1058 November 1637.
cid- und bundesgenössischen Willen gedankt. I». 1) Wie man vernommen hat, haben die Schreiben an dnErzherzogin Claudia und die Stadt Constanz, betreffend Abschaffung der zu Constanz und all ande>"österreichischen Zollstätten der Erbeinigung und dem alten Herkommen zuwider auf Wein, Korn, Salz und a»d^Waaren gelegten neuen Zölle nicht allein nichts gefruchtet, sondern es wird je länger je mehr mit dein ^zuge fortgefahren und die Eidgenossenschaft damit aufs höchste beschwert. Auch die Stadt St. Gallen )hierüber ausführlich an Zürich geschrieben. Es wird dcszwegen wiederum an den Grafen Schlick zudesgleichen an den Gubernator von Lindau geschrieben und nm Abschaffung dieser Neuerungen angcha^"'Landvogt Schvrno wird, mit den uöthigen Credentialen und Instructionen verseheil, nach Constanz gcwN 'und soll seinem Ansuchen beifügen, daß man, falls die Neuerung nicht beförderlich abgestellt werde, e"schloffen sei, das Gegenrecht zu gebrauchen. 2) Bei dieser Gelegenheit soll der Landvogt auch wegen derstanzischen auf eidgenössischem Grund und Boden bereits gemachten und noch projektierten Fortificaüc»^Beschwerde führen, v. Solothurn erhebt Beschwerde wegen der Einquartierung der Armee desBernhard von Sachsen-Weimar in dem Bisthum Basel und wegen der Besitznahme der Schlösser Angr"^Pfeffingen und Zwingen. Solothurn wünscht, daß man nach Mitteln sich umsehen möchte, durch welche 'sdieser Last und Gefahr entledigt werde, und bittet um getreues Aufsehen und um Hülfe im Fall der ^Dasselbe Ansuchen stellt Bern wegen seiller Verburgerten im Münstcrthal, und Basel, das von beiden ia'"'-führenden Parteien fortwährender Gefahr ausgesetzt ist. — Mau erklärt sich abermals dahin, daßjedem angefochtenen Orte mit Gut und Blut nach Inhalt der Bünde beistehen wolle, zn welchemdie Auszüge bereits verordnet seieil. — All den Herzog Bernhard wird durch einen Läufersboten ein SclN'^geschickt des Inhalts, weil die eidgenössischen Orte und diejenigen, welche durch Bündnis;, Burgrecht ^sonst mit ihnen verwandt seien, der großen Ungelegenheiten, Gefahren und Kosten nicht entledigtseieil, sondern diese je länger je drückender werden, so möchte der Herzog sein Volk von den eidgenösllll.Grenzen entfernen, die in Besitz genommenen Schlösser aufgeben und die Gefälle und Früchte ansschein Gebiet unangefochten lassen. Sollte diesem Ansuchen nicht entsprochen werdeil, so müßten dienössischeil Orte nach Mitteln sich umsehen, wie sie und die Ihrigen dieser so großen Belästigungen und dc-aCoilsequenzen los werden könnten. — Hernach kommt der Ambassador Meliand in seil,er Propositivnauf die Anuäheruug des Herzogs Bernhard zu reden und versichert den deßhalb an ihn abgeordneten -schuh, daß der Eidgenossenschaft von daher keine Gefahr noch etwas Ungutes bevorstehe; weil dervernommen habe, daß der Feind auf diese Oerter ein Auge geworfen, habe er dieselben nach Kriegs^.^,präoccupieren wollen. Zugleich gibt er die Vertröstung, daß die eingenommenen Schlösser, welche„Sentinellen zu achten seieil", wieder aufgegeben würden, sobald dein Herzog genügende Versicherung M ^würde, daß er von daher keinen Schaden zu befürchteil habe. — Mau läßt es für einmal dabei ^und wartet die Antwort des Herzogs ab. Diese langt nach Vollendung dieser Tagleistung an-wird unter Anderm bemerkt, das Stift Basel sei bekanntermaßen ein Glied der katholischen Liga, ^derselben Contributionen und Hülfe und habe den feindlichen Armeen mehrmals Quartier, Unterha ^Retraite gewährt. Der Herzog habe diese Orte xar raison äs Ansrrs besetzt, beabsichtige gege" ^und ihre Allgehörigen nichts Feindseliges, wie mall dieß aus der Abstellung und Bestrafung der sthlgewordenen militärischen Exorbitantien schließen könne. Auf geschehenen Anzug erklärt die -der Orte in Bezug auf das Müuzwescn, daß es bei der im Octobcr 1636 zu Zug gemach teil Münchszu verbleiben habe, daß der eigennützige Aufwechsel streng verboten und niemand gezwungen werdG