August 1634.
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U. Perer, Freiherr voi? Sch?varzc>?berg, kaiserlicher Conunissarius, hatte ein Schreibe» Luceru über-iu welchem er auzeigt, daß er die Uukatholischei? schriftlich ersucht habe, sie möchte» sich entschließe»,und nebe» de» katholische» Orte» dahin zu wirken, daß die drei von der schwedischen Partei occnpierten^uistndte wieder von derselben verlassen und namentlich die bedrängte Stadt Nheinfeldcn von der Bela-dung befreit werde. Da die Nnkathvlischen auf der auf de» 30. Juli augesetzten Tagsatzung zu autwvrtenUvsstn hätte», diese aber nicht zu Staude gekommen sei, so möchten die katholischen Orte sich nach"tnschcm, durch die mau erfahren könnte, welches die Gesinnung und das Vorhaben jenerP Die Gesandten befremdet es, daß in dem Schreiben Schwarzenbergs gesagt ist, daß auf letzter^ M^ung zu Baden von den katholischen Orten der Beschluß gefaßt worden sei, Nheinfelden sammt den^iheinstcidtm zu befreien, wenn die Eidgenossen der andern Religion versprächen, daß sie kein Hindcrniß^u wollten. Herr von Schwarzenberg soll eines Bessern belehrt und ihm zu bedenken ge-
' ^ werden, daß ein solches Werk nicht von den katholischen Orten allein ohne Zuthun der Unkatholischen^Uwinnien werden könne, so sehr es auch den Katholische!? an gutem Willen und Eifer nicht fehle.3Pei? versichern sie den Commissarius, von ihrer Seite es an nichts fehlen zu lassen, wenn durch gütliche" etwas ausgerichtet werden könne. Den? Eommissarius wird durch einen Ausschuß ii? diesen? Sinnedc?.- beigefügt, daß man nicht glauben könne, er werde vvi? den katholische!? Orten beson-
H"lfe fordern, wenn die Eidgenossen der neuen Religion sich dazu nicht verstehe!?. Derersucht ii? seiner Autwort die Gesandten, sie möchten dahin wirken, daß sie doch wenigstensZ» ^genossen der andern Religio!? eine endliche bündige Antwort erhalten, was sie in dieser HinsichtRn gesöuncn seien. Ii? Folge dessen wird ii? einen? Schreibe!? den vier Städten vorgestellt, was fürdc„ ihnen ii? Folge der Belagerung Nhcinfcldens bevorstehe!?, sei es, daß dieselbe länger fort-
^ Stadt überwältiget werde, da eil? großes Heer zu ihrer Entschüttung in? Anzüge seil? solle.
^ssc, baher von ihnen zu erfahre!?, ob sie ferner den? stillschweigend znsehcn oder sich belieben
zj/" Eliten, mit ihnen, den katholische!? Orten, durch Schreibe«? oder Abordnung einer Gesandtschaft dendc>ß ersuchen, die Belagerung aufzuheben. Aus einem solche«? Verfahren konnte der Kaiser merken,
bie Erbeinigung in allen Vvrfallenheiteu halten? wolle. — Endlich wird beschlösse!?, die von? Frei-^?d Schwarzenberg überbrachten Schreiben? des Kaisers und des Königs von Ungarn durch LucernZu lassen. I». Um die Freigebung des in Lindau gefangenen Oberste!? Peter König, geuauut^ ^ bewirke??, Ware«? Schultheiß Ulrich Schuorf, Kaspar Dorer von Baden und Niklaus Baumann^^bstr abgeordnet worden. Sie berichten über die ihnen zu Theil gewordene günstige Antwort; Oberst^^üre selber, daß König sich nichts habe zu Schulden kommen lassen, was den Pflichten gcgei? denbas Erzha?ls zuwiderlaufe; deßwegeu werde er gegen Eautiou ans freien Fuß gestellt. Es^sel^' ^"ksaguugsschreiben c?>? den Kaiser abzuschicken beschlösse!?, v. Es wird eii? Schreiben? der StadtZl» ^ Solvthuru verlesen, in welchem berichtet wird, daß Basel abermals wegen der KesselringschenRc?i^ Muhest eine Conferenz der fünf uninteressierten Orte, und zwar auf dei? 13. August nach Solothuru»weiwerufen habe. Da die uninteressierte!? Orte gerne die Meinungen der Gesandten zu ihren? bessern?der a ^ lernen möchten, erkläre!? die vier Orte, welche ins Feld gezogen waren, daß Kesselring in„^^^bsräthe Gewalt und Judicatur zu verbleibe»? habe, au keinen andern Ort gestellt werde, und daßRechtstag werde gehalten werden. Uebrigens bleibe«? sie bei ihren? Beschlüsse, keine^ "Ug mehr zu besuchen, welche dieses Mannes wegen zusammenberufen werde. «I. Schultheiß Reifs