März 1639. . 1125
^ ^"lischm Orten gegenüber dahin geänßert hatten, daß sie es gerne sehen würden, daß vorher dieGesandten anhörten, ivilrdc diese Confcrenz zusannnenbernfen. i». I. Am Tage nach^^bmössischm Begrüßung werden die beiden Abgesandten, Jakob Hanuibal, Graf zn Hohenems, Vaduz»ack kaiserlicher geheiiner Rath, rind Isaak Volmar, I)r. 9. in die Sitzung abgeholt und tragen
) Uebergabe ihrer Creditive Folgendes vor: Der Kaiser hätte geglaubt, daß von Seite der Eidgenossen-iib^ ^ ^beiniguiig besser gehalten tvürde. Dagegen habe man wahrnehmen müssen, daß dessen Feindeciilz ^miffsisches Gebiet gegangen seien, um die Waldstätte anzugreifen und von eidgenössischem Gebiete^ ^Mnaterial, Schiffe und Proviant erhalten hätten. Frankreich sei in die Freigrafschaft Burgundhxj , ""t> habe die nach der Erbeinigung schuldige Hülfe der Eidgenossen durch offene Drohungen und^^stiftungeu rückgängig gemacht. Französisches Kriegsvolk habe sich trotz der eidgenössischen Jnter-Landen des Bischofs von Basel eingelagert und Bernhards von Weimar erschöpfte Truppendaselbst ihre Winterquartiere bezogen und den Bischof seines Einkommens beraubt und seien endlichi>er,.^^'chen Boden gegen die Waldstädte gezogen, hätten Breisach genominen, von Particnlarcn ausAi> ^ ^wssenschaft mit Munition, Schiffen, Proviant unterstützt. Es sei nun so weit gekommen, daß die^^^uschaft von Italien, von den niederburgundischen Landen, von Oesterreich abgeschlossen sei. DurchEid/^. Bractiken und Hurch die Verhandlungen in Solothurn sei Frankreich darauf ausgegangen, dieKaiser abtrünnig zu machen; derselbe hoffe, daß namentlich die katholischen Orte daran1) i, s haben, und daß sie ans nächster Tagsatznng bei den übrigen Orten dahin wirken werden,
Z) s ^ den Feinden des Kaisers heimlich und öffentlich begehrten Werbungen nicht gestattet werden,Zeiinsk! Vorschub, jede Zufuhr von Munition, Proviant und andern Kriegsbedürsnissen aus der Eid-i>e» sür dessen Feinde verboten werde, 3) daß alle diejenigen, welche sich in Kriegsdiensten gegen
^»ici ^ Oesterreich befinden, zurückberufen werden, 4) daß die katholischen Orte sammt
^dgeuossenschaft mit aller ihrer Macht an Volk, Munition, Proviant und andern „Kricgsbercit-Kaisers und des römischen Reiches Seite treten, wodurch hoffentlich eher ein allgemeiner^>>>i^^ude kommen könne, als durch die bisher angewandten Machinationen. Der Kaiser werde^rl> all seine Macht anwenden, die Freiheit der Eidgenossenschaft aufrecht zu erhalten. II. Es
^!cll>^^ Schreiben des außerordentlichen Ambassadors Don Diego Saavedra verlesen, in welchemdjx ^ Anstichen wiederholt, die katholischen Orte möchten sich ungesäumt über die Büttel berathen,^'gcii ^^B'afschaft Burgund entschüttet werden könnte, und eine Anzahl Volk zur Erhaltung der noch^gc>i ^ Burgunds, namentlich der Stadt Salins rüsten und auch beherzigen, daß bereits ans den^llt i Vvntarlier Prädicanteir eiirgesetzt lind der Gottesdienst der andern Religion mit Gewalt cingc-^?t Berathung über diese Vorträge stimmen die Gesandten darin übercin, daß es die
^ dad^ Grbeinigtmg beharrlich zu halten und Burgund vom Untergänge retten zu helfen
Frieden zll befördern. Da aber diese wichtige Sache von der Deliberation der Obrigkeiten^ dG ^ Mitivirkung der übrigen Stände abhängt, so läßt man sich auf keine weitere Dcclaration ein,die Sache den Herren und Obern referieren werde, damit man zu Baden in Verbindung mit^ "vtl,?'! ^"l>en einen Entschluß fassen könne. Um die Sache desto besser in Gang zu bringen, wird^ Ei» erachtet, daß die katholischen Orte sich noch unterreden, ihre Beschlüsse einander mitthcilen"^gkeit zu erzielen suchen und auch mit den übrigen O>M freundlich tracticren. Den kaiserlichen^ wird davon Kenntniß gegeben. Don Diego wird durch einen Ausschuß die Versicherung