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August und September 1628.
König von Frankreich und den Orten zu Ehren den Pfarrer Teller zu übergeben in der Erwartung, daßderselbe gebührend bestraft werde. — Der Nuntius nähert sich hierauf in einer schriftlichen Erklärung demBegehren der Walliser in Bezug auf die Bischofswahl und sagt seine Verwendung bei dem Cardinal Barberinizu. Zugleich spricht er den Wunsch aus, es möchte der neue Kalender sofort eingeführt und die Anhängerder neuen Religion verjagt werden, deßgleichen man möchte die jungen Walliscr nicht zu Bern und Baseloder an andern mit der Ketzerei vergifteten Orten studieren lassen. — Die Walliser Gesandten gebenschließlich den Orten folgende Erklärung ab - Erstens sie wollen bei der wahren katholischen Religion gänzlichverbleiben und keine andere in der Landschaft dulden. Die früher zu Leuk gegebeue Erklärung, deßgleichender Abschied, der den Gesandten der sieben Orte im Juni 1627 ertheilt worden sei, sollen in Kraft verbleiben;zweitens, es möchten ihnen vier Capuciner, zwei für Ober-, und zwei für Unterwallis zugeschickt werden');drittens, man werde die Zehndcn für Annahme des neuen Kalenders zu bereden suchen, könne aber mit deingemeinen Mann in einer ungewohnten Sache nicht wohl eilen. Die Orte möchten sich mit dem König vonFrankreich dafür verwenden, daß der Bischof freiwillig resigniere, wogegen sie versprechen, daß sie unterdessenallen Respect gegen das Bisthum und das Capitel beobachten werden, wofern sich auch die Geistlichengebührend verhalten. Dem Nuntius wird am 2. September ein Neceß in diesem Sinne zugestellt fliegt imStaatsarchiv Lucern, Fascikel Wallis.) Schließlich danken die Gesandten für die gehabte Mühe. JunkerWallier anerbietet sich mit den Gesandten zu allen guten Diensten, v. Dem Papst und dein CardinalBarberini soll für ihre väterliche Gutherzigkeit und Fürsorge gedankt werden. «I. Auf den Bericht Zürichswegen des nach Chur angesetzten Verhörtages über deren von Maycnfeld beabsichtigte Abfuhr der Kauf-mannsgüter' wird für gut erachtet, daß Neben den Gesandten Zürichs die Landvögtc und Landschreibcr imNheinthal und Sargans sich auch nach Chur begeben, um die Klagen und Gründe der Gegenpartei zu ver-nehmen, nicht aber um das Recht anzunehmen, v. (S. u. Grafschaft Baden.) t. Don di Cordova soll an dieErfüllung seines Versprechens für die spanischen Regimenter und die Nollziehung des königlichen Willens erinnertund dem Oberst von Beroldingen geschrieben werden, daß, wenn ferner Verzögerung eintreten sollte, einjeder heimkehren solle. K. Die zu Baden beschlossene Zusammenkunft der katholischen Orte wird wegender leidigen Sucht, von der Bern und Frcibnrg betroffen sind, bis auf günstigere Zeit eingestellt. I». 1) Eswird gerügt, daß an etlichen Orten für die Herrschaft Venedig und fremde Fürsten öffentlich geworbenwerde. — Es wird beschlossen, bei den ergangenen Abschieden zu verbleiben; Lucern wird diesen Entschlußden Landvögten zu Sargans und jenseits des Gebirgs mittheilen und sie ermahnen, dergleichen Werbungennicht zu gestatten. — 2) Etliche zu Schwyz haben den früher errichteten Abschieden zuwider gehandelt.Die Gesandten dieses Ortes berichten aber den Verlauf und versichern, daß es ohne Vorwissen der Obrigkeitgeschehen sei, und daß man die Betreffenden gebührend strafen werde, i. Uri berichtet, was für Be-schwerden der jenseits des Gebirgs bestellte Commissarius wegen der Contagion führe, und daß es zu Ver-hütung solcher Ungelegenheit auch einen zu Flttelen bestellt habe. Es wird für nothwendig erachtet, daßSchwyz und Unterwaldcn auch einen Commissarius zu Brunnen bestellen und die Schiffleute warnen, je-mand aufzunehmen, der nicht mit genügendem Zeugnis; verschen sei, daß er von einem gesunden Ort kommeund kein ungesundes passiert habe. Es sollen muh künftig die gewöhnlichen Straßen gebraucht, bei denordentlichen „Schiffländinen ausgekehrt" und besonders auf das streifende Volk und Bettclgesindel geachtetwerden. Gleiche Anzeige soll Schwyz nach Napperswyl senden, Zug nach Zürich und Lucern nach Basel.Ii, I. (S. n. Luggarus.) «i. lieber den Anzug Uris und dessen Vorhaben zu münze,; entsetzt man