1128 März und April 1639.
hierauf mündlich und schriftlich und bemerken, der Kaiser beschuldige Basel nicht als Stand, sonder»nur, daß die Einzelnen, welche seine Feinde unterstützt hätten, bestraft werden. Von Basel aus sei »'^ .durch einzelne Particularen Herzog Bernhard mit Proviant, Munition u. s. w. in dem Umfangeworden, daß es geheißen habe, er habe seine Magazine in Basel. Bei seinem Uebergangc aus de>»bcrgerthale in die Herrschaft Nheinfclden habe Oberstlieutenant „Zickin" dem Herzog den Weg übt» ^Birs gezeigt. Da ferner die Werbungen für Frankreich dazu dienen, daß dessen König mehraus seinem Lande führen könne, so sei des Kaisers Begehren, daß diese Werbungen eingestellt werde»' ^Feinden des Kaisers seien seit einigen Jahren etliche tausend Personen aus der Eidgenossenschaft Z»lst^^>Noch jüngst habe der Generalmajor von Erlach während der Bclagcrnug von Breisach eine starkemit sich ins Lager gebracht, was alles der Erbeinignng stracks zuwiderlaufe. Was endlich Burgu»^treffe, so sei die ancrboteue Vermittlung nur dem Feinde Vortheilhaft; thätliche Hülfe sei das Beste."')Folge dieser Replik erklären die Gesandten sich dahin, daß man entschlossen sei, nicht zu gestatten, d»>>Erbeinigung irgendwie zuwidergehandelt werde in der Voraussicht, daß dieselbe auch vom Erzhaustreich in gleicher Weise beobachtet werde. In Bezug auf die übrigen Präpositionen läßt man es ^ ^gegebeneil Antwort verbleiben. Da die kaiserlichen Abgesandten die Entschuldigung der Stadt Mbnehmen und nur wünscheu, daß dieselbe die Particularen von dergleichen Handlungen ernstlich abh» 'läßt man es auch dabei bewenden. Was die wegen Burgund begehrte thätliche Hülfe, den Paß, ^ ^u. s. w. betrifft, so können etliche Orte die Erbeinigung nicht also verstehen, daß sie zu thätlicher ^pflichtet seieil. Da man insgemein nicht so weit instruiert ist, so nimmt man diesen Punkt aä rskw'^ ^des Passes halber läßt man es bei der im verwichenen November abgegebenen Erklärung bewe»^" ^Die kaiserlichen Gesandteil hätten zwar eine genauere Erklärung gewünscht, daß man den Fei»^ ^Kaisers Paß, Repaß, Munition und andere Kriegsbedürfnisse nicht gestatten werde; sie führen bcso»^ ^daß in die 10,090 Stücke Frucht, in die 1000 Fässer Salz und etliche 1000 Seiten SpeckBernhard über das Wasser sollen zugeführt worden sein; sie wollen aber annehmen, daß solches alle-Erklärung, die Erbcinigung in alleil Punkten halten zu wollen, begriffeil sei. — Man läßt durchLandschreiber der Grafschaft Baden antworten, daß man nochmals erkläre, gesonnen zu sein, diegetreulich zu halten und den Feinden des Kaisers so viel immer möglich, und so weit es des /höchste Gefahr zulasse, weder Paß, Munition noch andere Kriegsbedürfnisse zu gestatten.
Sprache gebrachte Zufuhr von Lebensmitteln betreffe, so wisse man nichts Bestimmtes unddiesen Punkt in den Abschied genommen. — Da in der Antwort auch enthalten ist, daß man die pt-.ohne Gnade abstrafen werde, die Erbeinigung aber nicht so weit gehe, so soll jede Obrigkeit bcs»l!Gnade z>l üben; es soll damit nur der Eifer gezeigt werden, daß man in solchen Füllen niemw'd^schlib leisten wolle. — Der thätlichen Hülfe halber eröffnet jeder Gesandte seinen Befehl.nochmals bei der wiederholt gegebenen Erklärung verbleiben. Sollten etliche Orte wegen s'
Interesses für Burgund oder wegen der Erbeinigung oder ans besonder« Pflichten Hiilfc leisten st'wolle man ihnen nicht dawider sein, nur daß mau dadurch nicht in den Krieg hineingezogen »'^ ^ ^Hülfe solle allein zur Defension der erbvereinigten Lande und zu niemandes Osfension geleistet ^Basel entschuldigt sich nochmals und versichert, daß es gewillt sei, die Erbeinigung aufrecht ZSchon wegen seiner Lage und weil es rings von französischen und schwedischen Waffen umgebe» st"'es im Hinblick auf seine eigene Zufuhr und die Commercien nicht verhindern, daß die kriegfülst^