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März 1339.
8S4.
Cvnferenz der evangelischen Orte während der geineineidgenvssischen Tagsatzung w
Baden. lli>3tt, im März.
Staatsarchiv Zürich, »est. XII. tts. tul. tM.
Gesandte: Die in Absch. 893 angegebenen.
z». Zürichs Gesandte theilen den beruischen umständlich mit, was die Rathsbotschaften von L»c^Uri und Schwhz im Namen der fünf katholischen Orte wegen der zu Lenzburg verhafteten Person a»baben gelangen lassen, daß sie namentlich begehren, daß man derselben ihrethalben nicht schone, sondernsowohl peinlich als gütlich examinieren lasse, indem so ihre Unschuld genügend an den Tag kommen wer'd0sie seien anch erbötig, jemand aus ihrem Mittel nach Lenzburg zu schicken, damit da-Z Examen desto föü"lichcr vollführt und Alles, wie es das Recht erfordere, verhandelt werden könne. — Berns Gesandte crwid^sie wüßten nicht, ob der Gefangene noch in Banden sich befinde, noch was mit ihm seither vvrgeno»»^worden sei; sie seien aber durch Schultheiß Schnorf zu Baden benachrichtigt worden, was für cüu^schafsenheit es mit demselben habe, und hätten von ihm ein schriftliches Memorial darüber begehrt.er noch in Haft sich befinde, müsse ihm Alles gebührend vorgehalten und nachher das Erforderliche »ihm vorgenommen werden. Wenn die fünf Orte jemand abordnen wollten, hätten sie nichts dagr'l^kv. In Bezug auf die Abzüge gehen die Meinungen auseinander. Schließlich wird Dvctor Ziegler ew^über diesen Gegenstand ein Concept zu entwerfen und selbiges den evangelischen Orten zur Ratification >beliebiger Limitation zu übersenden, v. Von dem Anbringen und Nathsbegehren Basels wegen des Nvon Rehlingen, der sich die Ausgabe von Paßzedeln angemaßt Heu, werden die Gesandten ihren Obrig ^Kenntnis; zu geben wissen. «L. Den Vergleich, welcher mit dem Herrn de Serres seiner Bestallung v" ^ ,zu Zürich getroffen worden ist, läßt sich Bern auch gefallen, also daß diese mit dem 1. Mai i ^Kraft getreten sein solle. Basel willigt zu dessen künftiger Anstellung ei», Schaffhausen dagegen n»ödie Sache um gewisser Ursachen willen in den Abschied und wird sich darüber bei erster Zusanuneick»» ^erklären haben. « . Das Defensionalwerk wird abermals ernstlich zur Sprache gebracht. Zürich istAnsicht, man sollte damit noch einige Zeit zuwarten; etliche Orte hätten nämlich bereits vermerkendaß sie aus wiederholtes Begehren des Königs von Spanien zu Wiedergewinnung der Freigrafschastgund eine Anzahl Volkes bewilligen würden. Wenn nun inzwischen fremde Soldaten geworben ivüsM"^würden jene Orte vermnthen, daß es auf Perhindernng jenes Aufbruches abgesehen sei. Zudem nüstM ^entweder viele oder wenige Soldaten werben lassen. Dieses wäre ein Schimpf, jenes würde s»st^^-schwiugliche Kosten verursachen, zumal für Zürich wegen seiner beabsichtigten höchstnothwendigen ^befestigung. Die fremden Soldaten könnten leicht in den Städten oder Pässen eine Untreue begehr'»' ^dem eigenen Volke sei man so bestellt, daß man jedem Ort im Nothfall unverzüglich Hülfe schicke» köl^'Bern, Basel und Schaffhausen erklären, wenn die Sache nicht bis auf diese Tagsatzung eingestellt r ^wäre, so wären sie mit der Werbung bereits fertig. Die Drohungen und Gefahren würden je i»^ ^stärker; die so geworbene Mannschaft sei eher ein Znsatz, der auf die vornehmsten Pässe zu vertheB ^als eine Defensiv- oder fliegende Arinee, und werde hoffentlich nicht länger als fünf MonateInzwischen wisse man nicht, welche Stadt dessen zunächst bedürfen werde; man möchte sich ccksv st" ^nothwendige Werk nicht von einander trennen. Falls dem einen oder andern Orte etwas Wider» ^