Januar 1634. 817
^'nbassador in die Eidgenossenschaft expediert sein soll. Wolle man dennoch die Gesandtschaft abgehen lassen,Wunsch« xZ ihr Glück auf die Reise, doch möge man auch in seinem Rainen sie handeln lassen. Trotz dieser^ schlägigen Antwort wird beschlossen, die Gesandtschaft abzusenden. Den 5. Februar sollen die Dcpn-^ eu zu Solvthurn zusammenkommen, um von dort aus die Reise nach Paris anzutretein Lucern legt zweivnccpte zu der Instruction für Dieselben vor, welche gebilligt werden, und wird ersucht, die Instructiondie Credcnzschreiben im Namen aller katholischen Orte und des Prälaten zu St. Gallen auszufertigen.^ Antrag Zugs, man mochte diese Instruction sofort dem Abschied beifügen, wird nicht beliebt. «I. Die, ^bZräthe, welche Kesselriugs Proceß unter ihren Handelt haben, werden ermahnt, sich so viel als möglich^ deinühen, daß sie die Aussagen des zu Constanz verhafteten Tummclin den Gesandten bei ihrer Abreise^ ^sländnissen Kesselriugs sman sehe dessen Allssagen im Anhange 4j übergeben können, damit man„" ^"'würfen, die hie oder da gemacht werden könnten, desto besser begegnen könne, v. Die Berathung^ die Sicherstelluug der Pässe wird um so uothwendigcr erächtet, da Berichte einlangen, daß Bern un-vynte Kriegsrüstungen mache, ungewöhnliche Verbitterung zeige und eilte drohende Stellung denhat " ^ Mellingen, Baden und Bremgarten gegenüber einnehme. Da man beim schwedischen Unwesen wohl. Zicken können, welche Partei die Eidgenossen der andern Religion begünstigen, und wie sie sich habenZur lassen, die gemeinsamen Vogteien sicher zu stellen; da es sich ferner zeigt, daß die Sache sich
Ez hinneigt, so glaubt man nichts verabsäumen zu sollen, um sich vor Schaden sicher zu stellen.
für nothwendig erachtet, daß Lnccrn und Zug „ihre Hand ob den Freien Aemtcrn halten"kriegserfahrene Personen dahin abordnen, welche das Nothwendige anzuordnen haben; daß Uri^uier bewache, daß Schwhz die von Napperswhl zur Wachsalnkeit auffordere lind sie anhalte,y . ^"^mden Aenderuitgen sich bei ihm Raths zu erholen; daß endlich jedes Ort ein wachsames Augetz'uie Grenzen habe und vertraute Kundschafter halte. In Beziehung auf die Sicherstellung der thur-äiie ^ ^mzen sehen es zwar die Gesandtem mit Ausnahme der schwhzerischen für nothwendig an, daß»acl ^ ihrem Volke dorthin gelegt werde; vorläufig wird jedoch Lucern ersticht, jemanden
äile zu schicken, tun sich daselbst beim Landvogt und den Amtleuten zu erkundigen, auf was für
^stelb ^ Besatzung in den Thurgau gelegt werden könnte, lind was für Mittel vorhanden wären,äiild' ^ Jngleichent soll Uri den Oberst von Beroldingen, der des Landes und der Einwohner
svllc,^ ^ Zugehen, einen Vorschlag zu machen, damit man dann eilten Entschluß fassen könne. Inzwischen»>chcc ^ ^ ^ Mann bereit halten; von Schwhz hofft man zuversichtlich, daß es sich von den
die trennen werde, t. Schwhz eröffnet, daß es den Beschluß gefaßt habe, seine Pässe durch
Aöcht wehr, wie bisher, von Freund oder Feind mißbrauchen jzn lassen. Zu diesem Endzwecke
^ ^ '»an von Freiburg und Solothurn eine Erkläruitg verlangen, ob sie gesonnen seien, künftig bessere^ galten llitd dergleichen Durchzüge nicht anders, als das Bündniß und die alten Ordnungen^idcn^' wollen. Obgleich die Gesandten einsehen, daß Schwhz mit Recht sich beschwere, wenn jene
»ich " die Durchzüge gestatten, so können sie doch aus Mangel an Instruction keinen Beschluß fassenz» die Sache in den Abschied, richten jedoch an Freiburg und Solothurn die Frage, wie sie es
lil»„ ^ bedenken, wenn Kricgsvolk, ohne daß sie zuvor darum begrüßt worden wären, über ihr Territo-^geim^ Unweit oder anderswohin zu ziehen sich unterstehen sollte, z». Man sieht es als ein in den^rch ! verdienstliches und in den Augen der Welt hochrühmliches Werk an, wenn die katholischendahin bringeil könnten, daß das Veltliu wieder in seinen alteil Stand gesetzt und seinem rechtmäßigen
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