August und September 1641. / 1213
"icht aussetzen, v. Waldvogt von Schönau bittet um eine Autwort auf die Schreiben des Kaisers undNeiclMcrsammlung zu Negensburg. t. Der französische Ambassadvr zeigt an, daß er zur Abreise ent-sei, indem Saavedra, wie jedermann wisse, von dem König von Spanien weder Credcnzschreibeu!'°ch gültige Vollmacht habe. K». Abgesandte des Bischofs von Basel ersuchen lim Vermittlung, daß das^'Mche Volk aus dem Bisthum entfernt, die Contributioueu abgeuonlinen und das Eiseubcrgwcrk zlirück-^gcben werde, mit dem Beifügen, daß die mit dem Stift Basel verbündeten Orte hernach eine Besatzungdas Bisthum legeil könnten, mu alle Gefahr für das Stift und die Eidgenossenschaft zu beseitigen.Man läßt dem französischeil Ambassadvr durch einen Ausschuß eröffnen, er möchte mittheilcn, ob der
Matwt werde, daß die Orte aus Ratifieation der beiden Könige ein Projcct dazll entwerfen. Ferner läßtihn bitten, die mehrmals zugesicherte Restitution des Bisthums Basel gänzlich auszuführen, die Gar-und Contributivnsbeschwerden den Unterthaneu abzlliiehmen liild das Eisenbergwcrk dein Stifte wiederiuzustelleiu Der Ambassador antwortet darailf, die Orte sollten an dem guten Willen des Kölligs, ihnen zufahren, nicht zweifeln; es sei ihm aber leid, sich so weit erklärt zu haben, da Saavedra keine gültigen^'»achten habe. Aus der letzteil Tagsatzung sei er 22, auf dieser 9 Tage „amüsirt" worden, was der°"ig als eine Beleidigung aufnehmen werde. Die Gesandten möchten Saavedra ihre Empfindlichkeit dar-" Zu erkennen geben. Uebrigens wolle der König von Spanien nach glaubwürdigen Berichten die Neu-nicht. Was den Bischof von Basel anbetreffe, so sei die Restitution größtentheils vollzogen. Die/^uug, welche noch in Pruntrut und St. Ursiz liege, sei auf Anhalteil des Bischofs dorthin gelegt wvr-Für die Zurückziehung der Besatzung, welche noch in einem Schlosse sei, wolle er sich verwenden.^ loird ein Eriuneruugsschreibeu des Saavedra verlesen, worin üch derselbe beklagt, daß die eid-^"M'ischen in französischen Diensten stehendeil Völker den Tractateu zuwider mißbraucht werden. !<> Trotz^ beabsichtigten Abreise des französischen Ambassadors findet man für gut, die Hand von dem burguu-ch, " Geschäfte nicht abzuziehen, sondern zuvörderst einen Waffenstillstand zu befürworten. Die burgun-^ ^ ^bgesnndten, denen mau dieß mittheilt, erkläreil sich dahin, daß Alleo, lvav zlim Velten ihres Vater-^ gereiche, getreulich gehalten werdeil solle, insofern dieß von der andern Seite auch geschehe. I. Der^Mische Ambassador wird ersticht, der Eidgenossenschaft zu Gefallen und zu deren Beruhigung in einen '^leustillstand einzuwilligen. Er schlägt es jedoch ab, weil Saavedra keine Vollmacht vom Könige habe^ König selbst die Neutralität nicht wolle und die Burgunder die Feindseligkeiten fortsetzen. Obgleichbis/. ^ bas von den Burgundern gegebeile Wort Hill vernehmen läßt, für dieselben Vcnsichernng zu^ geht der Ambassador doch nicht darauf ein. Ii». Herr von saavedra übergibt nochmals ein"Mungsschreibeu, ill welchem er die Gesandten ersucht, da die mildern Mittel erfolglos seien, zu denjenigen
ih^lcn, zu welchen ihnen bei der letzten Tagsatzung der Kaiser und die burgundischen Deputierten gcra-tzltx Da in dieser Sache die Instructionen der Gesandten ungleich sind, erklären die evangelischen
die ^ ^ dahin, die Heimbernfung des Volkes sei weder rathsam noch für Burgund nützlich. Was fürstss^^erhecswllllng der Neutralität gethan werden könne, daran wolle man es ferner nicht ermangeln.^ls voil französischer Seite sich keine Willfährigkeit zeigen sollte, so werde mau bei künftigen»i^ufbrüchen Bedenken tragen, mit der frühem Bereitwilligkeit entgegen zu kommen; auch werde manMatten, daß das Kriegsvolk in Frankreich dem Bündnisse, der Erbeiuiguug und den Capitnlativnen^ gebraucht werde. Luceru, Schwhz, Nnterwaldcu, Zug und Jnuerrhvdcu erklären, daß sie, in Be-