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April 1623.
S7S.
Conferenz der V katholischen Orte.
Weggis. t«23, tv. April.
LaodcSarchl» Tchw»>z.
Gesandte: Lucern. Gilg Fleckenstcin, Seckelmeistcr; Rudolf Pfyffer, Ritter, beide des Raths. lir>-Einanuel Beßler, Ritter, Landannnann und Pannerherr; Melchior Mcgnct, Landshauptinann. Sch^hZ'Johann Sebastian Abyberg, Landannnann; Heinrich Neding, Ritter, Alt-Landammann und Pannerherr,Gilg Frischherz, Alt-Landammann. Unterwalden. Anton Von Zuben, Alt-Landmmann, von Obwalde»>Johann Lussi, Ritter, Landannnann und Pannerherr; Kaspar Jmhof, des Raths, von Nidwalden. Z"llKonrad Zurlanben, Alt-Ammann; Johann Trinkler, des Raths.
Diese Conferenz ist wegen der an den König von Frankreich abzuschickenden Gesandtschaft znsammenberufc»worden. ». Lucern hält die Absendung einer solchen für nothwcndig; ihm stimmen die übrigen Gesandtenbei. Damit es bei Hof nicht Unwillen errege, wenn die Gesandtschaft ohne Begrüßung des Ambassado^erscheine, werden Pfhffer von Lucern, Megnet von Uri und Neding von Schwyz beauftragt, deu 17-zum Ambassador zu reiteu und in Verbindung mit Abgeordneten von Svlothurn vorzutragen, daß, wieder Hinterhaltung der Pensionen und Distributionen müsse geschlossen werden, die katholischen Orte bcu»Könige in Verdacht gekommen sein müssen; man beabsichtige durch diese Gesandtschaft den .König von d^'Wahrheit in Kenntniß zu sehen. Die Abreise nach Paris solle darauf erst acht Tage später stattfinden/weil der König, so lange die das Vcltlin betreffenden Angelegenheiten zu Rom verhandelt werden,nicht verlassen werde und dann je nach der Antwort des Ambassadvrs die Instruction noch eingerichtetden könne. Die Gesandten haben dann beim Könige um Auszahlung der Pensionen und Distribution?»anzuhalten und die Verweigerung der Einwilligung in den Tractat von Madrid dadurch zu rechtfertigtdaß in demselben anfangs keine seiniche) Moderation der Religion halber enthalten gewesen sei und d^Bündner, obgleich die katholischen Orte sie immer zur Ruhe ermahnt hätten, sich nicht hätten wollenlassen, so daß man sich veranlaßt gesehen habe, sich ihrer ganz zu entschlagcn. l». Dvctor JohannParibello, Abgeordneter der Näthe und der Gemeinden des Veltlins, beschwert sich darüber, daß ^Festungen in ihrem Thal durch päpstliche Soldaten besetzt werden sollen; weil die Hülfe bei einem Ueberf» ?zu weil entfernt wäre, wünscht er für dieselben eine Besatzung aus den katholischen Orten. Das Ansuchtwird in den Abschied genommen; jedes Ort soll seinen Entschluß beförderlichst Lucern mitthcilen. « "Leuns.) «I. Da der Kaiser dem Grafen Theodor Trivulziv ans das Thal Mesolcina einen fürstlichen Titel geg?^"hat und leicht daraus das Consequens eintreten könnte, daß man noch ans andere Oerter in der Eidgenosseschaft Belehnungen und fürstliche Titel erthcilcn möchte, so soll im Namen der sieben katholischen Orte d?»^Kaiser geschrieben werden, daß dieselben nicht leiden, daß dergleichen Belehnungen und fürstliche Niel a>Oerter, die in der Eidgenossenschaft liegen, verliehen werden, und daß sie dagegen protestieren. «läßt beim Ambassador Casati um Auszahlung der Pensionen anhalten mit dein Bedeuten, daß man,die Auszahlung nicht nächstens stattfinde, eine Gesandtschaft ebenfalls nach Mailand absenden werde, tauf das Schreiben des Stadtschreibers Chsat wegen der Forderung der savoyischen Pensionen und ^