Druckschrift 
5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
Seite
1244
Einzelbild herunterladen
 

1244

Juli 1642.

Alt-Landammann, von Obwalden; Johann Walthart Lussi, Landammann und Pannerhorr, von Nidw^Zug. Peter Trinkler, Jakob Andermatt, beide des Raths. Glarus. Johann Heinrich Elmer, ^ammann; Kaspar Kücchli, Statthalter. Basel. Johann Rudolf Wcttstein, Obcrstzunftmcister; BeruhtBrand, des Raths. Freiburg. Peter Heinricher, Seckelmeister; Niklaus Meyer, des Raths.thurn. Johann Schwaller, Venncr; Manriz Wagner, Seckelmeister und Bauherr. Schaffhaui^Johann Jakob Ziegler. Obherr; Eberhard Jmthurn, Pannerherr. Appenzell. Jakob Wiser, ^ammaun, von Jnnerrhvden; Johan^l Zcllwcger, Landammann, von Außerrhoden.

!». Eidgenössische Begrüßung. Wegen der Unordnung im Münzwesen wird beschlossen, daß ^ .dem letztes Jahr gemachten Abschied verbleiben solle. Auf Gutheißen der Obrigkeiten wird ferner besaUsen, das Markten um Species des einen oder andern Geldes wegeil vieler daraus erfolgenden Unge^'heiteu zu verbieten. DieMärkte" sollen um Kronen, Gulden oder Batzen geschehen. Die Gesandten ctb ^Orte entschuldigen sich mit Mangel an Instruction. Es wird auch hervorgehoben, daß die geringen Ber»^batzen in großer Menge vorhanden seien, von denen vcrmuthlich nicht alle zu Bern geschlagen, sondern cvon anderswoher betrügerischer Weise vermehrt worden seien, weßhalb man zum mindesten darauf dc"^sollte, daß sie ferner nicht vermehrt würden. Bern will nichts davon in den Abschied nehmen, weil esFreiburg und Solothurn des Geldes halber ein besonderes Uebereinkvmmcn habe. ß». Der franzeU' ^Ambassador Caumartin eröffnet in einem Vortrage, der König habe trotz den großen Necessitäten ß'"Reiches innerhalb eines Jahres zwei Pensionen auszahlen lassen, ohne das andere Geld, das in dienossenschast gebracht worden sei. Gegenwärtig gehe man damit um, eine dritte Pension aufzubringen ^in allen übrigen Sachen Befriedigung zu verschaffen. Aus den Wunsch der Orte habe der Königsechsnionatlichen Waffenstillstand, den er nachher auf acht Monate ausgedehnt habe, für Burgund l>M ^der sei aber seit der Ratification von den Burgundern gebrochen worden. Der König wünsche deß)daß die Burgunder zur Satisfaction angehalten werden; übrigens versichere er die Orte seines bc)>liehen guten Willens. «. Johann d'Acoste, Surintendant der Salzpfanne zu Salins, läßt sich »achgäbe eines Credcnzschreibens von dem Gubernator Burgunds also vernehmen: Weil die Vollmacht ^Königs van Spanien in begehrter Form vorhanden sei, so möchten die Orte nichts unterlassen,Wiederaufrichtung der burgundischen Neutralität zu Stande zu bringen. Er habe Befehl, das Erbeinig^'^geld zu erlegen. Gestern Abend habe ein Courier ein Schreiben überbracht, welches berichte, ^Franzosen allen Verträgen zuwider den unmenschlichen Krieg fortsetzen. Er übergebe davon zu ^ ,rendcnl Nachdenken eine verdeutschte Abschrift. «I. Man läßt durch einen Ausschuß demAmbassador den geneigten Willen des Königs verdanken und alsdann eröffnen, der Waffenstillstand ^ ^dem Dafürhalten der Orte nicht mit den erforderlichen Formalitäten beiderseits angekündigt und de ^nicht, wie man gehofft habe, verwirklicht worden. Weil von dein König von Spanien nunmehr ßuu'eu ^Vollmacht eingelaugt sei, so bitte man nochmals, zu dem gewünschten Werke Hand zu bieten.bassador antwortet^ obgleich Herr d'Acoste mündlich und die Stadt Solothurn in gemeiner Orte ^schriftlich den Waffenstillstand den Burgundern notificiert habe, hätten diese und insbesondere der ^Scey dessenungeachtet den Waffenstillstand gebrochen. Bevor hiefür Genugthuung geschehe, könnetern Tractateu keine Rede sein. Der König von Spanien habe auf die mehrmaligen Schreiben dernossen nie geantwortet, sondern nur den mit ihm verbündeten Orten, aber so kalt, daß man weder 4Nein daraus schließen könne. Der König von Spanien begehre die Neutralität nicht, da niemand »u