Druckschrift 
5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
Seite
598
Einzelbild herunterladen
 

598

August 1629,

werden sollte, wird befunden, daß mau damit noch zuwarten solle, bis mau sehe, was für eine Weuduug dieSachen uehmeu. xx. Auf eiue Beschwerde Zürichs, daß Schwyz fortfahre kleine Münzen zu prägen, werdendie Gesandten dieses Ortes ersucht, dahin zu wirken, daß das Münzen eingestellt und man nicht veranlaßtwerde, den Bestimmungen des jüngsten Abschiedes von Baden Folge zu geben. Luccrn erhält den Auftrag,in ähnlichem Sinne an Nri zu schreiben, wenn es sich herausstelle, daß in diesem Orte ebenfalls gemünztwerde. I». Der Anzug, es möchten die katholischen Orte eine Gesandtschaft an den Kaiser schicken, wird rstsrsnclum genommen, i. Da zu besorgen ist, daß die Herrschaft Genua wegen des von Uri aufgenuesisches Geld gelegten Arrestes Repressalien gegen die deutschen Handelsleute ergreifen werde, wird fürzweckmäßig erachtet, den Grafen Casati um Vermittlung anzugehen. Ir. Lucern erklärt in Beziehung aufdie Beatificativu des seligen Bruders Klaus von der Flüe, daß es nichts unterlassen werde, was zur Beför-derung dieses Geschäftes dienlich sei.

Conferenz der VIl alten Orte.

Rapperswyl. 4. August (25. Juli a K )

Staatsarchiv Zürich. <Z°8t. Xll. itZ. kol tSZ.

Gesandte: Zürich. Salomon Hirzel, Seckelmeister. Luccrn. Ludwig Schumacher, Seckelmeister;KasparMör" (Mohr), Alt-Landvogt zu Lauis. Uri. (Niemand.) Schwyz. Heinrich Nediug, Ritter,Landammann; Gilg Frischherz, Ritter, Alt-Landammann. Unterwalden. (Niemand.) Zug. PaulusBengg, Statthalter. Glarus. Daniel Bussy, Landammann; Heinrich Pfändler, Alt-Landammann.

». Uri entschuldigt sein Nichterscheinen mit der best ihm grassierenden Cvntagiou und anerbietet sich,was verabschiedet werden möchte, sich auch belieben zu lassen. Obwaldeu entschuldigt sich wegen der Kürzeder Zeit. k. Hauptmann Sebastian Heinrich Crivelli überreicht ein Credenzschreibeu des spanischen Am-bassadors und eröffnet in dessen Namen, daß es in Bezug auf das in den Blinden befindliche kaiserlicheKricgsvolk bei dem kaiserlichen Sinceratiousschreibeu und dein, was der spanische Ambassador vor Schult-heiß und Rath zu Luccrn vorgebracht habe, nochmals verbleibe, daß nämlich die Eidgenossenschaft von jenemVolke nichts zu besorgen habe. Von dem Gubernator zu Mailand seien bereits Commissarien nach Churgeschickt worden, um dasselbe nach Italien abzuholen, nur sollen uothwendige Zusätze zurückgelassenwerden; man solle sich auch fttrderhiu aller guten Nachbarschaft versehen. Diese Versicherung wird verdanktmit der Bitte, in solch' guter Gesinnung zu verharren, v. Die Mannschaft von Zug ist unerwartet ausdem Sarganserland abgezogen, und Glarus will mit seinein Kriegsvolk auch nicht länger daselbst bleiben!Glarus wird aber ersucht, seine hundert Mann noch weiter dort zu belassen. Deren Hauptleute sollen, wennsie sich zu schwach erachteil, Vollmacht haben, in der regierenden Orte Namen eine Anzahl Einwohner an sichzu ziehen und diese ihnen Gehorsam schuldig sein. Zug, das dermalen einzig bei keinen gemeinsamen Un-kosten bctheiligt ist, soll Glarus au die Kosten monatlich 300 gute Kronen beitragen und für den erstellMonat, der mit dem 1. August a. K. angehen wird, eine solche Summe aufs Längste bis künftigenMittwoch entrichten. Unterwalden, das zwei Drittheile Volkes weniger als andere Orte jenseits des Gebirgshat, soll Glarus monatlich auch 200 Kronen geben. Lucern wird ersucht, Unterwalden davon in Kenntnis)