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Januar 1528.
Chur, stellt im Namen der III Bünde das Ansuchen, die Orte möchten sich bei dein König von Frankreich,an welchen die Bünde bereits eine Gesandtschaft abgeschickt hätten, verwenden, daß ihren Beschwerden überden Tractat von Monzvu, der ihnen ihre Rechte und ihre Souveränität über das Veltlin genommen habe,abgeholfen werde. — Das Ansuchen wird uci rsksroiräuiu genommen. «. (S. u. Thurgau.) «I. Diekatholischen Glarner machen Mittheilung von der Zumuthung der vier Städte neuer Religion. Nach Ab-hörung des auf der Jahrrechnung zu Baden errichteten Abschieds wird einhellig beschlossen, den katholischenGlarnern freundlich zu antworten und zuzusprechen. Es wird auch nothwendig erachtet, den neugläubigenGlarnern zu schreibe», „damit sie den Katholischen desto minder obliegen." «. Mit Verwunderung entnimmtman dem genannten Abschied, daß, so oft der Mugläubigen Meldung geschieht, das Wörtlein „Evangelisch"gebraucht wird. Man soll ernstlich darauf balten, daß solches unterbleibe und namentlich den Landschreibernbefehlen, daß sie sich dieses Titels müssigen. t. (S. u. Baden.) K»'° (S. u. Rheinthal.) Ii. (S. u.Thurgau.) i. Freiburg und Solothurn haben bei mehreren Punkten den Austritt nehmen wollen, weilihre Instruction in solchen Sachen nicht so weit gehe, wie die der fünf Orte; dessenungeachtet wird esfür wünschenswert!) angesehen, daß sie ihre weisen Nätbe auf der übrigen Gesandten Aufforderung im Inte-resse der wahren Religion auch mittheilen. Ii. Die Gesandten sollen bei ihren Obern anbringen, daß mansich gelegentlich berathe, daß das vacante Oberstenamt bei dem König von Frankreich wieder nach alter Ge-wohnheit beseht und „durch uns verschen werden möchte".
Man sehe auch im Abschnitte Hecrschaftsangclcgcuheiten:
Laiidgrasschast ThittMtt. ' <5. Art. 295. Ncligionssachcn?c. Ii. Art. M0. Abzug.
Laiidvoqtci Nheittthal. Art. b29. Glaiibcnssachm !c.
Grafschaft Baden. I'. Art. >61. LecKcs.
Zu A..?). Die Gesandten von Frciburg berichten darüber vor Rath, Stockachers Mutter habe beim Legatenum Hülfe angehalten, das; ihr Sohn möchte freigelassen werden, weil er drei Tage streng torturiert wordensei und seiire Unschuld aufrecht erhalten habe ; viele der frommen guten Katholischen von Brieg seien ansFurcht, das; ihnen etwas Leides begegnen möchte, geflohen; dcßgleichen der Pfarrer von Leuk und Sitten:der Letztcrc sei wenige Schritte dicßseits der savoyischen Grenzen gefangen und nach Leuk geführt worden!der Bischof iverdc immer bewacht. (Kantonsarchiv Freiburg, Rathsprotokoll.)
Zu «>. 1627, 20. October hatte Mesmin den Bünden ein Patent des Königs übergeben, welches eine Er-läutcrung des Art. 1 des Friedens von Mvnzvn enthielt. Nach demselben sollten alle Artikel, welche zuMailand, Lindau und Chur ausgestellt worden sind, annulliert werden. sS. Beilage 14.) 1628, 2. August giebtPhilipp von Spanien den Rathen von Veltlin, Worms und Eleven eine Erklärung, in welcher es unterAnderm heißt, die Ketzer sollen aus den Unterthancnlandcn vertrieben und die Inquisition durch Bcihülfeder Regierung von Mailand eingeführt werden. (Kantonsarchiv Graubünden. Fase. 1627 u. 1628.)
Conferenz der VII katholischen Orte.
Lucern. IKSZk, Iii. Januar.
Staatsarchiv Lucera. Absch. <Io anno 1628. Bd XVlll. toi. 4. Laitdesarchiv Schwhz.
Gesandte: Luccru. Walthart Amrhhn, Ritter, Schultheiß und Stadthauptmanu; Heinrich Cloos,Ritter, Alt-Schultheiß und Paunerherr; Heinrich Fleckeustei», Ritter, des Raths; Rudolf Pfhffer, Ritter,