November 1635. 963
^rken Halber /Z Werden sich die Gersauer diesem Spruche fügen, so werden die Schirmorte sie bei ihren^ Rechtsamen, Briefen und Siegeln schützen und schirmen.
7«SS.
Conferenz der evangelischen Städte und Orte.
Aarau. 1K35, 19. und 29. November (9. und 10. a. K.).
Staatsarchiv Zürich. Uost, XII. Ilk. foi.M».
^""dte: Zürich. Salomvn Hirzel, Hans Heinrich Wirz, beide Seckelineister. Berit. Franz Ludwigd Herr zu Spiez, Schultheiß; Johann Ludwig von Erlach, Herr zu Castelen und Nilchenstein,
ü!»i> ^tarus. Heinrich Trümpi, Statthalter; Hans Heiiwich Elmer, des Raths. Basel. Johann^ ^ Fäsch, Oberstzunftmeister; Leonhard Wenz, des Raths. Schasfhausen. Johann Jakob Zicgler,Rlt-Stadtschreiber und des Raths; Georg Ott, des Raths. Appcnzcll-Außerrhodcu. JohannesStatthalter ilnd Paunerherr.lj^'^' Der französische Ambassador Meliand hatte den 31. October a» die XIII Orte eine ernste schrift-^ erlassen, als ob auf jüngst gehaltener Tagleistung zu Baden von dein kaiserlichen Abgesandten,besondere Prvpositionen und Tractate stattgehabt Hütten. Die siebeil katholischen Ortegt^^^über von Lucern aus.an Zürich geschrieben und wollen in der Sache ganz unwissend sein. Mandaß der Ambassador die evangelischen Orte alle mit einander oder einzelne von ihnen deßhalbhabe, weil die Abhaltung von dergleichen abgesonderten Zusammenkünften von Seite der katho-^>>ad dergleichen Winkelschlüsse nur zu bekannt sind. Obgleich etliche Orte sich bei dem Am-
^»lei^ schriftlich entschuldigt habeil, so wird doch für nvthwendig befundeil, von hier aus im
l'chZ ^lammter Orte eine Antwort an denselben zu richten und darin zu erklären, daß man evangelischer-er a^., ^uen andern Vorträgen oder Schlüssen wisse, als denen, welche dem Abschiede einverleibt undiiix^^^"lamer Session behandelt worden seien. 1». Was die von dem kaiserlicheil Abgesandten prvpo-^ciu katholischen Orten privatim angebotene und von denselben mit Dank angenommene
"»Hcl ^ Veltlins betrifft, so glaubt man, daß die karholischen Orte das Depositum nicht werdenbevor es von des Königs Volk und seinen Ministern verlassen ist, was bei den täglichThätlichkeiten nicht leicht geschehen dürfte. Man will also abwarten, wessen sich der Königevci,, Bünde, welche die Sache zunächst berührt, entschließen. Zudem wird mit dein Vorbehalt derc>IZ Religion im Veltlin schwerlich etwas zu erhalten sein, bevor dasselbe wieder den III Bünden
den. ""türlichen Oberherren zugestellt sein wird. v. Einige Gesandte sind der Ansicht, man sollte bei""t Mailand verbündeten Orten die von ihnen erfolgte Paßbewilligung für etliche Tausend Mann^Regsvolkes. durch die eidgenössischen Lande schriftlich aHilden, weil solches den allgemeinen,gemachten Abschiede zuwiderlaufe. Weil man aber den bewilligten Paß nicht wohl^ ^"'«l können, dermalen keine so große Macht an den Grenzen bemerkt wird, anch die Bewilligungiiir ^reibeiis, das die sieben Orte am 7. November an Zürich gerichtet, noch zweifelhaft ist, so wird^iihx wachtet, für einmal sich stille zu verhalteil, bis auf nächster allgemeiner Tagleistung sich eineegenlM darbieten wird, die Sache zur Sprache zu bringen. Weil das Schreiben der sieben