September 1623.
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bemerkt hätten; die Einigkeit sei eben doch für die Eidgenossenschaft die schönste Zierde und das besteMittel zu deren Erhaltung. Was der König versprochen habe, sowohl die einen als die andern ohneUnterschied zn gratificieren, dazu hofft der Gesandte in wenigen Tagen die Mittel zu erhalten. Die Orteuiöchten eine tapfere Resolution fassen zur Beschützung ihrer Stände, sowie ihrer Bundesgenossen undNachbarn, welche man mit Hintansetzung der Tractate und des Versprechens, welches im Dccember 1621dm Gesandten der Orte zu Ensisheim gegeben worden sei, ganz und gar überfallen wolle. Die Einwilligungdm Bünde zu dein Festnngsbau auf der Steig sei eine mit Gewalt abgenöthigte. Es sei nothwendig zuErhaltung der eigenen Sicherheit die Augeil offeil zu behalten und die noch unerörterten Streitigkeiteil gütlichbeizulegen, weil solche „Breschen" den Feinden die Hoffnung auf noch weitere Erfolge gewähren. In^ezug auf die Prätcnsion, welche auf letzter Jahrrechnung wegeil der Herrschaft Valangin vorgebrachtworden sei, wünscht der Gesandte, daß sich die Orte dieser Sache nicht annehmen, weil die Oberherrlichkcitdc»l Könige gehöre und die Jurisdiction dem Herzog von Longueville.— Die geneigte Affcction des KönigsUnd des Ambassadors wird verdankt und Letzterer gebeten, die Ankunft der angedeuteten Geldmittel möglichstZu beschleunigen. Die beiden Propvsitivnen werden in den Abschied genommen. In Bezug auf die letzterehaben sich etliche Orte bereits entschlosseil, die Sache dein Herzog von Longueville zu remittieren, v. Deruuf letzter Jahrrechnung gegebene gütliche Spruch, betreffend den Span der Landleute zu Gleims, wirdUon deil Gesandteil von Glarus im Namen ihrer Herren und Obern angenommen und alsdann von den^sandten besiegelt lind ratificiert. An die Kosten zahleil die katholischen Landleute ein Drittheil, die Evan-lMchen zwei. HS. Beilage 10.) «I. Die Gesandten von Zürich und Lncern, welche den 5. August bei dem^Herzog Leopold zu Constanz gewesen sind, erstatten Bericht. Der Erzherzog hat angedeutet, falls ihmandere Versicherungsmittel angegeben werden, dieselben anhören zu wollen. Es werden verschiedene Mittelu> Vorschlag gebracht, welche, von Burgermeister Schwartz schriftlich verfaßt, den Orten überschickt werden,^a die Sache keinen langen Verzug erleidet, solleil die Orte ihre Meinung beförderlichst Zürich mittheilen.
Weil das Land mit kleinen Münzen überschwemmt wird, die nicht nach dem festgesetzten Schrot geprägt^u>d, sy erachtet Zürich für gilt, daß das Münzen derselben einstweilen eingestellt werde. Das Gold ist vonZürich abgerufen worden, weil dasselbe der Silbertaxe nicht entsprechend ist und eigennützige' Leutebainit allerlei Vortheil gepicht haben. Etliche Orte erklären, bei der festgesetzten Taxe lind Ordnungbcrblciben zu wollen, andere nehmen den Anzug all rslsronäuin.
VII katholische Orte und Appenzell-Jiinerrhoden.
k. Da die Gesandteil der evangelischen Orte abgereist sind, ohne eineil gemeinsamen Beschluß abzu-warten , so vergleichen sich die sieben katholischen Orte und Appenzell-Jnnerrhoden auf Gutheißen der Obrig-^iten über Nachfolgendes und übergeben es dem Doctor Schmidlin und den bündncrischen Gesandteil: Derans der Steig 'soll nicht ausgeführt werden; die Erbeinigung zwischen Oesterreich und genleiner^dgenossenschaft soll getreulich gehalten und die acht Gerichte des Prätigaus als Unterthancn des ErzherzogsZu keiner Rebellion irgendwie unterstützt werden und der Erzherzog bei seinen Gerechtigkeiten verbleiben.
Es wird für rathsam erachtet, dem neu erwählten Papst Urban VIII durch eine Gesandtschast imZainen der katholischen Orte zu gratulieren und den Fußfall zu thun. Jedes Ort soll sich dcßhalb an^Ucern erklären, ob es auch jemand abordnen wolle, damit man sich über den Tag der Abreise vergleicheil könne.
xc aus dcm Schwyzercrcmplar.