August und September 1628.
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478.
Conferenz der VII katholischen Orte nebst Wallis.
Lueern. 1023, 3«. August bis 2. September.
Staatsarchiv Vuceru. Absch. de anno 1628. Vd. XVlII. toi. 200.
Gesandte: Lucern. Walthart Amrhhn, Ritwr, Schultheiß und Stadthanptmann; Heinrich Fleckenstein,Ritter ; Morn An der Allmend, Stadwenner; Jost Birchcr, Ritter, alle des Raths. Nr i. Kaspar RomanusTroger Ritter Landammann; Karl Emanuel von Roll, Pannerherr und des Raths. Schwhz. Heinrich Reding,Ritter/Landammann; Hans Kaspar Ceberg, Statthalter. Unterwalden. Johann Jmfeld, Landammann;Sebastian Wirtz, Alt-Landammann und Pannerherr, von Obwalden; Johann Zelger, Landammann; JohannLussi ?!itter Alt-Anunann, von Nidwalden. Zug. Beat Jakob 5; eh, Statthalter, Beat ^sakob Richenbcrg,des Raths ' Freiburg (ist ausgeblieben, weil die Stadt mit der bösen Sucht behaftet ist.) Solothurn.Victor Hafuer, Stadtschreiber. Wallis. Oberst Michael Mageran; Sebastian Zuber, Alt-Landshauptmann;
Johann Fromb.
». Der neu ernannte päpstliche Runtins übergiebt ein päpstliches Breve und em Schreiben desCarRnals Barberini. Er empfiehlt sodann das Walliser Geschäft und bittet, das; man sich die Kirche sammtderen Immunitäten und Privilegien angelegen sein lasse, daß man darauf Bedacht nehmen möchte, daß'Chorhenr Teller ihm als ordentlichem Richter überliefert, die Väter Jesu wieder eingesetzt und der neueElender ampticrt werde. Vor allein jedoch erwarte er die kategorische Erklärung der Deputierten vonWallis — Alan läßt hierauf den Junker Wallier, Secretär und Dolmetscher der französischem Ambassade,und die Walliser Gesandten zu der Session einladen. Letztere erklären in einer schriftlichen Antwort, Wallisgedenke bei der wahren katholischen Religio,; zu verbleiben, was derselben zuwiderlaufe ferne zu halten unddas Bisthun; bei seinen Rechten zu schützen; falls die Priester nicht exemplarisch leben und lehren, so werdeman die Orte um gottselige Lehrer bitten. Wenn für den unruhigen Bischof ein neuer gewählt .verde,so sei auch die Annahme des neuen Kalenders unzweifelhaft. Der Pfarrer Teller solle dem Nuntius undden Orten zu Ehren gestellt werden unter der Bedingung, daß er für seine Verbrechen gebührend gestraftwerde In Beziehung auf die Wahl des Bischofs wolle Wallis bei den; alten Herkommen verbleiben, könnealso die Proposition des vorigen Nuntius nicht annehmen.') I». Alan verfügt sich zun; Nuntius, um ihnzu begrüßen, seinen guten Willen zu verdanken und ihn zu bitten, die Orte bei ihren alten Gebräuchen undRechten verbleiben zu lassen und sie nicht mit Innovationen zu beschweren. - Hierauf weitläufige Ver-handlungen zwischen de»; Nuntius und den Walliser Gesandten. Diese beharren, gestutzt auf ihre altenGebräuche und Gewohnheiten, darauf, daß die Nomination den. Douwapitel die Election der Landschaftund die Bestätigung den; Papste zukomme. Der Nuntins aber erklärt, daß d;e B.schosswahl nach d;e,erForm stattgefunden haben mag bei den; Todesfall eines Bischofs, diese Wahlart aber in; gegenwärtigenFall, wo der Bischof nicht gestorben sei, nicht stattfinden könne Es müsse ein Vioarws senilis oder«nffrumancnm gewählt werden, und diese Wahl stehe den; Papste zu. Jedoch wolle er noch e.nen Ruttel-Vorschlag macben und denselben bei»; Cardinal Barberini befürworten, nämlich das Capitel und die Welt-lichen sollen vier taugliche Mitglieder aus den; Capitel vorschlagen, aus welchen dann der Papst einenwählen werde Die Walliser Deputierten wenden sich wieder an die Gesandten und an Wallier, welcherseine Vcrmittlnng ebenfalls anbietet. Auf das Zureden der Gesandten bequemen sie sich vorläufig dazu, den;