September 1635. 955
indem er Seitenblicke auf das französische wirft und auf das Benehmen Frankreichs in Benützung^ Pässe. Er spricht seine Neberzengnng aus, daß es mit der katholischen Eidgenossenschaft noch nicht so^ gckvmmun sei, daß sie ihr Gelübde und ihren Eid übersehe, und wünscht eine gebührende Erklärung,"»»t er Gelegenheit habe, die angenehme Nachricht ihnen zu verkünden, daß der König laut seines Vcr-^chens eine, ansehnliche Summe in dieses Land abgeschickt habe, und daß dieselbe in wenig Tagen anlangenauf daß männiglich der königlichen Freigebigkeit theilhaftig werde. — Durch einen Ausschuß wird'" Grafen gedankt und derselbe gebeten, seilte Officien für die Verwirklichung der in Allssicht gestellten" '-'faction eintreten zu lassen. «. In Beziehung ans den von Frankreich verlangten Aufbruch zeigt esdaß wegen „bewußter" Bedingungen und Borbehalten die Entscheidungen der höchsten Gewalten un-ausgefallen sind, daß Nidwalden denselben abgelehnt hat. Die Sache neuerdings iu Consideration
Bedenken, und man bedauert, nicht gleich von Altfang au eine Zusammenkunft der^ tischen Orte veranstaltet zu haben, damit desto weniger Irrung und Mißverstand entstanden wäre.El'i^ dann zwei Antworten, die eine von Cardinal Barberini, die andere von Cardinal Albernozzi,
»at Mailand, auf die im letzten Juni im Namen der sieben Orte an den Papst und den Guber-
"^gegangenen Schreiben von Lucern vorgelegt. Da in gleichem Sinne auch an den Kaiser und^'stvilig von Frankreich geschrieben worden, bis dahin aber von denselben noch keine Antwort eingetroffende» einstweilen die Berathschlagung darüber ein. <n. Das an die XIII Orte und die Zugewandten
sil/t^ ^ Bnndeit gerichtete Schreiben erregt dadurch nicht geringe Verwunderung, daß in demselbengedc, Vergnügen darüber bezeigt wird, daß den Kaiserlichen der Paß verweigert, andrerseits dafür
A U ^ ^ derselbe dem französischen Kriegsvolk gestattet worden sei. Es wird nachgewiesen, daß»ist " Grafeit von Ems weder eine zusagende noch eilte abschlägige Antwort gegeben worden sei,iiil ^ Bündner glauben, daß man den Franzosen den Durchzug bewilligt habe, so seien sie wiederlest,, ^ ^ Anzug gewesen, als die Schreiben um Bewilliguug eingelangt
seil- Üch usurpierten Durchzügen gegenüber künftig zu verhalten haben werde, darüber
^ regierenden Orte auf nächste Zusammenkunft ihre Gesandten instruieren, t'. (S. u. Freie Aemter.)Rurich, Bern und Solothnrn unlängst alles fremde Volk aus ihren Landen weggewiesen haben undandern Orten auf nächsten Winter eilte große Menge solchen müßigen Volkes zur Last"»sist^^ so erachtet mau für gut, diese Sache vor gesammten Orten zur Sprache zu bringen und siei»len den Herren und Obern zu referieren.
Man schc auch im Abschnitte Hcrrschaflsaiigclc.iciibcitein"läci Freie Aemter. t. Art. 7V. Polizeiliches.
Konferenz der Städte Zürich, Bern und Solothnrn.
Solothnrn. 1635, 16. September (31. August a. K.).
Staatsarchiv Zürich. »°st. XII. UV. tot. W.
Ludwig Schneeberger, Zcngherr; Hans .Heinrich Waser, Stadtschreiber. Bern.
Diesbach; Sebastian lliychener, beide des Raths. Solothnrn. Johann von Noll, Ritter'^iß; Heinrich Grimm, Seckelmeistcr; Hieronymus Wallier.