, Februar und März 1634. 633
hatten merken lassen, daß die Vermittlungsversuche der uninteressierten Orte ihnen nicht zuwider seien, soGilten die beiden Städte, obgleich sie genügende Ursache dazu bätten, dieselben nicht von der Hand weisen,^uit die unparteiischen Orte von ihrem friedliebenden Geinüthe sich auch überzeugen könnten. Sie möchten>o un Vertrauen eröffnen, was für Vorschläge zu einein Vergleiche die katholischen Orte gemacht hätten,ob sie selbst einige wüßten. Falls dieselben annehmbar seien, würden sie ihre Herren und Obern zuAnnahme bestimmen, damit Kriegsunruhe und Empörung verhütet werden; sie selbst wüßten keinanders Mittel, als daß die katholischen Orte den Kesselring hieher vor gemeine Versammlung zu unpar-Mhem Verhör und zur Verantwortung kommen lassen, damit man vernehmen könnte, wie schändlich,ionisch u,id uneidgcnössisch sie mit demselben verfahren seien. Sollte die Billigkeit und das vorgeschla-eidgenössische Recht keinen Eingang finden, so würde es ihren Herren und Obern nicht zuznmuthen sein,Zwang und Hochmuth länger zuzusehen. Solche Stellung zu unparteiischem Verhör nach Baden seills Neues, sondern früher mehrmals vorgekommen. Die unparteiischeil Orte möchteil den interessierten^olischm Orten ernstlich zusprechen lind denselben in Betreff des angebotenen eidgenössischen Rechtes die"udc wohl zu Gemttth führen, damit sie nicht etwa auf einer Meinung beharreil, welche sie nachher be-müßtm. — Evangelisch Glarus läßt sich vernehmen, daß ihm die Jmprvcedur, welche die vier OrteMachtmeister Kesselrinq vorgenommen hätten, bedanerlich vorgekommen sei. Es hält für das bestek>alt >' ^ derselbe zn freiem Verhör nach Baden gebracht werde, lind daß hernach das unparteiische Rechtzu ^ Schasfhausen bitten, daß man ihnen weitere Jnterpositivn gestatte, indem sie hosfeil,
^ llutcil Versöhnung Mittel zu findeil. Sie, als die unparteiischen Orte, hätten es als ihre Pflichtfinden'^" ^ ^ ^^'""ktlung anzubieteil, weil sie gesehen, daß Alles sich habe zerschlagen wollen. Siedm ^ unbillig, daß Kesselring zu unparteiischem Verhör gestellt werde, und wollen gern dafür sichÄä> ^ besorgen aber, daß sie bei den übrigen Orteil nicht viel ausrichteil möchteil, weil derselbe in denbeid>^ Parteien sei, der Obrigkeiteil, der Kriegsräthe lind des gemeinen Mannes, auf welchen dieandere diesem Fall viel Rücksicht nehmen müßten, und von denen „die eine den Gewalt auf die
Krie-,^ ^^on würde." Für den Fall, daß die katholischen Orte das Begehren lim Erstattung ihrergleicw " ^ Thurgau stelleil sollten, wünschen sie zu wisseil, wie sie denselben antworten sollen; dcß-^ ^on man den Kesselring zu stellen begehre, weil die unparteiischen Orte sich dessen nichtder können; ferner, ob sie den katholischen Orten anzeigen solleil, daß man sich zur Behandlung
^iAriii^" ^urgauischen Differenzen auch bequemen werde. Zürich und Bern erwidern, sie hütteil wegenHahr i" Obrigkeiten zu thuu, welchen die Protestationcn schriftlich zugegangen seien; man
heue,, ^ ^ Bünde und den letzten Abschied von Badeil. Die Kosten sollten die katholischen Orte beiri„g welche sie dazu veranlaßt hätten, bei dem Abt von St. Gallen und Andern. Weil» Kessel-
^rdr'"^ ^aden vor die gemeine Versammlung gestellt und seine Sache einmal ausgemacht werde, soihr», hernach den katholischen Orten in ihre Jurisdiction in billigen gerechten Sachen keinen Eingriffzu alles klebrige der Gebühr nach auch verhandeln lasseil, da man keineswegs gesonneil sei, Anlaß
Auße»,., ^ kkngelegenhcit zu geben, sondern nur keine weitern Unbilden zu erdulden. — Appenzell-^Uriu"'-^ ^ ^hk werde vergleicheil können. Seinen Herren lind Obern sei die
^ Sache ganz leid, und sie möchte» ihrerseits gern das Ihrige zu einem Vergleich beitragen,
ins hoffen, daß gute Mittel gefunden werden, um Ungelegcnheit und Unruhe zu verhüten. „Krieg»a ziehen, sei ein schwer und hochbcdenklich Ding; aber Unbill und Ungerechtigkeit zu leideil, zum
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