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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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December 1623.

In Betreff der Bestätigung des Traetats von Madrid werden verschiedene Ansichten gegen und für dieselbelaut. Da man deßhalb ohne Befehl ist, so will man die Sache an die Obrigkeiten gelangen lassen undihnen auch berichten, was Solothnrn für dieselbe vorgebracht hat. I». Die Gesandtschaft an den Köwgwird eingestellt, bis die Obrigkeiten wegen jenes Traetats einen Entschluß gefaßt haben. Es soll dicß unver-züglich geschehen und jedes Ort seine Gesandten auf St. Niklaustag wieder nach Luccrn abordnen, v. DewNenward Fvrer von Lucern, niedergelassen in Mailand, wird ein Schreiben an den Gubcrnator für Aus-hebung der Zollsteigerung und Erthciluug des Transits für etliche Waaren und Victualien bewilligt, welchein die eidgenössischen Lande geschafft werden sollen. Forer hat auch vermittelst einer Empfehlung dc»Herrn Ambrosius Foruero um den Dienst eines Agenten zu Mailand angehalten. Sein Ansuchen wirdack reksreuäum genominen. <1. Air Glarus wird wegen der Annahure des Spruchs der Ehrensätzc in deinSiiru geschrieben, wie auf letzter Zusammenkunft der fünf katholischen Orte verabschiedet worden ist. «« 8^"bürg und Solothnrn haben einen Abschlag der Münzen und der Waaren vorgenommen. Mau ist derAnsicht, daß die Münzen nach der Taxe der beiden Städtegängig" sein sollen, und daß man die neuenMünzen nach dem Schlag des Neichsthalers prägen müsse, t. Lucerir beschwert sich, daß Uri, SchwPund Nidwalden ihm an der Zinnen den Zoll verweigern; der gleiche Zoll sei früher in der Stadt bezogtund nur deßhalb verlegt worden, weil die Waaren eine andere Straße geführt würden.

Cvnferenz der V katholisches: Orte.

Weggis. 1«2Z, 2. December.

Landcönrchiv Schwqz.

Gesandte: Luceru. Gilg Flcckenstein, Seckelmeister, des Raths; Rudolf Pfyffer, Ritter, des Raths-Uri. (Niemand.) Schwhz. Hans Sebastian Abhbcrg, Landammann; Martin Vetschart, Seckclmeist^'Nidwalden. Hans Lussi, Landammann. Zug. Paul Bengg, Statthalter; Hans Andermatt, Seckelmeist^-Der französische Ambassador Mirou will statt zweier Pensionen nur eine bezahlen und zwar da»Geld zu hohem Preis verrechnen, und giebt die Vertröstung, die andere Pension sammt den Distributioncwin Kurzem nachzuliefern, was mit der Relation der Gesandten, welche beim König gewesen sind, und dcufrühem Versprechungen des Ambassadors nicht übereinstimmt. Es wird für gut erachtet, in dieser AngA^genheit cinmüthig zu handeln, gegen den Ambassador Ernst zu gebrauchen und eiue Gesandtschaft zu deinst'll^"zu schicken, um von ihm drei, jedenfalls nicht weniger als zwei Pensionen zu fordern und zwar daS ^nicht in höherin Curs, als es in Frankreich gangbar ist oder wenigstens nach dem jetzigen Valw'-Uri und Obwalden sollen davon in Kenntniß gesetzt werden. Sollte eines der Orte nicht mithalten wolle",so soll die Gesandtschast nicht abgehen. ?». Lucern wird aufgetragen, im Namen der sieben katholisch^Orte Freiburg für die den Gesandten bei der Beschwörung des Bundes mit Wallis erwiesenen Ehren freu"^'lich zu danken, v. Schwhz ersucht nochmals um ein Empfehlungsschreiben an den Herzog von Savwst"wegen der Bezahlung des Regiments des Obersten Ulrich und dessen Mithaften.