Druckschrift 
5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
Seite
996
Einzelbild herunterladen
 

996 Juli 1636.

der Allmächtige die Eidgenossenschaft aus besondern Gnaden mit dem Kriegselend bisher verschont hat, ^einhellig beschlossen, an nachfolgende Fürsten und Potentaten Ermahnungsschreiben zum Frieden ^ ^Orte Namen abgehen zu lassen, an den Kaiser und an sämmtliche Churfürsten des Reiches, welche auf ^Collegialtag zu Regensburg versammelt sind, an die Directoren und Assistenzräthe der Krone Schwede" ^die mitverbündeten Fürsten und Stände, an den König von Frankreich und den Cardinal 'Richelieu,

König von Spanien und den Cardinal-Jnfanten, deßgleichen an den Herzog von Savoyen. Luccr"in aller Orte Namen an den Papst schreiben und durch seine verordneten Ausschüsse solches dem be> ^residierenden Legaten, den Cvmmissarien und Ambassadoren auch eröffnen, mit dem Ansuchen, diePrincipale dirigierten Schreiben an die gehörigen Orte abzusenden und alle guten Officien eu'^zu lassen, daß die Schreiben zum Trost so vieler nothleidenden Christen ihre Wirkung erreichen. Ebe"selbe läßt man durch einen Ausschuß bei Herrn Meliand anbringen, welcher den Entschluß lobt uudguten Dienste anerbietet, k. (S. u. Bellenz:c.) A. Die alten Abschiede und nützlichen Ordnungen, ^wegen des Fürkaufs gemacht worden sind, werden wieder erneuert und dem Abschiede beigelegt, da»» ^Obrigkeiten selbige in ihren Gebieten beförderlich publicieren und deren Haltung unter Androhung ^Confiscation der Früchte und Waarcn und noch anderer Strafe anbefehlen können. Ebendasselbeauch den Landvögten, Prälaten und Gerichtsherren in den gemeinen Vogteien befohlen. De" - ,Haltern soll nicht für mehr als für ein oder zwei Jahre mit Früchten sich zu versehen gestattetI». Dem Landvogt der Grafschaft Baden, Alphons von Sonnenberg, des Raths der Stadt Lucern,seine Reise zu dem König von Frankreich, sowie zu einem Becher aus dem ersten österreichische" "gungsgeld von jedem Ort 81'/» fl. bezahlt werden, i. 1) Wegen Demolierung der zu Kleinhüi""3 HBasel noch immer im Bau begriffenen Schanze ist auf Basels Wunsch dem Feldzeugmeister vonund der vorderösterreichischen Negierung geschrieben worden. 2) Basel und Solothurn, wegen derGrenzen liegenden Soldateska in nicht geringer Gefahr, bitten um getreues Aufsehen und allfällige- Man gibt ihnen die Vertröstung, daß man Alles leisten werde, wozu Bünde und Ehre verp>It. Franciscus 'Marschall, des Königs von Spanien Generalprvcurator zu Pontarlier, Abgesa" ^Vicepräsidenten und des Parlamentes zu DSle, überreicht zwei Schreiben von den jetzigen Verord"^ ^Guvernements und eröffnet alsdann, Frankreich habe trotz mehrmaliger Versicherungen, daß es ^ ^tralität der Freigrafschaft Burgund achten werde, diefelbe wiederholt verletzt und das Land mit ^Schwert heimgesucht; die Orte möchten einhellig den Entschluß fassen, kraft der Erbeinigung ^tralitätstractats Burgund beizustehen und Gewalt mit Gewalt abzutreiben. Die von FrankraProjezierten Gesandtschaften würden nur Verhinderungen und Schaden verursachen; die Drw .^sideßhalb eine kategorische Antwort abgeben. Es wird abgeredet, daß die bereits beschlossene F

von Bern, Freiburg und Solothurn nach Burgund sich unverzüglich über einen Tag vergleiche" ^die Reise begeben solle, um im Namen aller Orte wo möglich zu vermitteln, damit die Waffe"und hernach durch weitere Tractation ein guter Friede zu Stande gebracht werde. Inzwischen """den Vortrag Marschalls zu Händen der Obrigkeiten in den Abschied. Freiburg wiederholt se"^ D''Erklärung und läßt es nochmals dabei bewenden. Ip. (S. u. die betreffenden Vogteien.) >>^ordnete des Fürstabtes von St. Gallen beklagen sich über den stammheimischen Arrest, bitte" ßsth'sAufhebung desselben und ersuchen die Orte, falls dieß nicht erhältlich sein sollte, dem Abt zumRechte zu verhelfen. Sie anerbieten sich auch, wenn der Arrest aufgehoben werde und Zürich "