April 1635. 927
bei der Stille übersetzen und durch das Zürchergebict über Winterthur und durch die Lande des^ von St. Gallen nach den Blinden ziehen, vielleicht auch die Neilerei bei Mellingen hinüberführen. DieMidien sprechen ihr Befremdeil darüber ans, daß eine so große Macht wider die alte Form so unver-^ die Grenzen gerückt sei und dann erst, und zwar mit dunkeln Worten den Durchpaß begehre. Zugleich^iili, ^ üch, was für Reden seit einiger Zeit gegangen seien, so daß es scheine, daß dicß die Vorbe-sxx zu Allsführung des Vorhabens seien. Mail erachtet daher für nothwendig, damit die Reputationjchex deinen Abbruch leide, auf dein alten Gebrauch für dergleichen Fälle zu bestehen, damit dadurch^ ttliiuert werde, in dergleichen Fällen die Hoheit und Reputation der Orte nicht außer Acht zu setzen,inliegenden Falle fällt es auf, daß dieser Zug mit solcher Eile und solchem Ernst fortgesetzt wird, daVera ^ Reltlin durch die französischen Waffen schon eingenommen sein soll. Niemand werde es daher^ wenn man etwas Anderes vermuthe, nämlich es mochte etwas der Pässe halber im Merk sein,'^eht zum Besten gereichen möchte. Damit man in dieser Hinsicht nichts versäume, wirderstens die Pässe, namentlich den zu Ursern und den zu Bellenz zu verwahreil. Die Gesandteilihr.,!- ^rten, welchen diese beiden Pässe zuständig sind, die Versicherung, daß ihre Herren und Obernund aufrichtig leisten werden, was zu einem so nothwendigcn Werke erforderlich sei; speciell^ dazu die Gesandtschaft von Lncern. Zweitens wird beschlossen, weil der Herzog von Nvhan
^ dann nachgesucht hat, als seiuc Armee unmittelbar an den eidgenössischen Grenzen stand, undjchc» derselben allen Vorschub gethan und sie in ihrem Gebiet logiert haben, ohne den katholi-
sckH... Kenntnis; davon zu geben, gegen den Herzog von Nohan und gegen Bern und Basel sich^iii w?, ^ deschweren in Betracht, daß es, wenn einmal der Weg gezeigt sei, eine andere Partei nachdy>... ^Vil gelüsten könnte, woraus das größte Unheil entstehen würde. Damit weitem Consequenzen^erde, soll bei nächster Gelegenheit bei dem neu angelangten französischen Ambassador Beschwerde^i>i r ^^vmalität geführt und dainit die Erklärung verbunden werden, daß, wenn in ähnlichen Füllen!°llte ^ Einschen stattfinde und der alte Nespect gegen die katholischeil Orte nicht beobachtet werden^^n veranlaßt sein würdeil, „ihr Bedenken hierüber in andern« Weg zu bestellen und ihre Ncpu-^ Hoheit zu versichern."
) Die Schreiben liegen im Nidwaldner- und Zugercxcmplar.
7ÄS.
Confcrenz der V katholischen Orte.
Weggis. 1«3S, 12. April.
Staatsarchiv Luccr». Absch. dv anno 1I-Z5. Bd. XXV. toi. >K.
^^ceril. Lndlvig Schllinacher, Schultheiß lind Schützenvenner; Jost Bircher, Ritter, Alt-q Stadthauptinann; Jakob Bircher, Alt-Bauherr. Ur i. Johann Kaspar von Spiringen,Ritter, Lalldammailn; Johann Konrad von Beroldingen, Ritter, Landshauptmann;Tchj ^akob Tanner, Ritter, Alt-Landammailn; Karl Einaimel von Noll, Ritter, Alt-Landammann.^°rny' ^"^'lil Sebastian Abyberg, Laildammalln; Sebastiail Abhberg, Alt-Landanlmann; Diethelm' Statthalter; Diethelm Frischhcrz. Unterwaldeil. Marqliard Jmfeld, Landammailil, von