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October 1627.
dem Vorwand getriebener Practiken gefangen gesetzt worden, so daß zu besorgen ist, daß man gegenihn mit Strenge verfahren werde, wenn man nicht bei Zeiten sich nach Mitteln umsieht, die Erbitterung zubeschwichtigen und die Ruhe wieder herzustellen. Es wird daher beschlossen, an den Nuntius zu schreibenund ihm dieses Geschäft ernstlich zu Sinn zu legen, damit die zwischen dem Bischof und der Landschaft nochschwebenden Streitigkeiten beförderlichst erledigt werden. Sodann ersucht man Freiburg und Svlvthurnje einen Gesandten ins Wallis zu schicken, zum Schein, um sich über einen Conferenztag zu vergleichen, je-doch in der That, um zu sehen, wie Stockacher und den andern Mitinteressierten zu helfen sei; Lucernsoll dieselben mit den nöthigen Schreiben versehen. I». Der neu erwählte Bischof von Chnr ladet zu seinerConsecration ein. — Lucern, Uri und Schwyz sollen je einen Gesandten schicken, um der Consecration bei-zuwohnen und die übliche Gratulation,im Namen der übrigen katholischen Orte zu verrichten. « . Die Antwortauf das Schreiben des Erzherzogs Leopold soll „unvergrifflich", ohne daß man den Paß zusagt oder ver-weigert, jedoch ganz freundlich abgefaßt werden. ' «i. Ueber die mitgetheilten drei französischen Schreibenwill man die Obrigkeiten in Kenntniß setzen, welche das eine und das andere bei Gelegenheit beantworte»mögen, v. Die Obersten und Hauptleute des letzten spanischen Aufbruches wollen wegen ihrer rückstän-digen Bezahlung Etliche aus ihrer Mitte «ach Mailand scnden. — Mai: bewilligt ihnen die gewünschtenFürschreiben unter der Bedingung, daß der beabsichtigte Accord den Nachkommen nicht nachtheilig sei. Siesollen auch darauf achten, daß sie nicht „mit Geschwindigkeit übernommen werden", sondern, wenn ihnenetwas Beschwerliches zugemuthet werde, den Rath der Obrigkeiten einholen. Die Abgeordneten sollen auchin der Obrigkeiten Namen bei Don di Cordova um beförderliche Entrichtung der verfallenen Pensionen an-halten. 1. Jakob Arnold von Uri, Hauptmann eines eidgenössischen Fähnleins zu Bologna, berichtet, daßer, wie seine Vorfahren, seit Jahren mit päpstlicher Approbation die Befreiung einer offenen Wirthschaftgenossen habe, welche ihm nun von dem jetzigen Tresorier entzogen werde. — Man will .für den Betreffen-den auf dessen Ansuchen bei dem Papste in guter Forin Schritte thun. z»'. (S. u. Thurgau und Baden.)I». (S. u. Freie Aemter.) i. Es wird hervorgehoben, daß Unterwaldcn ob dem Wald seit geraumer Zeitgar wenig Anken auf die Wochenmärkte bringe, indem alle Milch zu „Feißkäs" (fetten Käse) verwendet werde.— Man hofft, daß dasselbe besonders zum Besten des geineinen Mannes eine bessere Ordnung inachen werde.
Man sehe auch im Abschnitte Hcrrschaftsangclccienheiten:
LandMfschast TlMMU. 8- Art. 29Z. Rcligionssachm zc.
Grasschnst Baden. !?. Art. IM. Localcs.
LlNldtiogtci Freie Aemter. >» Art. 67. Polizeiliches.
Die Namen der Gesandten aus dem Nidwaldnerercmplar.
447.
Conferenz der IV evangelischen Städte.
Aaron. 1K27, II. und 12. October (1. und 2. Oct. a. K.).
Staatsarchiv Zürich, »est. XII. Iis. Ich. SR.
Gesandte: Zürich. Heinrich Bräm, Salomon Hirzel, beide Seckclmeister und des Raths. Bern-Franz Ludwig von Erlach, Herr zu Spiez; Gladv Weyermann, Alt-Zeugherr, beide des Raths. Basel.Leonhard Lützelmann, des Raths. Schaffhausen. Rochus Goßweiler, Bürgermeister; sHans MartinsForrer, Zeugherr und des Raths.