Deceinber 1631.
663
metscher und Secrctär der französischen Ambassade, Herr von Mollondin, präsentiert ein königliches Credenz-schreiben für den Freiherr«? von Rortb, welcher, von dem König in die Eidgenossenschaft abgefertigt, zu er-scheinen verhindert ist, weil ihm etwas Unheil zugestoßen ist. Desgleichen überreicht Herr von Mollondinein Schreiben des Herzogs von Rohan und ein solches des Herrn du Land«-, die III Blinde betreffend.Hierauf hält derselbe einen Vortrag des Inhalts, die Orte möchten zu Erhaltung des ganzen eidgenössischenStandes auf die III Bünde ein getreues Aufsehen haben und auf das Ansuchen der bündncrischcn Gesandteneine willfährige Antwort ertheilcn und dieselben mit und neben dem König gegen diejenigen schützen, welcheihre Freiheit beeinträchtigen wollen. Sodann möchten die Orte nach allen Mitteln sich umsehen, um denihurgauischcn Span gütlich beizulegen; dazu bietet Mollondin seine Dienste an. — Zürich, Bern und evan-gelisch Glarus haben die Nachricht von der Wicdcrbcfreiung der bündnerischcn Pässe und Lande ganz gernvernommen. Das von den Bünden projecticrte Conservationswcsen wollen sie sich gefallen lassen; sie sindmich wie bisher geneigt und erbötig, nach dein Inhalt der Bünde ihr Bestes weiter zu leisten, besondersaber wollen sie zu dem begehrten Jutercessions- und Dankschreiben an den König ihre Einwilligung geben.Wenn die Erneuerung der Bünde den übrigen Orten gefallen sollte, werden sie sich von denselben nichttrennen und sich freuen, wenn auch die übrigen nichtverbündcten Orte sich um mehrern Ansehens willendem Bündnisse anschließen. — Die fünf katholischen Orte und katholisch Glarus erklären, sie seien Willensdie Bünde getreu zu halte«?, glaube«? aber, daß es dießmal nicht nothwcndig sei, dieselbe«? zu crueucrn. Wennman zu anderer Zeit und bei besserer Gelegenheit solches gut finde, würden sich ihre Herren und Oberngebührender Maße«? dazu bestimme«? lasse«?; die III Bünde möchten aber zu unnöthigen Kriege«? keinenAnlaß geben. Weil man Bericht habe, daß die geworbenen Regimenter bereits vollzählig seien, «verde esnicht nvthwendig sei«?, sich über die begehrte Volkswcrbuug weiter zu erkläre«?. Daß ei«? uuvorgreiflichcsDankschreiben a«? de«? König erlasse«? «verde, dawider seien sie nicht. Nach Inhalt des Bündnisses «vollenste jeder Zeit ein getreues Aufscheu auf die Bünde habe«? und zu Recupcration ihrer verlorenen Laude beiden? Veltliu selbst, vor Allen? bei de»? Papst und a«? andern Orte«? mit Schreibe«? und Absenden von Bot-schaften ihr Bestes thuu, damit Gewaltthal und böse Conscqueiizen erspart bleibe«?. — Basel, Schaffhauscn,Appenzell-Außerrhodeu, Stadt St. Galle«? und Biel, obgleich mit de«? III Bünde«? i«? keinem Particular-verständniß, «volle«? nichts desto weniger au den Maßregel«?, welche zu Erhaltung der allgemeinen WohlfahrtVathsam gefunden «verde«?, Thcil nehmen. Da wegen des Eintrittes i«? das begehrte Bünduiß nichts a«? siegelangt ist, sind sie darüber auch nicht instruiert und nehme«? dieses alles i«? de«? Abschied. I«? das begehrteSchreiben a«? de«? König willigen sie ei«?; zugleich berichte«? sie, «vie es der verlangte«? Volkswcrbuug halber^ ihnen sich verhalte. — Die Gesandten vo«? Frciburg, Solothurn, Appcnzell-Jnncrrhodcn und des Abtesvon St. Galle«?, in Beziehung auf diese Prvpositionen ohne Befehl, nehmen dieselben uä rolörsicllum; siewillige«? aber ei«?, daß den? König durch ei«? uuvorgreiflichcs Schreibe«? gedankt «verde. «A. HS. ?«. Thurgau.)v. Der Gesandte der Stadt St. Galle«? trägt abermals vor, daß ihr Burger Melchior Guldin, gewescncrStadtschrciber und Vogt zu Bürgten, nochmals auf seine,?? böse«? Vorhabe?? beharre und dahin arbeite, daßdie Commissi»??, welche er a«? de?«? kaiserliche«? Hof wider St. Galle«? ausgewirkt habe, vollzöge«? «verde;St. Galle«? bitte deßhalb um Rath und Hülfe. — Es wird geantwortet, daß es sich mit Gnldi«? i«? keineTractatio«? einlassen, sondern i«? Allein, was ihn? deßhalb Beschwerlichcs begegne«? möchte, jeder Zeit auf dieDrte sich berufen solle, da man dieses Geschäft fiir die ganze Eidgenossenschaft nicht wenig präjudicierlichfinde und ma>? es deßwcgen bereits früher a«? die Hand genommen habe. Mai? werde alsdann aus Mittel