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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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Juli 1629.

sondern noch dazuden Silberkauf angestellt" hätten, wodurch allem Uebel Thür und Thor geöffnet werde.Die beiden Orte möchten deßhalb mit dem fernern Münzen und besonders mit dem Silberkauf innehalten,da man sonst veranlaßt würde, nach Inhalt der Abschiede zu verfahren. Die Gesandten von Uri undSchwyz erwidern, daß ihnen des Silberkaufs halber nichts bekannt sei. Da aber in dieser so klemmen Zeitgroßer Mangel an Münzen gewesen und jede Haushaltung mit etwas Silbergeschirr versehen sei, so hättendie Leute geglaubt, dessen nicht besser abkommen zu können, als wenn sie dasselbe in die Münze brächten unddaraus eine Anzahl Schillinge prägen ließen. Man habe auch nicht geglaubt, daß sich deßwegen jemand zubeklagen haben würde. Nach weitläufiger Unterredung wird nochmals verabschiedet, daß es bei den altenMünzvrdnungen und ergangenen Abschieden verbleiben solle, dergestalt, daß sowohl das Münzen der geringenSorten als der Silberkauf gänzlich abgestellt sein solle; es würde jedoch weniger Bedenken verursachen, wennman Drei- und Scchsbätzner aus Silbergeschirr münzen ließe; die groben Sorten aber auszuwechseln undmehr darum zu geben, als sie taxiert sind, soll jedenfalls verboten sein und die Uebertreter sind mit Confis-cation der Sorten und auf andere Weise nachdrücklich zu bestrafen. « . Die Obersten Schmid von Zürich undFleckenstein von Lucern, welche an den General-Oberstwachtmeister Gallas und in die Bünde abgeordnetworden waren, um bei denselben theils dasjenige zu verrichten, was in dem letzten Abschied von Badenenthalten ist, theils um auszuforschen, was es mit den Schanzen und besonders mit dein beabsichtigten Werkauf der Steig für eine Bewandtniß habe, erstatten über ihre Verrichtungen umständlich Bericht. Der GeneralGallas habe ihnen willige Audienz ertheilt und auf ihren Vortrag sich entschuldigt, daß das Kriegsvolk nochnicht versprochenermaßen nach Italien abmarschiert sei; so lange er in diesen Landen bleibe, werde derEidgenossenschaft von daher nichts Leides widerfahren; sein gegebenes Wort sei so wahr als das heil. Evan-gelium. Daß er sich aber verschanze und der Pässe versichere, das lehre die Natur, da einem so unbekanntenLande nicht zu trauen sei und man Nachricht habe, daß verschiedene friedhässige Leute in diesen Landen, welchedie Eidgenossenschaft aufhetzen, den Absichten des Kaisers in den Weg zu treten suchen. Ein Ort solle in die 60,666Kronen empfangen haben, um Volk zu werben. Sodann erinnere man sich, wie die Bündner früher mitdem österreichischen Volk umgegangen seien. Wenn die Eidgenossenschaft hinlänglich Versicherung gebe, sowolle er die Schanzen wieder schleißen lassen. Als die Abgeordneten angedeutet hatten, daß es vielleicht ander Versicherung nicht mangeln werde, habe der General gleich wieder sich eines Andern besonnen und umzehn oder zwölf Tage Ausschub gebeten, um den Kaiser benachrichtigen zu können. Nachdem man ihm erklärthabe, warum etliche hundert Mann nach Sargans geschickt worden seien, habe er den Wunsch ausgesprochen,man möchte, weil von daher nichts zu besorgen sei, mit dem Schanzen auf der eidgenössischen Seite bis ausgenannte Zeit innehalten, da im andern Falle es den Bündnern nicht zum Guten gereichen würde; hätteman die Absicht gehabt, etwas zu thun, so hätte es gleich Anfangs geschehen müssen. Ferner berichten dieGesandten auch, daß sie auf der Steig keine Stücke, ausgenommen eines, das dein Friedländer gehöre«? undin die 200 Pfund schießen solle, gefunden haben. Das Werk daselbst «verde bald zu Ende gebracht sein;bei der große,? Schanze würden noch fünf Halbmonde gemacht und noch andere Schanzen abgesteckt. ZuBrücken und Andern? seien allerlei Vorbereitungen getroffen. Die Wagen lasse man in das Schweizer Geleiserichten, zu welchen? Zwecke, sei leicht zu errathen. Ueberdieß habe man auch vernommen, daß ein kaiserlicherHauptmann den Soldaten die Weis?u?g gegeben habe, keinen? Schweizer Quartier zu geben; wenn er einenwüßte, wollte er ihn gleich aufhängen lassen. Zu Mahenfeld seien etliche Bündner zu ihnen gekommen undHütten gebeten, daß man die Hand von ihnen nicht abziehen und sie nicht verlassen möge. Deßgleichcn be-