12schäftiget wird: so gibt es häufige, zum Nach-theile des Staates müssige, zu nichts läugendeHände. Die Ereignisse des Landes werden als-dann nicht so bearbeitet, wie sie bearbeitet wer-den sollten. Die Erde selbst wird dann nicht sobenutzet, wie sie sollte, und das Gewerb ge-deihet dann nicht zu dem Grade, zu welchemes gedeihen sollte. So lange der Arme nichtbeschäftiget wird, bleibt ihm nichts übrig,als das Bettlen, und er gewöhnt sich daran,und es gefällt ihm wohl, und er gewinntdiesen Zustand lieb, weil es weniger beschwer-lich ist, als die Arbeit, und er reitzet auchAndere durch ſein Beyſpiel zum Müſſiggange,und zu allen den unglücklichen Folgen, welcheaus dieser Quelle des Staatsverderbnissesentstehen müssen. Alle diese, welche demMüssiggange fröhnen, und bey demselben ver-möge des freyen Bettlens ihren Unterhaltſuchen, vergeſſen hiemit, was ſie dem Staateals Mitbürger schuldig sind; vergessen, wieſie ſich beſtreben muͤſten, als würdige Gliederihrem Nebenmenschen in der Stadt zu die-nen, und sich die nöthigen Kenntnisse zu er-werben, um ihrem Nachbarn nützlich werdenzu können. — Noch mehr. Um sich bey ih-rem gemächlichen Bettel zu erhalten, denkenund sinnen diese noch kräftevollen Müssigen
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Fünf Predigten zur Empfehlung der neu errichteten allgemeinen Armen-Versorgungsanstalt
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