Februar 1634. 825
k. Da nach bestimmten Berichten der Herzog von Lothringen, mit welchen die Orte jederzeit gute Cor-^spvndcnz und Nachbarschaft gehalten haben, in eigener Person sich in die Waldstädtc am Rhein begebenso wird beschlossen, denselben durch ein freundliches Schreiben um ein getreues Aufsehen zu ersuchen.,,Um Beförderung willen beider Regimenter", welche jüngst dem König von Spaniel? im MailändischenNdicnt habeil, wird ein Schreiben an den Cardinal Infant bewilliget.
Vermittlungsconferenz.
Solothurn. 1334, 13. und 14. Februar.
Staatsarchiv Zürich, liest. XII. 1 iL. toi. IS.
^ Gesandte: Basel. Hans Rudolf Fäsch, Obcrstzunftmcister; Hans Rudolf Wettstein, Zcugherr.^^lbnrg. Jakob Bumann, Seckelmcister. Solothurn. Wernher Bruuncr, Schultheiß; Johann von^k, Ritter, Alt-Schultheiß; Johann Degenscher, Venucr und Scckelmeister; Heinrich Grimm, Scckelmeister.^^ffhausen. Hans Wilhelm Ziegler, des Raths; Hans Jakob Zicgler, ü. II. v., Stadtschreiber,s ^Penzell. Jakob Wiser, Alt-Landammanu und Pannerherr, von Jnnerrhoden; Kaspar Merz, Land-^üriber, non Außerrhvden.
Nachdem man die eidgenössische Begrüßung verrichtet und einander ein „freudenreiches, friedliches,' gutes" Jahr gewünscht hat. werden die Ursachen weitläufig erörtert, wodurch die zwischen
Orten schwebende Verbitterung entstanden ist, und die Schritte erzählt, welche Basel und Schaffhausen^ ü' Beseitigung des gegenseitigen Mißtranens bisher gethan haben. 1». „Um alle Anstöße und Präjudiz,Fasson möchten, zu vermeiden", wird als das Beste erachtet, unter dem Jusiegel der Stadt2g eine gemcineidgenössische Tagsatzung nach Baden auszuschreiben, und zwar auf Sonntag den^ Sebruar. Die uninteressierten Orte von beiden Religionen werden, wie man sich versieht, ernstlichin ^ daß sowohl Zürich und Bern, als die fünf katholischen Orte auf dieser Tagsatzung erscheinen,
5vcnd^ daß der gnädige Gott seinen Segen dazu senden werde, damit das drohende Unheil abge-
Na, ^ «. Herr de la Piemeute von Genf anerbietet sich, in seinem und seiner Mitintercssierten
nen vermöge der jedem Ort übergebenen gedruckten Cvpicen der ganzen Eidgenossenschaft genug fran-. Salz in eigenem Verlag und eigenen Kosten bis nach Genf zu liefern, nicht in der Meinung, dielvstl ^ Salzes dadurch zu verhindern, sondern vielmehr Wvhlfeilheit herbeizuführen; den Centner
dafür ^ ^ ^ ^'dres 10 Sols, d. i. das Pfund zu 16 Unzen um einen halben Batzen liefern. — Weil mauBefehl hat/nimmt man das Anerbieten aä roköronänm. «I. Basels Gesandte berichten weitläufig,v / ^wer Stadt und Bürgerschaft in diesem Kriegsunwesen widerfahre; nicht allein ihre Gefälle, Zinsen,und^kaufte Wein werden ihnen vorenthalten, sondern es sei auch der freie Kauf der Früchteöderer Victnalien dem klaren Buchstaben der Erbeinignng zuwider ihnen gegenüber aufgehobenbell ^ sich darüber durch seine Gesandten bei der vorderösterreichischen Regierung heftig
^ust^ sei dann ein Patent ertheilt worden, daß man Zinsen und Zehnten, wie auch den cr-
Bict/",'^" ^'"bf>Bgen lassen solle; man habe ihnen aber verdentet, daß die Herrschaft an Früchten undkvelcl" Atangel habe. Die zu Hüningen einquartierten Soldaten hätten die von Altkirch,
^ -U'üchte gen Basel fertigen wollten, auf baslerischem Gebiet gezwungen, die Früchte abzuladen, und