1248
Juli 1642.
Eidgenossenschaft sümmtlichen Orten dedicicrt und jedem Ort ein Exemplar verehrt. Man erkennt ih>»der Obrigkeiten Namen von jedem Ort 8 Kronen als Verehrung zu. Glarus hat ihm bereits eine best'"'dere Verehrung zugeschickt, Zug und Appenzell-Außcrrhvden haben ihm nichts geben, auch das Buchder Fehler, so er in der Beschreibung ihrer Orte begangen, nicht annehmen wollen. 8. (S. u. Thm'g^'
Ein außerordentlicher Ambassador der Herzogin - Negentin von Savohen, Valerius, Graf zuübergibt ein Schreiben derselben und berichtet alsdann, was sich die Zeit her in ihren Staaten zngctt^habe, daß mit den Prinzen, ihren Schwägern, Friede gemacht und zwischen dem „Fürsten Cardinale"der Princessin, ihrer Tochter, eine Heirath beschlossen sei. Die Orte möchten für das Haus Savoye» ^alte Affection bewahren und dasselbe nöthigen Falls wider die Ruhestörer vertheidigen. Die Herzogingleichfalls bei ihrer freundschaftlichen Gesinnung für die Eidgenossenschaft beharren und in derselben ilst^Sohn erziehen. — Man läßt durch einen Ausschuß danken, zu der Heircuh und dem gemachtengratulieren und alle gute Affection anbieten. In demselben Sinne wird an die Herzogin selbst einwvrtschreibcn erlassen, u. Die Gebrüder Giulio, Pedro, Giacomo und Antonio Gurinetti in Livine»dem Zollhaus bitten um Schild und Fenster in ihr neucrbautcs Wirthshaus. Ihr Ansuchen wird in ^Abschied genommen, x. (S. u. Lanks.) ^. 1. Etliche sanctgallische Kaufleute, welche nach Piemontbeschweren sich wegen großer Geldforderungcn, die sie daselbst haben, dergleichen, daß ihnen ^Religion geboten worden sei, Piemont zu verlassen, und daß zu dem Abzug nur wenige Tageworden seien. Es wird ihnen an die Herzogin-Regentin ein Fürschreibcn ertheilt. 2. Ferner wird awhmerkt, daß vielen eidgenössischen Kaufleuten zu Mailand von der Inquisition ebenfalls nur weniges-zum Aufenthalt und zur Besorgung ihrer Geschäfte vergönnt werden. Der spanische Ambassador ^ ^wird deßhalb in einem Schreiben ersucht, zu einer leidlichen Abhülfe zu verHelsen, x —8«. (S-betreffenden Vogteien.) Die Gesandten von Lucern, Schwhz und Glarus erklären als Schirmorte de-'^teshauses St. Gallen, daß der Prälat desselben nicht gestatten könne, daß Zürich auf dessen Zu Sta>n>u^und anderwärts im Zürichgebiet gelegenen Gefälle und Einkommen eine jährliche Geldsteuer lege, da ^Güter zu des Hauses Dotation gehören und von Alters her demselben incorporiertc. nicht erst ucm^'kaufte Güter seien und St. Gallen im eidgenössischen Bund „ein Stand sowohl, als ein Ort und dender Eidgenossenschaft Leib und Gut darzusetzcn verpflichtet sei." Die Gesandten ersuchen Zürich von ^ ^Neuerung abzustehen oder, wenn das nicht erhältlich sein sollte, dem Prälaten „in das Rechtgeben" und bis Austrag der Sache mit der Executivn innezuhalten. Die zürcherische Gesandtschaft ist ^ohne Instruction, bemerkt aber, daß jene Besteuerung keine Neuerung sei, sondern kraft hoherstatt finde und nur wieder aufgefrischt worden sei; vermöge derselben seien Alle, Burger undwelche in ihrem Gebiete Güter besitzen, gleich gehalten. Uebrigcns habe niemand Zürich für die mJurisdiction liegenden Dinge das Recht zu bieten. — Die Sache wird in den Abschied genommen-
Verhandlungen der katholischen Orte.
T»i». sVII katholische Orte.j Auf das von dem Bischof von Basel eingekommene Schreiben,die Drangsale des Bisthums schildert, wird, nachdem mau die Antwort des Ambassadors (s- Lit- ^wartet hat, dem Bischof geantwortet, daß man nichts verabsäumen werde, ihm nach bestem ..^i»helfen, w. sDie sechs mit Savohen verbündeten Orte.j Der außerordentliche Ambassador derund Rcgentin von Savohen, Valerius von Manta, präsentiert ein Credenzschrcibcn der Herzogin und Idie Erneuerung des Bündnisses vor, wenn der junge Herzog der Vormundschaft entlassen sein werde-