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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
Seite
710
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7 l.0 September 1632.

Schwyz und den katholischen Glarnern Ungelegenhciten zu besorgen habe, wenn man den Khd zur Handbringen würde, so will man den evangelischen Glarnern auf nächster Tagleistung zu Baden ferner mitRath an die Hand gehen. !. Zürich spricht mit den Gesandten von Bern und Basel wegen der Abberufungder interimsweise ins Nheinthal verordneten Prädicanten und wünscht, daß dieselben ihre Stellen nicht ver-lassen, bis ihre Nachfolger vorhanden seien und aufziehen werden. Man schließt sich ihm an, begehrt aber,daß den abziehenden sicheres Geleit gegeben werde, weil Drohungen gegen sie gefallen seien. Ir. Für denFall, daß die die Erkanntniß von Frauenfeld enthaltenden Briefe von dem Bischof zu Cvnstanz und dem Abtzu St. Gallen nicht gütlich ausgeliefert werden sollten, begehrt Zürich Rath, wie man sich zu verhalten habe,ob die Ehrcnsätze weiter anhalten, oder ob man die zu Gebote stehenden Arrestmittel anwenden solle, um dieBriefe denselben abzunöthigcn. Weil man einmal ans dieselben nicht verzichten will, die wirkliche Aushin-forderung anch nicht anfzuschieben ist, so wird Zürich gerathen, falls die Briefe bis zur nächsten Tagleistungzu Baden nicht heraus gegeben würden, alsdann vor den katholischen Orten noch einen Anzug zu thun oderandere Mittel, die ihnen am zweckmäßigsten scheinen, anzuwenden. Ferner erklären etliche Gesandte, daß ihreHerren und Obern nicht gesonnen seien, auf die Ersetzung der Kosten zu verzichten. Die Gesandtschaft vonZürich läßt sich in ebendemselben Sinne vernehmen.

Zu I».Uffgenomncr und durch Hrn. Johannes Rudolf Willading, der Zyt Vcnner und des Rathsder Statt Bern, utz Bevelch Myner Gn. Herren in Gschrifft verfaßter Bricht, wegen deß in der Clus den10. (a. K.) diß verübten Unheils, an Jr Gnaden ußgeschickten Soldaten bcschchen.

Lütenambts Bricht. Zum ersten, wie er Jr Gnaden Bevelch die 50 anvertrouwten Musqueticrcrnacher Mülhußen führen sollen, und albereit dieselben vcrschinnen Donstags den 6. diß in die Cluß kommen,seyend sp daselbst ufgchalten und widcrumb zurück gcmanct worden.

Morndes, als am Frytag, kombt der Lütenant inen nach und findt in die 42 zu Nider Vipp; dieselbenheißt er mit ime dran in die Clus ziechen, der Hoffnung er beßer Glück, dann aber sy antreffen werde,Als sy aber zu der Wacht kommen, wolle man sy so wenig als zuvor paßieren laßen, gab was; guterWorten man inen geben habe, gestalten sy nochmaln zuruckwychen müßen, dessen er dann Myne Gnäd-Herren berichtet, die ime dann widerumb zugeschriben, Jr Gnaden haben denen zu Soloturn dißen Ufhaltalso zu vcrstahn geben, daß sy hoffen, man dieselben fcrners nit ufhalten werde, uf Wellich End hin s?ime dann bevolchcn, umb den Paß wyttcrs anzuhalten, und was ime darüber widerfahren werde, sölle erIhr Gnaden by Tag und Nacht brächten.

Deßhalben er uff den 10. uff den Abend umb 3 Uhren zu Wangen uffbrochen und mit den Sol-daten von Nider Bipp dannen der Cluß zugezogen, da sy dann zuncchst by dem Crtttz die erste Schi^wacht angetroffen, die er fründtlich umb den Paß angesprochen, daruf der Corperal, ein voller Zapl'geandtwortet, er wolle den Landtvogt reichen. Alsbald kompt derselbig sprengend dahär, und geschahdarzwüschcnt by der anderen Wacht ein Looßschutz; da frage der Landtvogt, was syn Begehren were, hn^hiemit fründtlich umb den Paß an; darüber antworte er ime, wann sy kommen, so werde man sy ^pfachen, fahre hiemit stracks widerumb der Cluß synem Volck zu, laße uff die Trummcn schleichen, undscheche aber ein Looßschutz dem Schloß in der Cluß. Endtzwüschendt enthalte er sich mit den Soldatenby der ersten Wache noch stäts uff, nach langem aber (wyln er des Hrn. Landtvogts von Falkcnstc"'Reden nit wol verstahn mögen, ob der Paß inen verspert syge, oder nit) schicke er nochmaln. zu iure,Ja oder Nein; daruf kemme der Wirt zum Nvßli mit einem Anderen und bringe Bricht von Hrn. Landt-vogt, der Paß syge inen gentzlich abgstrickt.