien nehmen es aä roksrsnäum. (Im Jahr 1644 wurde aufConferenz auf "der über Märchen, Wcidgang, Trattcngcld, Zölle n. A. zwischen Bern und WallisN bis 26 October verhandelt wurde, von Bern ein Project cine-Z neuen Bundcsinstrumcnts vorge-ht und von Wallis in den Abschied genommen. Beide Stände blieben über mehrere Pnnktc uneinig.S. 247—287.s>
Conferenz der VII katholischen Orte.
Lucern. 1V43, 7. und !!. September.
Staatsarchiv L»ccr». Arsch. <>e »nno tK4Z. Bd. xxxm. t»1.20z.
Gesandte: Luccrn. Jost Bircher, Ritter, Schultheiß und Stadthauptmanu; Heinrich Fleckenstein,Statthalter und Panncrherr; Johann An der Allmend, Bauherr; Ludwig Meyer, Kvrnhausmeister,^ des Raths. U r i. Karl Emanuel von Noll, Ritter, Landammann und Panncrherr; Johann HeinrichBrunnen, Ritter, Alt-Landammann und Landshauptmann; Heinrich Püntiner, des Raths. Schwyz.^)a>M Sebastian Abybcrg, Landanunann; Michael Schorno, Statthalter; Johann Kaspar Ceberg, Ritter,^Statthalter. Unterw alden. Wolfgang Stvckmann, Ritter, Landammann, von Obwalden; ArnoldLandammann, von Nidwalden. Z ll g. Beat Zurlaubcn, Ammann; Wilhelm Heinrich, Alt-Freibnrg. Peter Hcinrichcr, Scckelmeister. Solothurn. Manch Wagner, Seckcl-
"'eister.
. Bei der Bcrathiing tiber die Beschwörimg des Bundes mit Wallis stellt es sich Heralls, daß Luccrn!!' ^'0u Schreiben Wallis zur Vornahme dieses Actes eingeladen, Wallis aber dieselbe abgelehnt habe,^ berufend auf die Abschiede der Solennisationen von 1634 und 1637, bei welchen Wallis darum angc-^u habe, daß künftig die Reciprocation statt alle zehn Jahre alle zwanzig Jahre von ihn, möchte gefor-werden, also, daß wenn der Bund an einem Ort erneuert worden sei, es erst nach zehn folgenden^hrc„ schädig sei,, solle, die Gegenpflicht zu erstatten. Es wird an Wallis ein Antwortschreiben erlassen^ Inhalts, daß man die Solennisation auf künftiges Jahr verschieben wolle. Neber das früher von^llis gestellte Begehren wird einstweilen nicht eingetreten, hingegen soll bei nächster Gelegenheit darüberbandest werden, k. Ein Schreiben des Bischofs zu Chur und der katholischen Beamteten in den III""den, eines des Nuntins und ein drittes der Erzherzogin Claudia geben Kenntniß von den Bedrängnissen,elchen die Katholischen in den III Blinden ausgesetzt seien. In letzter», theilt dieselbe mit, daß sie Abge-^'wtc abgeschickt habe, um zur Ruhe zu mahnen, daß dieselben aber berichtet Hütten, die Chnrcr wollten
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