1002 September 1636.
walden. Sebastian Wirtz, Landammann und Pannerherr, von Obwalden; Konrad Von Büren,ammann, von Nidwalden.
Auf das den 19. August von Brunnen aus an Lucern erlassene Schreiben ist eine abschlägige, in ^pfindlichem Tone abgefaßte Antwort eingetroffen. In Folge derselben beräth man sich, wie man der ^schwerden gegen Lucern einmal los werden könnte. Es spricht sich die Ansicht aus, daß man endlich einmalErnst die Sache betreiben müsse, damit Lucern nicht glaube, die Orte trauten sich wenig Recht in imSache zu. Man vereinigt sich dahin, durch eine Gesandtschaft an Zug und Glarns diese beiden ^den projektierten Markt zu Sins oder zu Küßnacht zn gewinnen. Uri übernimmt die GesandtschastGlarus, Schwyz die nach Zug. Unterdessen soll eine Antwort nach Lucern geschickt werden, zu welchr^ein Concept zu verfassen ersucht wird, das zur Genehmigung den beiden andern Ständen zugesandt wc ^soll. Wünscht ein Stand daran etwas zn mehren oder zu mindern, so ist wiederum eine Zusa»"^kunft zu veranstalteu. Alan spricht sich dahin ans, daß alle drei Orte in dieser Sache fest zusa»'^halten sollen.
T'NÄ.
Gemeineidgenössische Tagsatzung der XIII Orte.
Solothur»». t«3K, IS. und 16. September.
Staatsarchiv Zürich. Lest. XII. 140. kvl. S4. Staatsarchiv Luccr». Absch. de anno IWL, Vd. XXVI. kol. IW>
Gesandte: Zürich. Salomon Hirzel, Seckelmeister; Ludwig Schneeberger, Zeugherr und desBern. Johann Frischberz, Seckelmeister; Franz Güder, Gubernator, des Raths. Lucern- sSchumacher, Schultheiß; Heinrich von Fleckenstein, Ritter, Statthalter und Pannerherr. Uri. Hans atTanner, Landammann; Kaspar Nomanus Troger, Ritter, Alt-Landammann. Schwyz. Haus ^Ceberg, Ritter, Alt-Statthalter; Jtal Neding, Pannerherr. Unter walden. Sebastian Wirb,ammann und Pannerherr, von Obwalden. Zug. Beat Znrlaubcn, Ammann. Glarus.
Basel. Bernhard Brand, des Raths. Freiburg. Johann Daniel von Montenach, Ritter; HansWild, Zeugherr. Svlvthurn. Johann von Noll, Ritter, Schultheiß; Wernher Brunner, Alt-Schu^Johann Degenscher, Venner; Heinrich Grimm, Seckelmeister. Schaffhausen. Johann Jmthurn,meister. Appenzell. (Niemand.) ^
z,. Die Obersten und Hauptleute der vier Regimenter, welche letztes Jahr in des Königs vonDienst gezogen sind, haben sich beschwert, daß man dem Bündniß und der Capitulation zuwider die us^lichen Musterungen nicht vornehme und sie die Bezahlung nicht erhalten. Seit bald sechs Monaten ^Zahlung erfolgt und von den Soldaten werde deßhalb gedroht, mit Fahnen und Feldzeichen '^el
Viele hätten sich bereits nach der Heimath begeben, so daß die Compagnieen gelichtet seien. In ^Musterungen suche man allerlei Neuerungen zu machen, indem die Kriegscommis den Hauptleuten,
Brauch gewesen sei, nur für die auf dem Platz stehenden Soldaten zahlen wollen, wenn gleich viele 6^ ^erst in den letzten Monaten gestorben seien. Für die Verstorbenen wolle man von 100 Livr. 20 abzi^^^die vier an Zahl ungleichen Regimenter werde ein gleicher Fond gemacht. Von dem König habeVertröstung, von den Ministern nur Ausreden erhalten. — Nach der eidgenössischen Begrüßung ersu