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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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September 1629.

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Conferenz der V katholischen Orte.

Weggis. 1V2», ». September.

LandcSarchiv Nidwaldc».

Gesandte: Lucern. Heinrich Clovs, Schultheiß und Pannerherr; Moriz An der Allmend, Stadt-fähnrich; Jost Bircher, Ritter; Ludwig Meyer, alle des Raths. Uri. (Niemand.) Schwyz. HeinrichNeding, Ritter, Landammann und Pannerherr; Gilg Frischherz, Ritter, Alt-Landammann und Landshaupt-mann; Martin Betschart, Seckelmeister. Unterwalden. Sebastian Wirtz, Landammann und Pannerherr,von Obwalden; Johann Lllssi, Ritter, Landammann; Johann Zelger, Alt-Landammann, Landshauptmannund des Raths; Kaspar Leu, Ritter, Alt-Landammann und des Raths, von Nidwalvcn. Zug. AdamBachmann, des Raths; Johann Trinkler, Ammann und des Raths.

i». Uri entschuldigt seil, Ausbleiben. I». Graf Casati, Ambassadvr des Königs von Spanien, legteinen schriftlichen Vortrag ein, in welchem er »ach erstattetem Gruße vor dein Ansinnen warnt, welches derfranzösische Ambassador zu Solothurn an die Katholischen und die Neugläubigen gestellt hat, nicht nur dieGrenzeu mit stärkerer Macht zu besetzen, sondern auch eine -crinös volanto von 6000 Mann aufzustellen.Er erblickt darin eine List, durch die man zuletzt die katholischen Orte nöthigen wolle, sich für offeneFeindschaft zu erklären, und empfiehlt die auf der Einigkeit des Glaubens beruhende Einigkeit als das besteMittel gegen die Versuche, sie mit den Neugläubigen zu verbinden. Er stellt ihnen als warnendes Beispieldas Schicksal der Blinde vor Augen, deren Unglück damit angefangen habe, daß sie sich durch die falscheLehre der politischen Prüdicanten von dem einigen allein seligmachenden Glauben haben abwendig machenlassen. Das Bad, in das jene geführt worden feien, werde dermalen ihnen gerüstet.Diese vorgewendcte

armaäa volanto ist allein ein Prätext Euch allgemach in das Spiel zu bringen Wenn Ihr still und

ruhig und einig Euch haltet, werdet Ihr Gottes Fluch nicht auf Euch laden, den gerechten, mächtigen undGott liebenden Kaiser nicht erzürnen, Ihre Königl. katholische Majestät sammt dem ganzen hochl. HausOesterreich nicht zu Feinden machen." Den Schluß bildet die Ermahnung, seinem Nathe zu folgen.Die Gesandten sehen aus diesem Vortrage, daß die darin empfohlene Einigkeit das beste Mittel sei, die Ruheund den Frieden im Vaterlande zu erhalteil, und verdanken dem Ambassador seine wohlgemeinte Fürsorgeund seineil guteil Willen, v. Der Abschied von Solothurn wird verlesen und die mündliche Relation an-gehört. Das wohlmeinende Anerbieten des Königs von Frankreich, der Eidgenossenschaftmit guten wirk-lichen Mitteln" zu helfen - und sie vor Drangsal und Unbilden zu schützen, wird mit Freude angehört.Wenn aber dabei darauf gedrungen wird, daß die Greilzeil mit noch mehr Mannschaft und auf Kosten derOrte besetzt werdeil sollen; wenn ferner verlangt wird, daß eine Armee von 6000 Mail» aufgestellt werdensolle, die der König von Frankreich besolden wolle, und daß das bündnerische Wesen wieder in den vorigenStand zurückgeführt werden solle, so wissen die Gesandten nicht, was für eineil Ausgang unter den derma-ligen Verhältnissen die Sache nehmen würde. Es wird auch hervorgehoben, wie groß die Last für die Unter-thanen bei der dermaligen Theuerung lindder pestilenzischen Erbsucht" sein würde. Jedoch soll immerhinjedes Ort von seiner Wachsamkeit nicht ablassen, sich für jede Gefahr gerüstet halten und im Nothfall Leibund Gut zusetzen. Dainit dem König von Frankreich, dein die Gesandten für sein Anerbieten den höchstenDailk wissen,kein Disgust verursacht werde," wollen die Gesandten die über diesen Gegenstand gepflogene