Januar 1625. 423
stiucs Nichterscheinens hält der Nuntins einen Vortrag, in welchem er nach Nebcrgabe eines apostolischenPreve die Gesandte«: ermahnt, in diesen schwierigen Zeitläufen alles eigenen Interesses sich zu entschlagen"ud mw darauf bedacht zu sein, die Ehre Gottes zu befördern und die wahre Religion zu erhalten; ferner^öffnet er des Papstes Meinung über das jüngst von den sieben katholischen Orten erlassene Schreiben und^Zählt die Ereignisse im Veltlin, und wie es mit der Religion in den Bünden stehe. Endlich crmahnt er^ Gesandten, das Begehren des Passes wohl zu überlegen und im Falle man denselben bewilligen, wolle,^sllr zu sorgen, daß das päpstliche Kriegsvvlk zu Cleve» und Riva „vor solchem Volke versichert sei«: könne".>> Es wird ein Schreibe«: des Ambassadors Atiron von: Dolmetscher Vigicr übcrbracht, i» welchen: er die^'Wartung ausspricht, daß die Gesandten in Betracht des Art. 15 des Bündnisses i«: des Königs Begehre«:^Uvilligm werde«:, und zugleich auch nachweist, was derselbe zu Aufrechthaltung der katholischen ReligionA de«: Bünden getha«: habe. Zu Unterstützung dieses Letzter«: legt er auch ein Schreiben des CapucinersNuntius an de«: Marquis de Coenvres bei, i«: welche»: derselbe seine Anerkennung der Dienste ausspricht,welche der Marquis der katholischen Religion geleistet hat. v. Die Relation der zun: König von Frankreich^geordnete«: Gesandten wird angehört nebst der Antwort des Königs. <1. Der Markgraf Dogliani, spani-Ambassador, zeigt i«: seine»: Vortrag an, daß ihn: zwei Pensionen zur Distribution zugeschickt wordenAc», ermahnt zur gewissenhaften Beobachtung der Erbeinigung mit den: Hanse Oesterreich und begehrt eineutwvrt ans den schon zu Altorf gestellte«: Antrag, betreffend die Cvntinnation des Bündnisses und den von:. ^ug begehrten Aufbruch von 7660 Mann. Sobald die Gesandte«: sich über diese Begehre«: werde«: ent-ichlvsst«: habe«:, «verde die Distribution stattfinden. «. Der Großhexzvg von Toscana verlangt i«: einen:Giv. Francesco Gnid: überbrachten Schreibe«: die Erlaubnis;, ein Regiment (4000 Mann, welche i«:7000 inbegriffen sei«: solle«:) zun: Dienst, und Schutz des mailändischen Staates zu werben wegen der Ver-achtung, welche er gegen de«: König von Spanien habe. t. Diese verschiedene«: Begehre«: «verde«: bespreche«:.PA sinket, daß, wenn «na«: den: einen oder den: andern entspreche, manche Angelegenheit daraus entstehen"A- Da man sich aber erinnert, daß schon früher der Nuntins die Orte zu gütlicher Jnterpositio«: auf-Plvrdert hat, so «verde«: etliche Gesandte bezeichnet, welche mit de»: Nuntius über gütliche Mittel verhandelnAgas ,^m mit demselben über die Hülfe, welche die Orte in Zeiten der Roth von: Papste zu erwartenPbe», die Mittel, beide Potentaten zu vereinige«:, sowie wegen des 1?. Ignatius verhandelt wordenwerden die Gesandten ihre«: Herren und Obern zu berichten wissen. K. Das Begehren des PassesP Seite des Königs von Frankreich') wird besprochen. Wein: man einerseits es für mißlich ansieht, de«:M bewilligen, «veil der Papst durch den gewaltthätigc«: Einfall des Marquis von Coenvres in'sP^in sich beleidigt fühlt und Reparation begehrt, so hält man es andrerseits auch für bedenklich, den:vo«: Frankreich de«: Paß zu verweigern und daneben den: Herzog von Feria den Aufbruch nnd. Paß zu bewilligen. Als ein gutes Mittel wird unter solche«: Umständen befunden, durch Vermittlung^Nuntius bei den beiden Königen es dahin zu bringen, daß den Orte» gestattet «verde, sich i«: die Sache' Wage«: >^d Friede«: reden zu helfe«:, da man glaube, daß Mittel vorhanden seien, durch welche^ Papste wieder Genugthunng geschehe», beide Majestäten und andere interessierte Stände vereinigt «verde«:A"te>:. Mai: entschließt sich auch, die Bündnisse nach alle«: Seite«: hin unverbrüchlich zu beobachte«: und,^t man den: König von Frankreich gegenüber das Bündniß halte, »Itter Ratificationsvorbehalt de«:lh«n begehrten Dnrchpaß für das Regiment unter der Bedingung zu bewilligen, daß der König ver-dieses Volk nicht gegen die mit de«: Orte«: verbündeten Fürsten, nicht gegen de«: Papst und andere