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Februar 1634.
««7.
Conferenz von Lucern, Freiburg' und Solothurn. ^
Solotbnrn. 1K34, li. Februar.
Staatsarchiv Laccr». Absch.ilu »»»o N!Z4. Bd.XXIV. tol.W.
Gesandte: Luccru. Jost Bircher, Ritter, Schultheiß; Ludwig Schumacher, Seckelmeister; Ludi^
Hartinann, Stadtschreiber. Freiburg. Jakob Bumaun, Seckclmeister. Solothurn. Weruher BrunnsSchultheiß; Johann von Roll, Ritter, Alt-Schultheiß; Johann Degenscher, Venner und Seckelmeisi^Heinrich Grimm, Seckelmeister.
Diese Conferenz wird auf die Nachricht zusammenberufen, daß Zürich und Bern Kriegsrüstungennehmen, daß sie täglich mustern, an die Grenzhäuser große Geschütze führen, Munition und Proviantgroßen Massen von Cudrefin, Averdon und St. Johann nach Königsfelden schaffen, daß sie die Zünfteihren Neisewagen anfmahnen, die Auszüge anordnen, achtzig bis hundert Räder zu großen Geschützen "schlagen und Fahnen machen lassen. — Man beräth sich über die Mittel, wie man bei einem Angriff fein Ort laut des goldenen Bundes, laut Bruderschaft und Burgrechts einander helfen könnte. ». Eidgenösl"^Begrüßung. — Bei der Berathung über die Mittel, durch welche man einem Angriff zu begegnen imsein könnte, und wie der Proceß Kesselrings und die andern Angelegenheiten im Thurgan zu liquid"seien, wird auf die Verschiedenheit der Ansichten bei den Obrigkeiten, Obersten und Hauptleuten, ^ ^Kesselring den Proceß machen sollen, aufmerksam gemacht. Die einen Gesandten nämlich wollen diese ^bewegen, den Kesselring ihrer Obrigkeit zu übergebe», welche ihn dann den zehn im Thurgan regieret,Orten überantworten sollte, so daß diese über ihn sententieren würden, wobei keine Gefahr zu besorgtda die katholischen Orte die Mehrheit der Stimmen hätten; dadurch würde die Erbitterung gew" ^Sollte dieß von den Obrigkeiten, den Obersten und Hauptleuten nicht erhältlich sein, so müsse uiaü ^Sache der lieben Zeit befehlen; doch soll man dann die vier katholischen Orte bitten, daß sie mit dein 1"cesse Kesselrings nicht allzu sehr eilen noch etwas unternehmen, was die Zerrüttung oder den dl"tew^des Vaterlandes herbeiführen könnte. .Eine andere Ansicht geht aber dahin, daß man dem ProcessiLauf lassen solle, da Kesselring vor ungefähr fünfzehn Jahren „der Zürcher Aug" gewesen sei, diesedas Burgerrecht, Häuser in der Stadt und in Weinfelden verehrt hätten, er zu selbiger Zeit den ltb" ^eines LärmbläserS gehabt, viel Unruhen angestiftet, zu Kreuzlkngen um den Einbruch des FcldmaÜ^Horn wohl gewußt habe. Wenn man dann finde, daß er eine ernste Strafe verdient habe, solle nw" ^der Execution zuwarten, um zu sehen, ob die interessierten unkathvlischen Städte für ihn intercediere»-^glauben auch nicht, daß dieselben dieses Mannes wegen einen Krieg anfangen werden. Andere 'darauf aufmerksam, daß Kesselriug zwar nicht die Hauptursache sei, daß aber die beiden Städtezum Vorwand nehmen, um unter diesem Scheine den katholischen Orten ihre Reputation zu nehmen-auch der Proceß Kesselrings „pacificiert würde", so wäre damit nur ein Ast vom Baum gehanew ^Baum nicht aus der Wurzel gerissen. Daher sei.es Vonnöthen, daß man sich klar und deutlich dn^' ,erkläre, welches das beste Mittel sei, einander redlich und eidgenössisch zu helfen. Als das beste ^ ^wird nun angesehen, daß, wenn ein Ort Kenntniß von dem Ueberfall eines andern Ortes erhält, es h'eine Diversion mache oder sich mit demselben zu verbinden suche; sollte das nicht möglich sein, daßeinem geeigneten Punkte einen feindlichen Ueberfall unternehme. Gegenseitig werden die heimliche" ^ ^