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November 1622.
Pfyffcr, Ritter, des Raths. Uri. Johann Heinrich Zum Brnnnen, Landanlmann; Emailuel Beßlcr,Ritter, Alt-Landaimnann und Pannerherr; Melchior Megnet, Alt-Landannnann -und Landshauptinann-Schwyz. Johann Sebastian Abyberg, Landammann; Heinrich Neding, Ritter, Alt-Landammann undPannerherr. Unterwalden. Johann Jmfeld, Landammann, von Obwalden; Johann Lussi, Ritter,Landammann und Pannerherr, von Nidwalden. Zug. Konrad Znrlanben, Alt-Annnann; Beat JakobMeyenberg, des Raths. Freibnrg. Karl von Montenach, Schultheiß. Svlothurn. Johann von Noll,Stadtfähnrich; Victor Hafner, Stadtschreiber.
». Diese Conferenz wird wegen der an den Konig von Frankreich abzuschickenden Gesandtschaft zusammen-bernfen. Der französische Ambassador ZNiron läßt durch Vigier die Gesandten an sein früheres Gesuch und dieBestätigung des Tractats von Madrid erinnern, da dieselbe zur Erhaltung der katholischen Religion diene undden Wohlstand und die Ruhe der Christenheit herbeiführe. Zugleich legt er eine Copie') einer Erklärungbei, auf welche hin die Orte ihre Bestätigung des Tractats geben sollen, und zeigt an, daß ein Tresoriecnach Lyon abgefertigt worden sei, um eine Fuhr Geldes abzuholen, durch welche die Herren und Obernzufrieden gestellt werden könnten. Die Gesandten halten es für bedenklich, in dieses Begehren einzuwilligen,in Betracht, daß dadurch ein schwerer Krieg über Italien gezogen werden, die beiden Könige in Uneinigkellund dadurch auch" die Eidgenossenschaft in Gefahr gerathen könnte; ferner daß die beiden Könige Machtgenug besitzen, den Tractat aufrecht zu halten, daß von Spanien her keine Aufforderung gekommen ist, unddaß die Lage der Dinge sich geändert hat, da das Hans Oesterreich seine Gerechtigkeiten an das Licht gebrachthat und durch die erfolgte Ccssiou der zwei Blinde das Veltlin in eine andere Stellung getreten ist. Uebrigensfassen die Gesandten keinen Entschluß, weil sie darüber mit keiner Instruction versehen sind, und nehmen dieSache in den Abschied; sie referieren auch die Erwägungen Svlothurns, daß der Revers angenommen werdcnkönnte, wenn die Freistellung der Religion im Veltlin verhütet und in dein Revers inseriert würde, daß cndem Veltlin die katholische Religion allein geduldet werden solle. I». Die Gesandtschaft an den König vo»Frankreich wird eingestellt, bis die Herren und Obern wegen obigen Reverses einen Entschluß gefaßt Haben-Auf St. Niklaustag haben die Gesandten sich wieder zu Lucern zu versammeln, wo dann die Stimmen derOrte zusammengetragen, die Instruction für die Gesandtschaft beratheil und die Abreise derselben bestimmtwerdeil wird. «. Dem Ncnward Forrer von Lucern, zu Mailand niedergelassen, wird ein Schreiben anden Gubernator bewilliget, derselbe möchte die gesteigerten Zölle für etliche Victualien lind Waaren, welcheForrer nach Lucern spedieren will, nicht eintreten lassen und den Transit gestatten. «I. Forrer wird durchAmbrosius (Fornero) zu dem Dienste etiles Agenten in Mailand empfohlen. Die Empfehlung wird in dcnAbschied genommeil. v. Es wird beschlossen, an die Evangelischen von Glarus das ans voriger Tagleistnngvvil den fünf katholischen Orten all rsksrsnänin genommene Schreiben abgehen zu lasseil, des Inhalts, tztmöchten den Spruch der katholischeil Sätze annehmen oder dagegen Protestatio» einlegen, t". Da FreiburgSvlothurn einen Abschlag sowohl der Münzen als der Victualien und Waaren eingeführt habeil, so vereinigtman sich ebenfalls zur Annahme dieser Taxierung und berichtet dessen die Herren und Obern. A. Lucecubeschwert sich über die Weigerung von Uri, Schwyz und Nidwalden, den Zoll an der Zinnen zu zahlen-Der Zoll sei kein neuer, er sei an der Stelle desjenigen errichtet, welcher vormals in der Stadt LuccN-'übezahlt worden sei; dadurch, daß jetzt die Waaren auf einer andern Straße geführt werden, sei ihmWag- und Hauslohn verloren gegangen.