450
Decembcr 1625.
evangelischen Religion abgesehen haben, sei leicht zn erkennen. Der Marschall möchte sich deßhalb die Cxecu-tion jenes Vertrages vornehmlich im Punkte der Religion angelegen sein lassen. Der beförderliche Abgangdieser Gesandtschaft wird für nothwendig erachtet, ehe der Marschall von anderer Seite zu Ungunsten derSache eingenommen werden kann. Weil der Streit zwischen Schwhz und Glarns leicht auch in größereWeitläufigkeit gerathen möchte, womit den verbündeten Fürsten bei den jetzigen italienischen Kriegsläufennicht gedient sein würde, so könnte man den Herrn Marschall ebenfalls um seine freundliche Jnterpositionersuchen, und daß er die evangelischen Glarner bei ihren Rechten möchte schützen helfen. «I. In Bezugauf die Differenz zwischen Bern und Basel wegen der jüngsten mülhausischen Zusatzkvsten, welcher denGesandten thädigungsweise übergeben worden ist, ist man der Ansicht, daß die von Basel statt der 2662 Kronenden Herren von Bern 2000 Kronen gutmachen und also Bern einen Theil, Basel aber ungefähr zwei Theiledes Schadens an Geld leiden solle. Die Juterponenten bitten die beiden Städte, sich solches belieben zulassen, da man nicht zweifle, sie werden eine so geringe Summe Geldes nicht ansehen und dieses Geschäfteshalber nunmehr auch zur Ruhe kommen, v. (S. u. Thurgau.)
Man sehe auch im Abschnitte HerrschaftsangelegenhcitcinLandgrafschaft TlMgan. e. Art. 284. Religionssachen zc.
^ Conferenz von Uri, Schkvyz und Nidwalden.
Brunnen. lKS5, 1». December.
LandcSarchiv DchwNZ-
Gesandte- Uri. Emanuel Beßlcr, Alt-Landammann und Pannerherr; Kaspar Romanus Troger,Ritter, Statthalter. Schwhz. Gilg Frischherz, Landammann; Christoph Schorn», Alt-Statthalter unddes Raths. Nidwalden. Johannes Zelger, Landammann.
Diese Conferenz ist wegen des Berichts zusammenberufen worden, den Hauptmann Baldeggcr inFolge der Sollicitation um die ausstehenden Zahlungen vom Gubernator zu Mailand erhalten hat. Dieserhatte zwar versprochen, daß in kurzer Zeit 100,000 Kronen würden geschickt werden; da diese aber >wchimmer nicht angekommen sind und der Mangel bei der Besatzung zu Bellenz täglich zunimmt, soll Dvglianidurch einen Ausschuß ernstlich ermahnt werden, dafür zu sorgen, das; die Soldaten Geld bekommen. Wenndich nicht geschehe, so werde man die Besatzung zurückziehen. Ä. (S. u. Bellenz zc.) v. Den zu Dv-gliani abgeordneten Gesandten wird auch der Auftrag gegeben, mit demselben zu reden, daß er Anordnungtreffen möchte, daß die Abfuhr des Eschenthaler Weines den verbündeten Orten ferner nicht gesperrt werde-
Man sehe auch im Abschnitte HerrschaftsangelegenheiteinVogtci Vellciiz u. l>-«i. Act. 3vs—-100.