Dcccmber 1638.
1111
87S.
Confereuz der V katholischen Orte.
Brunnen. 1K33, 15. Deeember.
TtaatSarchi» r»ccr». Äbsch. <>e !»i»a U-W. Bd. XXVIII. kol. 2VS. LandcSarchiH Siidwaldc».
^ sandte: Luccrn. Jakob Bircher, des Raths; Kaspar Razcnhvfer, Seckelmeister. U ri. JohaimBrunnen, Ritter, Landammaim und Landshauptmann; Kaspar Nvniauus Trogcr, Ritter,^ndaminann. Schwyz. Jtal Nediug, Laiidaimuauu und Pannerherr; Sebastian Abhbcrg, Alt-Land-Diethelin Schorno, Alt-Landammann; Johann Kaspar Ceberg, Ritter, Alt-Statthalter. Nnter-v Marquard Jnifeld, Landaininann, von Obwalden; Kaspar Leu, Ritter, Landaniinann und
" -'Hauptmann, von Nidwalden. Zug. Jakob Wikart, Statthalter; Jakob Andcrmatt, Seckelincister.^ Der Zweck dieser von Schwyz znsaminenbernfenen Confereuz ist die Berathnng über das Münzwesen,das ^ Ä>lstrnctionen und Ansichten der Gesandten sind nicht übereinstimmend. Man wäre zwar geneigt,Pia/" formierte Project anzunehmen, wenn nicht die Bestimmungen in Betreff der eidgenössischenAbi Bierschillinger, der Constanzer ganzen und halben Dicken und der Zehnkrenziger, ferner des
^ci> ^ Ducatonen darin enthalten wären. Man vereinbart sich dahin, es bei jenem zu Baden errich-i>i^ ^^eich bis ans andere Zeit verbleiben zu lassen, jedoch der Dneatonen halber keine Aendernng zuki^)nen dermaligen Lauf von 5 Dicken zu lassen. Den Herren und Obern soll es fernersoll ^"/^ucern ihr Belieben wegen der Constanzersorten und der Baslerplapparte zu übermitteln; daraufz^^'Zuglich die Berrufnng nncidgenössischer Münzen eintreten, vorbehalten die Bruchthcile der Dneatonen»ist dergleichen groben Sorten; die gangbaren Sorten sollen den dermaligen Cnrs behalten
i». ^ald die dermalige Münzprägung in Lucern vollendet ist, sollen die Münzen überall geschlossen bleiben.^!siscl^ aufgekommene Form des Kriegsdienstes bei fremden Fürsten, die Freifahnen, dem eidge-
Kriegswesen zu größtem Nachtheil gereicht, lvird der Gubernator zu Mailand durch ein Schreiben^chsst ^ ^ Kriegsdienstes aufzuheben, v. (S. u. Baden.) «I. Die Obrigkeiten sollen auf
Tagleistung ihre Gesandten dafür instruieren, was für Mittel zu ergreifen seien, daß die^ letzten Regiments in Frankreich zu ihrer Bezahlung kommen. «. sUri, Schwyz und Unter-z» lim der Beschwerden gegenüber Lucern endlich einmal los zu werden, lvird vorgeschlagen, darüberle zu gehen, auf welche Weise man einen neuen Kornmarkt zu Sins errichten könnte, wo dannlstex " ^"ders Korn kaufen dürfte, als die Angehörigen der die Freien Aemter regierenden Orte und zwar»Hb ^ ^men Hausgebranch, die Müller allein für ihren Mühlegebrauch auf ordentliche Patente hinstste»' ^ nichts auf andere Märkte geführt werden darf. Alan solle auch Zug dafür zu gewinnenstxx O^l Man die Durchfuhr durch sein Land nöthig habe und mit demselben wegen einer bestimmten Fuhr-lvii, ^ ^ständigen müsse, sowie auch mit Küßnacht. Wenn man Zug für diesen Plan gewonnen hat, solst ^ ^"e Conferenz der „den Aargau" regierenden Orte nach Bremgarten zusammenberufen, um daselbstÜist ^^^en gegen Lucern vorzubringen und den Markt ins Leben zu rufen. Andere Gesandte aberlqz ^ ^lcht, man sollte, weil eben Lucern doch der am besten gelegene Ort für einen Markt sei, vorerstLittel liegen dasselbe gebrauchen und erst dann, wenn man nichts ausrichte, zu jenem andern
freiten. Für den ersten Fall konnte man auch den Weggiserhanvel (die Weggiser waren, wie noch^ Siegel zeigten, die Bundesgenossen der drei Orte) damit verbinden. Schließlich vereinigt man